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Kolumne „Iss' was - und gut“
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Kreativität im Hochformat

Jochen Brünner 12.06.2019 0 Kommentare

Der Kreativität bei Burgern sind kaum Grenzen gesetzt. Inzwischen gibt es auch zahlreiche vegetarische Alternativen.
Der Kreativität bei Burgern sind kaum Grenzen gesetzt. Inzwischen gibt es auch zahlreiche vegetarische Alternativen. (Daniel Karmann/dpa)

Die besten Ideen werden nicht selten aus der Not geboren. So wie in jenem Winter mutmaßlich Anfang des 18. Jahrhunderts, als es zu kalt zum Angeln war. Als ein gewiefter Belgier statt eines Fischs eine Kartoffel in siedendes Fett warf und somit die Pommes frites erfand. Und Ende des 19. Jahrhunderts war die Idee eines US-amerikanischen Gastronomen, gegrilltes Rinderhackfleisch zwischen zwei Toastbrotscheiben zu legen, um einen Gast, der es offenbar eilig hatte, schnell bedienen zu können, nicht weniger genial. Der Burger, Identifikationsobjekt der Fast-Food-Industrie und Basis mehrerer Unternehmens-Imperien, war geboren – auch wenn es noch gut 60 Jahre dauern sollte, bis das Produkt ab etwa 1955 mit der Gründung einer großen Franchise-Kette seinen Siegeszug um die Welt angetreten hat.

Doch gerade die massenhafte Verbreitung und nicht selten auch die Umstände seiner Verkostung haben dem Buletten-Brötchen einen nachhaltigen Imgaeschaden zugefügt. Bewussten Essern gilt Fast Food heute noch als Schimpfwort und Synonym für ungesunde Ernährung. „Der Burger ist aber längst kein reines Fast-Food-Produkt mehr, sondern lebt von seiner Vielfalt und Kreativität“, hält selbst Claudia Kay, Ernährungsexpertin im Regionalen Umweltzentrum Hollen (RUZ), den Burger inzwischen sogar für hoffähig. Das würden nicht zuletzt die zahlreichen kleinen Restaurants beweisen, die sich mit fantasievollen Eigenkreationen auf das Buletten-Brötchen spezialisiert haben. Übrigens auch sehr erfolgreich in Ganderkesee. Die klassische Variante mit Salatblatt, Gurke und Ketchup entlockt Kay inzwischen jedenfalls nicht mal mehr ein müdes Gähnen.

Und der Burger ist natürlich auch eine Frage der Begrifflichkeiten. Da ist nicht mehr vom Fleisch zwischen Brötchenhälften die Rede: Es geht um „Bun“ und „Patty“ – was zugegebenermaßen deutlich sexier klingt als „Bratling“.

Als überzeugte Vegetarierin empfiehlt Claudia Kay, den Burger fleischlos zu denken. Gerade für die Herstellung der Pattys würden sich etwa Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen, Kartoffeln, Nüsse oder Käse als Ersatz fürs Rinderhack eignen, aber auch Getreidesorten wie Quinoa oder Amaranth. Entscheidend bei allen Zubereitungsarten ist die Konsistenz des Teigs: „Die Masse sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu krümelig sein“, erklärt Claudia Kay. Tipp von der Expertin: Die Pattys vor dem Braten kalt stellen oder sogar einfrieren. Dann zerfallen sie nicht so leicht, sondern halten in der Pfanne oder auf dem Grill besser zusammen.

Am Freitag, 14. Juni, betätigt sich Claudia Kay selbst als bekennende kulinarische „Hochstaplerin“: Unter dem Motto „Burger, Dipps und Brötchen“ bietet sie im RUZ in der Zeit von 15 bis 19.30 Uhr einen Kursus für experimentierfreudige Burger-Liebhaber an. An diesem Nachmittag werden nämlich ausschließlich vegetarische Burger zubereitet – denn erstens kann Fleisch ja jeder, und zweitens geht es ja auch darum, das Angenehme mit dem Gesunden zu kombinieren und auch gewisse eigene Prinzipien nicht völlig aus den Augen zu verlieren.

Inhalt des Kurses sind aber nicht nur die Pattys, auch die Buns werden selbstverständlich selbst gebacken. Und da herkömmlicher Ketchup in der Regel sehr viel Zucker enthält, bereiten die Teilnehmer verschiedene Saucen sowie eine Mayonnaise selbst zu. Bei den Saucen solle es geschmacklich allerdings nicht zu speziell werden, kündigt Claudia Kay an. „Die sollen später ja auch noch zu anderen Sachen passen.“

Doch auch Fleischessern rät die Ernährungsexpertin bei der Burger-Zubereitung: „Wichtig ist auf jeden Fall, gute Zutaten zu verarbeiten. Ich habe noch nie verstanden, warum manche Menschen 600 Euro für einen Grill ausgeben, dann aber nur das billigste Fleisch vom Discounter drauflegen“, sagt sie.


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Leserkommentare
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...
Mangaguide.de am 20.10.2019 16:42
Ein Problem der Brücke ist, dass die Grünen trotz der Menge der Radfahrer und existierendem Radweg darauf bestehen, dass die Radfahrer gegen die ...