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Wildeshauser Mittelständler investiert
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Warmer Geldregen für FVG

Ilias Subjanto 08.10.2019 0 Kommentare

Eberhard Franz hat Michael Alpers (im Vordergrund, von links) den Bescheid über eine stattliche Subvention überreicht.
Eberhard Franz hat Michael Alpers (im Vordergrund, von links) den Bescheid über eine stattliche Subvention überreicht. (Martina I. Meyer)

Wildeshausen. Im Gewerbegebiet an der Düngstruper Straße geht ein Bauprojekt in den Endspurt. Das mittelständische Unternehmen FVG, das in Wildeshausen Fahrzeuge zum Transport selbstrollender Ladung produziert, lässt hier eine Service- und Montagehalle samt Verwaltungsgebäude errichten. Das Besondere an dem über fünf Millionen Euro teuren Neubau: Ein Fünftel der Gesamtinvestitionssumme steuert das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung bei.

Am Dienstagvormittag hat der Referatsleiter für Wirtschaftsförderung und Unternehmenssanierung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Eberhard Franz, einen Förderbescheid in Höhe von 937 000 Euro an die FVG-Geschäftsführung übergeben. „Dieser Neubau ist eines der größten Projekte, das das Ministerium mitfinanziert“, betont Franz. Insgesamt würde das Land Niedersachsen jährlich 30 Millionen Euro an Wirtschaftsförderung zur Verfügung stellen, so der Referatsleiter.

Bis zu 20 Prozent der Investitionssumme kann eine Firma vom Land als Subvention beantragen. „Eine Förderung von Großunternehmen findet nur in Ausnahmefällen statt, wir wollen schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen unterstützen“, erläutert Franz. In diese Kategorie falle auch der Wildeshauser Fahrzeugbauer, der aktuell 40 Mitarbeiter beschäftigt. An der neuen Produktionsstätte sollen nun mindestens zehn weitere Arbeitskräfte sowie zwei Auszubildende hinzukommen. „Wir überprüfen dann auch die Zahl der Neueinstellungen“, sagt der Referatsleiter. Wenn hier nur zwei neue Arbeitsplätze entstünden, würde die FVG die Förderung wieder verlieren, schließlich stehe bei der Subvention die Schaffung von Jobs im Vordergrund.

Geplant sei die Einstellung neuer Arbeitskräfte auf jeden Fall, erklärt FVG-Geschäftsführer Michael Alpers, die geeigneten Leute zu bekommen, sei allerdings nicht so einfach: „Es ist sehr schwer, Fachkräfte zu finden“, schildert er ein weit verbreitetes Problem. Derzeit sucht die FVG Elektriker der Fachrichtung Nutzfahrzeuge und Metallbauer der Fachrichtung Fahrzeugbau. Auch Auszubildende als Metallbauer, Fahrzeugbauer sowie Industriekaufleute werden benötigt.

Seit nunmehr 25 Jahren stellt das Wildeshauser Unternehmen Sattelauflieger für den Fahrzeugtransport her. Ein Dreivierteljahr nach Baubeginn soll die Endmontage ab November in der neuen Halle mit 3300 Quadratmetern Gesamtfläche, zehn Metern Innenhöhe und acht Toren stattfinden. Die Fahrzeugkonstruktion verbleibt am Standort am Stockenkamp.

Das Ziel sei die Produktion von 200 Einheiten im Jahr, maximal könnten 400 Einheiten gefertigt werden, sagt Alpers. Der Servicebereich soll bereits im Oktober eröffnet werden. Dann gibt es an der Düngstruper Straße nicht nur Service- und Reparaturleistungen, Lastwagenfahrer erhalten im Gebäude sogar die Möglichkeit, ihre Wäsche zu waschen und zu übernachten. „Für Kraftfahrer ist eine Reparatur ihres Fahrzeugs oftmals ein Problem, weil sie dann keinen Ort mehr zum Schlafen haben“, erklärt der Geschäftsführer. Diesem Umstand wolle man mit dem Übernachtungsangebot begegnen.

Für die Bauarbeiter und Handwerker des Neubaus hat Alpers nur lobende Worte übrig. „Die haben eine tolle Leistung hingelegt, das Gebäude wird schneller fertig als geplant“, freut er sich. Gefragt nach seiner Meinung zum Wirtschaftsstandort im Landkreis Oldenburg äußert er sich ebenfalls positiv: „Der Standort Wildeshausen? Top!“ Alpers schätze die guten Kontakte zu Wirtschaft und Politik und die „ideale Infrastruktur“ mit der Nähe zum Bremer Autobahnkreuz.

Die Förderung des Wirtschaftsministeriums sieht der Geschäftsführer als große Aufgabe und Verantwortung, jedoch auch als einen Zuschuss für das Eigenengagement eines mittelständischen Unternehmens. Referatsleiter Eberhard Franz pflichtet ihm bei und ergänzt: „Dieses Projekt würde es ohne die Förderung nicht geben.“


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Leserkommentare
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...
oharena am 23.10.2019 09:04
wen soll man jetzt mehr "lieben" - die Polizei, de Anschläge verhindert hat - oder die "lieben" Terroristen, die keine Anschläge verübt haben?