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Seniorenstützpunkt im Landkreis Oldenburg
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Seniorenstützpunkt in der Diskussion

Ilias Subjanto 10.10.2019 0 Kommentare

Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung (rechts) freut sich mit den Ansprechpartnerinnen Ina-Maja Lemke-Eger (links) und Inca Schröder (Mitte) auf den Start des Seniorenstützpunktes.
Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung (rechts) freut sich mit den Ansprechpartnerinnen Ina-Maja Lemke-Eger (links) und Inca Schröder (Mitte) auf den Start des Seniorenstützpunktes. (LK Oldenburg)

Als Reaktion auf die demografische Entwicklung hat der Landkreis Oldenburg am 1. Oktober einen neuen Seniorenstützpunkt eingerichtet. Es ist zugleich eine Antwort auf den Antrag der Kreis-Seniorenvertretung, eine zentrale Anlaufstelle neben dem bereits existierenden Pflegestützpunkt für ratsuchende Senioren zu schaffen, teilt Kreis-Sprecher Oliver Galeotti mit. Das Beratungsangebot richtet sich an die Generation der Über-60-Jährigen.

Während die Zahl der Senioren im Kreisgebiet von 2011 bis 2018 von 32 000 auf 36 400 Menschen und somit um rund 13,8 Prozent angestiegen ist, prognostiziert die Kreisverwaltung für das Jahr 2030 eine Anzahl von rund 48 000 Über-60-Jährige im Landkreis. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung würde damit auf rund 38,5 Prozent steigen. Zurzeit liegt diese Quote bei rund 28 Prozent. „Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Einrichtung des Seniorenstützpunktes richtig wie wichtig ist“, erklärt Landrat Carsten Harings.

Eine zentrale Aufgabe des Seniorenstützpunktes werde es sein, individuelle Antworten auf folgende Fragen und Problemlagen zu geben: Wie und wo finde ich eine Unterstützung im Alltag (etwa beim Einkaufen) und bei der Freizeitgestaltung (etwa Kultur- und Bildungsangebote)? Was muss ich tun, um meine Wohnung seniorengerecht zu gestalten und welche Unterstützungsmöglichkeiten kann ich in Anspruch nehmen? Weiterhin gibt der Stützpunkt Auskunft darüber, welche Wohnformen es im Landkreis für Senioren (etwa in Alten- oder Pflegewohngemeinschaften) gibt und welche Sozialleistungen sie in Anspruch nehmen können. An den Seniorenstützpunkt können sich nicht nur die Senioren selbst, sondern auch Angehörige wenden und werden umfassend beraten, über bestehende Möglichkeiten informiert und unterstützt.

Nicht nachvollziehen kann der Landrat indes die – aus Sicht der Verwaltung völlig überzogene – Kritik, die Jürgen Lüdtke, Vorsitzender der Kreis-Seniorenvertretung, bereits vorab über die Presse geäußert hat. „Der Seniorenstützpunkt ist seit acht Tagen offiziell in Betrieb. Nach sieben Tagen gibt es vom Vorsitzenden deutliche Kritik, und er bezeichnet den Stützpunkt als Mogelpackung. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor“, zeigt sich Harings verstimmt und fährt fort: „Warum da solch eine Schärfe rein gebracht wird, weiß ich nicht. Wir sollten doch nun erst einmal die tatsächlichen Ergebnisse und Erfolge der aufgenommenen Arbeit abwarten, bevor wir sie bewerten und bewerten können. Ich wünsche mir für die Zukunft einen zielführenden Dialog im Sinne der Senioren im Landkreis Oldenburg.“ Auf Nachfrage des DELMENHORSTER KURIER wollte Lüdtke sich am Donnerstag nicht mehr zu dem Thema äußern. „Zu gegebener Zeit“ werde er wieder Stellung beziehen, teilte er lediglich mit.

Ziel des Seniorenstützpunktes ist es, Angebote und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie alleinstehende, ältere Menschen am Leben in der Gemeinschaft möglichst selbstbestimmt teilnehmen können. Außerdem sollen auch interessierte Bürger über Möglichkeiten eines ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen der Seniorenarbeit – etwa als Senioren- oder Wohnberater – informiert und als ehrenamtlich Tätige in der Seniorenarbeit gewonnen werden.

Die Seniorenvertretung des Landkreises hat laut ihren Statuten eine beratende und keine beauftragende Funktion. Sie kann dem Kreistag sowie der Verwaltung Empfehlungen und Vorschläge unterbreiten, ist jedoch nicht weisungsbefugt. „Mit Dr. Ina-Maja Lemke-Eger und Inca Schröder werden zwei in Fragen des Alters erfahrene Kolleginnen den Seniorenstützpunkt des Landkreises Oldenburg mit Leben füllen“, freut sich Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung. Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Alter sowie zuständig für den Einsatz von Wohnberatern, die die Senioren oder Interessierte beim altersgerechten Wohnen unterstützen, ist Inca Schröder. Schröder ist telefonisch unter der Rufnummer 0 44 31 / 8 54 42, per E-Mail an inca.schroeder@oldenburg-kreis.de und nach Vereinbarung auch für persönliche Gespräche im Kreishaus (Raum 055) montags bis freitags von 9.30 bis 13 Uhr zu erreichen. Für Fragen der Netzwerk-, Projekt und Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Koordination der Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Seniorenbegleiter und Wohnberater ist die Beauftragte für Fragen des Alters, Ina-Maja Lemke-Eger, im Seniorenstützpunkt zuständige Ansprechpartnerin. Lemke-Eger ist telefonisch unter 0 44 31 / 8 56 52 und per E-Mail an ina-maja.lemke-eger@oldenburg-kreis.de zu erreichen.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?