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Rettungswache für 1,75 Mio. Euro
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Neubau geht in den Endspurt

Ilias Subjanto 18.07.2019 0 Kommentare

Dachdecker-, Zimmerer- und Klempnermeister Jens-Uwe Thormählen (rechts) hielt beim Richtfest die Kranzrede.
Dachdecker-, Zimmerer- und Klempnermeister Jens-Uwe Thormählen (rechts) hielt beim Richtfest die Kranzrede. (INGO MÖLLERS)

Der Bau der neuen Huder Rettungswache, in der auch eine Polizeistation untergebracht werden soll, geht in den Endspurt. Nach einigen Wirrungen und manchen Missklängen fand am Mittwoch das Richtfest am Rohbau im hinteren Bereich des Parc d'Arnage statt. In seiner Rede dankte Bürgermeister Holger Lebedinzew (parteilos) zuallererst den anwesenden Ratsmitgliedern. „Ohne den Beschluss des Rates gäbe es kein neues Gebäude“, sagte er.

Konfliktreiche Vorgeschichte

Ein kurzer Rückblick: Im Herbst 2017 hatte der Rat mit zwölf zu drei Stimmen grünes Licht für den Neubau im Ortskern neben dem jetzigen Polizeigebäude gegeben. Bis zur Fertigstellung ist die Johanniter-Unfallhilfe in einem übergangsweise eingerichteten Standort im Ortsteil Reiherholz stationiert. Die alte Rettungswache an der Parkstraße gehört dem DRK-Kreisverband, der das Gebäude jedoch nicht für einen anderen Rettungsdienst freigeben wollte, nachdem die Johanniter das Rettungswesen in Hude Anfang 2017 übernommen hatten.

Diesen Geschehnissen war eine Kontroverse vorausgegangen, bei der der Landkreis Oldenburg den Vertrag über das Huder Rettungswesen mit dem DRK gekündigt hatte – angeblich aufgrund fehlerhafter Abrechnungen seitens des Roten Kreuzes.

Über diese Ansammlung an Konflikten verlor Lebedinzew am Mittwochnachmittag kein Wort. „Es hat zu dem damaligen Zeitpunkt einfach nicht gepasst“, sagte der Bürgermeister unkonkret. Er wolle ohne Zorn zurückblicken und keine Schuldzuweisung betreiben. Vielmehr freue er sich nun, dass die Gemeinde „aus einer Krise eine Chance gemacht“ habe. 

Für ihn als Bürgermeister sei es das allererste Richtfest, für Hude das erste Richtfest seit Jahrzehnten. Es habe in der Gemeinde viele Jahre lang zahlreiche Um- und Ausbauten gegeben, jedoch keinen Neubau. Das Gemeindeoberhaupt bezeichnete den bisherigen Bauverlauf als „geräuschlos, aber effizient“ und betonte, dass man im Zeitplan geblieben sei und es keinen Baustopp gegeben habe.

Die Firma Brümmer aus Werlte hatte die Arbeiten für den Rohbau im Auftragsvolumen von 335 000 Euro brutto übernommen. Lebedinzew erläuterte, dass das Bauunternehmen zügiger als geplant vorangekommen sei, sodass man nicht damit gerechnet habe, die Firma Thormählen, die nunmehr das Dach richten soll, derart frühzeitig einsetzen zu können.

Ein besonderes Lob richtete Lebedinzew an die Architekten für die „raffinierte Gesamtlösung“, die sie für das funktionale Gebäude gefunden hätten. „Mit dem verklinkerten Mauerwerk passt sich die Rettungswache gut an die Nachbargebäude an“, sagte er. Auch dass das zweistöckige Gebäude, dessen Erdgeschoss die Huder Polizei nutzen wird, kein Flachdach, sondern ein Spitzdach erhält, fand die Zustimmung des Bürgermeisters: „Dies passt viel besser ins Ortsbild.“ Die Räumlichkeiten im Nebengebäude des Rathauses, die durch den Umzug der Polizei frei werden, würde zukünftig die Gemeindeverwaltung nutzen. Dann könnten die Büros, bei denen man nur die Wand des Schlauchturms sehen würde, wenn man aus dem Fenster schaut, wieder zu Räumen für Computerserver umgewidmet werden, verkündete das Gemeindeoberhaupt.

Lebedinzew hob das Alleinstellungsmerkmal dieses Bauvorhabens hervor, mit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften die Hilfsorganisationen zentral ein einem Ort zu haben und damit unabhängig von anderen Kommunen zu sein. „Es gibt keine Synergien mit anderen Gemeinden, zumindest nicht zu Lasten von Hude“, sagte er. Sehr zufrieden äußerte er sich über das Refinanzierungskonzept: Anders als bei anderen kommunalen Gebäuden werde sich diese Investition durch die langfristigen Mieteinnahmen selbst tragen. Die Kosten für den Neubau, der vorerst für 15 Jahre an den Landkreis und die Polizei vermietet wird, belaufen sich bekanntlich auf rund 1,75 Millionen Euro, die die Gemeinde als Eigentümer vorfinanziert. Bei diesem Punkt betonte der Bürgermeister, dass das Budget nicht überschritten worden sei.

Die Fertigstellung sei für das erste Quartal 2020 vorgesehen, dann stehe der Bezug des Neubaus an.


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suziwolf am 22.10.2019 13:29
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Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
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