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Betreiberwechsel im Busverkehr
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"Stabiler Start ohne große Probleme"

Jochen Brünner 17.08.2018 0 Kommentare

Freuen sich über einen gelungenen Start (von links): Reiner Bick, Stefan Bendrien (beide ZVBN), Maik Ehlers (Leiter Schulamt), Landrat Carsten Harings sowie Stefan und Horst Hutfilter von der Betreiberfirma.
Freuen sich über einen gelungenen Start (von links): Reiner Bick, Stefan Bendrien (beide ZVBN), Maik Ehlers (Leiter Schulamt), Landrat Carsten Harings sowie Stefan und Horst Hutfilter von der Betreiberfirma. (Jochen Brünner)

"Der Betrieb ist stabil und ohne große Vorkommnisse gestartet. Das ist alles ausgezeichnet gelaufen", hat Reiner Bick, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) am Donnerstag den Betreiberwechsel im Schulbusverkehr resümiert. Wie berichtet, hatte zum 1. August das Delmenhorster Unternehmen Hutfilter die Verantwortung für das "Linienbündel Oldenburg-Nord" übernommen, das im wesentlichen den Busverkehr in den Gemeinden Ganderkesee und Hude umfasst.

"Wir haben in sämtlichen Fahrplänen jede einzelne Minute durchgeflöht und etwa einige Stichfahrten beseitigt, wo zum Teil seit Jahren niemand mehr ein- oder ausgestiegen ist", sieht Stefan Bendrien vom ZVBN den Betreiberwechsel auch mit erheblichen Verbesserungen für die Fahrgäste verbunden. Bis zur übernächsten Woche wollen die Verantwortlichen vom ZVBN auch die Echtzeit-Informationen soweit auf Stand gebracht haben, dass die Fahrgäste etwa über die VBN-App jederzeit abrufen können, ob der Bus an ihrer Haltestelle pünktlich eintrifft. Dann gelte es, noch ein bisschen Feintuning zu betreiben und etwa die Haltestellenbeschilderung zu aktualisieren.

Linie 220 nochmal aufgewertet

Für die nächsten zehn Jahre betreut Hutfilters Reisedienst mit seinen Partner-Unternehmen Thiemann (Ganderkesee) und Schote (Hude) insgesamt 25 Buslinien, davon 19 reine Schulbuslinien, die drei Ganderkeseer Bürgerbuslinien, zwei Zubringerlinien zum Mercedes-Werk in Bremen (237 und 238) sowie die einstige Bürgerbuslinie 220, deren Fahrplan die Verantwortlichen erneut ausgebaut haben. "Die Linie bedient nun auch den Ortsteil Immer mit einem leicht merkbaren Taktfahrplan", erklärte Stefan Bendrien. Zusätzlich verkehre der Bus nun auch an Sonnabenden. Allerdings gelte diese Erweiterung erst einmal nur vorläufig. "Wir werden in den nächsten zwei Jahren gucken, ob es auch eine Nachfrage für das Angebot gibt. Letztlich stimmen die Leute mit den Füßen ab. Sollte der Bus nur wenig genutzt werden, drehen wir das vielleicht auch wieder zurück", kündigte Bendrien an. Aber auch die Linien zum Mercedes-Werk seien keine reinen Werksverkehre, sondern normale Linien des Öffentlichen Personennahverkehrs, die allen Nutzern offen stehen würden.

Die Firma Hutfilter hatte in dem europaweiten Ausschreibungsverfahren das wirtschaftlichste Angebot abgegeben und damit den Zuschlag für die kommenden zehn Jahre erhalten. Insgesamt umfasst das Linienbündel täglich rund 230 Fahrten mit einer Gesamtleistung von 660 000 Kilometern im Jahr. Rechnet man die drei Ganderkeseer Bürgerbuslinien dazu, ergeben sich jährlich sogar rund 800 000 Fahrplan-Kilometer.

Horst und Stefan Hutfilter von der Betreiberfirma freuen sich derweil, "dass unser Unternehmen nun ganz sicher seinen 101. Geburtstag noch erleben wird. Und darauf sind wir sehr stolz." Auch wenn die Umstellung von den gelben Bussen, die jahrzehntelang im Einsatz waren, auf die neuen blauen Fahrzeuge nicht klein gewesen sei, wie Horst Hutfilter gesteht. Gegründet wurde der Traditionsbetrieb, der inklusive Bürokräften etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt, im Jahr 1927. Mit dem Auftrag ist über alle Firmen hinweg die Anschaffung von 33 neuen Bussen verbunden. Sieben fabrikneue, klimatisierte Fahrzeuge mit der neuesten Abgasnorm sind davon bereits im Einsatz.

Landrat Carsten Harings lobte die Firma Hutfilter als "verlässlichen Partner", der sich in der Region zudem bestens auskenne. Gleichzeitig appellierte er an die Fahrgäste, sich bei Problemen oder mit Verbesserungsvorschlägen am besten gleich an die Kreisverwaltung (Telefon 0 44 31 / 85 294, E-Mail schuelerbefoerderung@oldenburg-kreis.de) oder an die Betreiberfirma zu wenden und diese nicht erst in den sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Beim Betreiberwechsel im "Linienbündel Oldenburg-West" (Wildeshausen u.a.) hatte es im vergangenen Jahr größere Umstellungsprobleme gegeben. "Die Strukturen in Oldenburg-West sind aber auch deutlich komplizierter. Im Bündel Oldenburg-Nord gibt es weniger schwierige Knotenpunkte und keinen Verkehr in ein Oberzentrum wie Oldenburg", erklärte Schulamtsleiter Maik Ehlers. Mehr als 40 Prozent der Schüler im Landkreis Oldenburg seien "Fahrschüler", also solche, die für ihren Schulweg jeden Morgen den Schulbus nutzen. Und um allen Anforderungen gerecht zu werden, sei mitunter auch eine große Flexibilität aller Beteiligten gefragt.


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Leserkommentare
admiral_brommy am 19.10.2019 13:20
Durchaus nicht.



Bildungserfolg hängt immer von diversen Faktoren ab. Daher ist es Aufgabe der Politik, diese Faktoren so ...
suziwolf am 19.10.2019 13:17
@Siegfried ...

Sie machen aber jetzt die Idee der BI zum
regelrechten Mischmasch.

• Produktion von Aluminium ...