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Stadtbücherei Delmenhorst
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Tüfteln im neuen Medienlabor

Esther Nöggerath 10.10.2019 0 Kommentare

Für das neue
Für das neue "Medialab" arbeitet Büchereileiterin Anika Schmidt (rechts) zusammen mit (von links) Eva Kowalzik (Jugendhaus Sachsenstraße), Mario Berger-Naujoks (Fachdienst Jugendarbeit), Kai Ströhmer (Familienzentrum Villa), Katharina Martens (Jugendhaus Wittekindstraße), Bianca Leister (Jugendhaus Casa Blanca) und Elisabeth Kilic (Sachsenstraße). (INGO MöLLERS)

Delmenhorst. Was für kreative Möglichkeiten eigentlich digitale Medien so zu bieten haben, das können Jugendliche künftig in dem neuen Medienlabor „Medialab“ in der Delmenhorster Stadtbücherei erforschen. Bei dem Angebot können junge Menschen unterschiedliche digitale Geräte und Medien ausprobieren, mithilfe von Smartphone oder Tablet selbst Spiele programmieren oder Filme erstellen und schneiden. Auch Roboter können im Medialab getestet werden.

Delmenhorst ist bereits der neunte Standort in Niedersachsen, an dem nun ein solches Medialab eingerichtet wird. Insgesamt 35 gibt es bundesweit, nun soll die Initiative der Stiftung Lesen auf 100 Standorte ausgeweitet werden. Finanziert wird das Ganze aus Mitteln des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis Ende 2022 läuft die Förderung für Delmenhorst nun, in der neben einer Grundausstattung auch eine regelmäßige Veranstaltung enthalten ist.

Einmal wöchentlich, genauer gesagt immer donnerstags um 16 Uhr, erstmals am 24. Oktober, soll das offene Medialab für Jugendliche ab zwölf Jahren in der Stadtbücherei angeboten werden. Auch in den Ferienzeiten. Jeder, der Lust hat, die verschiedenen Geräte und Medien dort auszuprobieren und damit herumzutüfteln, ist willkommen.

In Delmenhorst hat sich die Stadtbücherei für das Projekt auch mit den Jugendhäusern sowie der Stadt zusammengeschlossen. „Wir wollen, dass auf jeden Fall immer auch Jugendliche vor Ort sind“, erklärt Büchereileiterin Anika Schmidt. Die Jugendlichen aus zwei Jugendhäusern werden immer an einem der Termine im Medialab herumwerkeln, einzelne Interessierte können dabei nach Belieben dazustoßen.

Ausprobieren können sich die Teilnehmer dann in den Bereichen Coding (also Programmieren), Gaming und Robotic. An einem der ersten Termine etwa können die Jugendlichen eigene VR-Brillen basteln, die man zusammen mit dem Smartphone nutzen kann, um etwa eine virtuelle Achterbahnfahrt oder einen Wasserfall zu erleben. „Man braucht dafür spezielle Linsen, aber ansonsten nicht viel“, erzählt Schmidt. An einem anderen Termin geht es dann darum, ein eigenes Jump-and-Run-Spiel zu programmieren. „Dabei gibt es immer eine Verknüpfung zwischen digital und analog“, sagt Schmidt. Etwa beim Herstellen der VR-Brillen aus Papier.

Das Projekt soll aber nicht nur das Interesse der Jugendlichen an den digitalen Medien wecken, sondern gleichzeitig auch spielerisch Lese- und Sprachkompetenz schulen. „Wenn man ein Spiel programmiert, ist das auch immer eine Welt, die man kreiert oder erzählt“, sagt Schmidt. Auch das mathematische und räumliche Vorstellungsvermögen würden dadurch geschärft. Und natürlich soll auch die Medienkompetenz bei den Jugendlichen durch das Angebot erhöht werden. „Wir wollen über das Medialab auch mit den Jugendlichen in einen Dialog kommen und über Medienkonsum oder auch Dinge wie Identitätsmissbrauch im Internet sprechen“, erzählt Kai Ströhmer, der das Projekt vom Familienzentrum Villa aus begleitet. Und natürlich soll auch der Umgang mit den digitalen Medien selbst spielerisch vermittelt werden, etwas, was später auch beim Weg ins Berufsleben nützlich sein dürfte.

Die Kreativität steht beim Medialab aber im Vordergrund, in erster Linie sollen sich die Jugendlichen selbst an den Medien ausprobieren und herumtüfteln können. Wer dann irgendwann doch mal nicht weiter weiß, bekommt aber natürlich auch Hilfestellung. Langfristig sollen sich die Teilnehmer aber auch gegenseitig helfen. Auch ein gewisses Verantwortungsgefühl und Gemeinschaftsbewusstsein sollen die Jugendlichen dadurch entwickeln. Außerdem können die Jugendlichen auch als Ehrenamtliche das Angebot mitgestalten und organisieren und bekommen dafür dank des Förderprogramms sogar ein kleines Taschengeld.

Damit auch alle Jugendlichen der Jugendhäuser einen Themenschwerpunkt miterleben können, wird das gleiche Thema mehrere Wochen hintereinander angeboten. So kann dann auch der ein oder andere, der vielleicht einen Termin verpasst hat, an einem anderen Tag einfach dazustoßen. Und natürlich dürfen auch Wiederholungstäter mitmachen, die gerne noch weiter an einem Projekt herumtüfteln möchten.

„Das ist eine ganz tolle Möglichkeit, auch für uns, uns fachlich weiterzubilden“, findet Eva Kowalzik vom Jugendhaus Sachsenstraße. Und Mario Berger-Naujoks vom Fachdienst Jugendarbeit ergänzt: „Gerade bei den Jugendlichen muss man in dieser Schnelllebigkeit heutzutage immer auf der Höhe der Zeit sein.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?