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Freibad Wildeshausen
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Letzter Kopfsprung vor Sanierung

Jacqueline Schultz 19.05.2019 0 Kommentare

Mit einem beherzten Sprung ins kühle Nass hat Bürgermeister Jens Kuraschinski (vorn) gerade die Freibadsaison in Wildeshausen eröffnet. In dieser Woche klärt Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge in Berlin, wie die Sanierung des Bades ablaufen soll.
Mit einem beherzten Sprung ins kühle Nass hat Bürgermeister Jens Kuraschinski (vorn) gerade die Freibadsaison in Wildeshausen eröffnet. In dieser Woche klärt Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge in Berlin, wie die Sanierung des Bades ablaufen soll. (Ingo Möllers)

Mit einem beherzten Sprung ins kühle Nass hat Bürgermeister Jens Kuraschinski gerade die Freibadsaison in Wildeshausen eröffnet. Diese feucht-fröhliche Zeremonie dürfte allerdings vorerst die letzte gewesen sein: Denn wie die Gemeinde Ganderkesee plant auch die Wittekindstadt eine umfangreiche Sanierung ihrer Freibadanlagen.

Insgesamt 5,4 Millionen Euro hat die Stadt für das Sanierungsprojekt veranschlagt. Davon übernimmt der Bund 2,4 Millionen Euro. Vor kurzem habe man die Nachricht erhalten, dass man in das Programm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport und Jugend“ aufgenommen sei, berichtet Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge, der in dieser Woche nach Berlin fährt, um die Pläne im Bundesbauamt vorzustellen. Dass die Stadt Wildeshausen in den Genuss dieses Zuschusses kommt, ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die Verantwortlichen die entsprechenden Sanierungspläne bereits seit 2015 in der Schublade hatten. Und die Mittel wurden nach dem „Windhundprinzip“ vergeben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Das ist geplant: Als wichtigste Maßnahme steht eine Kernsanierung des Schwimmer- und Sprungbeckens inklusive der Technik an. Das Nichtschwimmerbecken wird auf ein Drittel der ursprünglichen Fläche reduziert. Auf den verbleibenden zwei Dritteln entsteht ein großzügiger Badebereich für Babys und Kleinkinder. Ein Sonnensegel sorgt an heißen Tagen für Schatten. Außerdem soll das Bad auch wieder einen Kinderspielplatz erhalten, der 2012 im Zuge des Hallenbad-Neubaus weichen musste. Ferner sind neue Außenumkleiden sowie Wickelbereiche vorgesehen. Bei der Gestaltung wollen die Planer dabei die Farbe des Hauptgebäudes wieder aufgreifen.

Neue Attraktion im Krandelbad soll eine fünf Meter hohe Waterclimbing-Wand im Sprungbecken werden. Die transparente Edelstahlkonstruktion bietet variable Kletterrouten mit Fallhöhen von bis zu drei Metern. „Darüber hinaus werden wir die alte Wasserrutsche im Nichtschwimmerbecken ersetzen“, kündigt Ufferfilge an.

In puncto Baustart legt sich der Fachbereichsleiter noch nicht fest. „In Berlin werden wir abstimmen, wie die Projekt- und Bauabschnitte aussehen können.“ Als grobes Zeitfenster nennt er die Jahre 2019 bis 2023.

Dass im Wildeshauser Freibad ein erheblicher Sanierungsstau besteht, ist seit Jahren bekannt. „Der aktuelle Zustand ist desaströs“, wie Ufferfilge betont. Allein die Technik der aus den 70er-Jahren stammenden Anlage sei hoffnungslos veraltet. Deshalb müssen sich die Besucher des Wildeshauser Freibades in der aktuellen Saison auch auf ein eingeschränktes Angebot einstellen. So stehen das Nichtschwimmer- sowie das Babybecken für Badegäste in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung, teilt Ufferfilge mit. Das Schwimmer- und Springerbecken seien dagegen wie gewohnt zu nutzen.

Doch ob die Technik noch eine komplette Saison hält, mag auch der Fachbereichsleiter nicht zu garantieren. Zumal die Stadt auf die sonst üblichen umfangreichen Reparaturen vor der Saison verzichtet hat – zu teuer. „Im Hinblick auf den positiven Förderentscheid zur Sanierung des Freibades ist dies wirtschaftlich nicht vertretbar“, sagt Ufferfilge. Bereits in den vergangenen Jahren habe man nur mit erheblichem Aufwand einen uneingeschränkten Betrieb gewährleisten können.

Weil das Nichtschwimmerbecken gesperrt ist, richtet die Stadt für Nichtschwimmer eine Bademöglichkeit im Bereich des Hallenbades ein, erklärt Ufferfilge. Generell sei das Hallenbad – mit Ausnahme einer Revisionsphase vom 8. bis 26. Juli – stets parallel zum Freibadbetrieb nutzbar.

Die Verwaltung hatte sich im vergangenen Jahr ausführlich mit der Freibad-Sanierung beschäftigt und nach einem Ratsbeschluss die Fördergelder beantragt. Mit den jetzt in Aussicht gestellten Mitteln werde „mit Hochdruck die Attraktivitätssteigerung des Freibades angegangen“, heißt es.


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Leserkommentare
FloM am 22.10.2019 12:33
Der Konsument steht am Ende der Kette, ist aber das wichtigste Glied:
der Handel diktiert dem Bauern den Preis,
der Konsument bestimmt, ...
FloM am 22.10.2019 12:27
Es ist erstaunlich, wie hier alle bisher genau das tun, was Frau Klatte beklagt:
Über den Bauern reden, anstatt mit ihm.
Dann wären ...