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Stadtwerke 4.0

Andreas D. Becker 19.04.2019 0 Kommentare

Ein überquellender Mülleimer? Einfach per App melden, wie es Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen vormacht.
Ein überquellender Mülleimer? Einfach per App melden, wie es Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen vormacht. (INGO MÖLLERS)

Es dauert vielleicht fünf Minuten, dann stoppt das kleine Müllmobil der Abfallwirtschaft (ADG) vor dem Bootsanleger an der Graft. Was dann doch überraschend schnell ist, schließlich hat Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen den überquellenden Mülleimer gerade erst gemeldet. Es klappt also alles so vorbildlich, als wäre es inszeniert. Nur: So schnell wird es nicht immer gehen, wenn jemand eine Verschmutzung, eine ausgefallene Straßenlaterne oder eine abgesackte Straße über die neue Stadtwerke-App Swapp meldet. „Aber unser Ziel ist es, Schäden und Störungen so schnell wie möglich zu beheben“, sagt Salmen. Die App ist Teil der Digitalstrategie der Stadtwerkegruppe (SWD).

Wirtschaft 4.0 wird dieser Prozess oft genannt, weil er nichts weniger als eine Revolution darstellt. „Der digitale Wandel verändert die Arbeitswelt und den Markt. Ich denke, es ist ein großes Risiko, sich mit dem Thema nicht zu beschäftigen“, sagt Ralph Bargmann, Leiter der IT-Abteilung der SWD. Dabei geht es zum einen um die internen Prozesse, also Arbeitsabläufe. „Was bei den Mitarbeitern auch Ängste auslöst“, sagt Salmen. Das große Stichwort dabei: Automatisierung. Sprich: Mitarbeiter werden bei gewissen Tätigkeiten von Computern ersetzt. „Das müssen wir aufnehmen und besprechen“, sagt Salmen. Es geht darum, dass alle die Digitalisierung – auch wenn sie unabwendbar ist – als essenzielle Voraussetzung für das Überleben des Unternehmens begreifen.

Der digitale Wandel beginnt innerhalb der Stadtwerke mit so simplen Dingen wie einem technischen Arbeitsmanagement, für das zum Beispiel Kontroll- und Wartungslisten auf Tablets hinterlegt sind, mit denen die Techniker effizienter arbeiten können. Schulungen werden nun über Webinare angeboten, jeder kann sich also am eigenen Rechner weiterbilden. Videokonferenzen ersparen oftmals Dienstreisen. „Was auch wieder unsere Reisetätigkeit einschränkt, wir schonen somit die Umwelt“, sagt Salmen.

Twitter und eine App

Zum anderen geht es bei der Digitalisierung um externe Veränderungen, also um den Kontakt mit Kunden. „Wir haben deswegen auch gefragt, was Kunden unter Digitalisierung verstehen und sich wünschen“, erklärt Salmen. Dabei entstand eine ziemlich lange Liste, die nun nach und nach abgearbeitet wird. Eines der bereits abgeschlossenen Projekte ist der 3D-Rundgang durch die Grafttherme. Ein weiteres: Die Stadtwerke twittern jetzt unter @swgruppe_del. Und es gibt eben die Stadtwerke-App mit dem Störungsmelder, der nicht nur dafür sorgt, dass Probleme schneller als bisher aus der Welt geschafft werden, auch weil die Mitarbeiter gezielter ausrücken können. „Früher haben uns Kunden zum Beispiel gemeldet, dass am Brendelweg eine Laterne defekt ist. Nur: Der ist lang, es war umständlich, die richtige Laterne zu finden.“ Die App sendet den Aufenthaltsort automatisch mit, der Reparaturtrupp findet das gesuchte Objekt sofort. Weitere Features der App: Sie zeigt an, wie viele Stellplätze aktuell im City-Parkhaus frei sind oder welche Apotheke Notdienst hat. Zudem können SWD-Kunden über die App auch auf ihre Daten zugreifen.

Das alles ist nur der Anfang. Nächste Schritte sind bereits in Planung. Intern wird gerade überlegt, ob die SWD auch ein eigenes Instagram-Profil erstellen. Auf jeden Fall wollen sie technisch smarter werden, auch wenn das ein arg überstrapazierter Begriff ist, wie Salmen zugibt. Ein erstes smartes Projekt soll in der Graft entstehen. Die Beleuchtung dort muss eh saniert werden. Dabei geht es nicht nur darum, dass alle Laternen einfach wieder leuchten. „Die neuen Laternen werden in der Grundausleuchtung nur auf 20 Prozent gefahren“, erklärt Salmen. Was natürlich zu dunkel wäre. Aber sie erkennen, wenn jemand kommt und fahren dann auf volle Beleuchtungsstärke. „Sie erkennen auch, wer kommt“, sagt Salmen. Identifizieren die Leuchten also einen Spaziergänger, schalten die kommenden zwei bis drei Lampen auf volle Beleuchtung, bei einem Radler sind es die nächsten vier bis fünf. „Das System erkennt auch, ob jemand rechts oder links abbiegt und reagiert entsprechend.“

Diese schlaue Technologie ist auch sparsam im Verbrauch. Salmen rechnet damit, dass sie gegenüber den sehr alten Laternen in der Graft 95 Prozent des Energiebedarfs einspart – womit sich dann auch absehbar das vergleichsweise höhere Anfangsinvest amortisieren dürfte. Zudem leuchten die neuen Laternen tatsächlich nur den Weg aus, das Licht streut weniger. Was wiederum ein Effekt ist, an den sich Fußgänger wie Radfahrer erst einmal gewöhnen müssen.


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Leserkommentare
suziwolf am 21.10.2019 12:01
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erklärt sich ...
peteris am 21.10.2019 12:00
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Maas: Türkische Offensive nicht mit Völkerrecht im Einklang.

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