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Rosenfreibad in Harpstedt
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Zu wenig Fachkräfte zur Badesaison

Jacqueline Schultz 13.05.2019 0 Kommentare

Dünne Personaldecke: Mit Sabrina Schötsel und Uwe Lampe kann Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse (links) derzeit nur mit zwei Fachangestellten für Bäderbetriebe planen.
Dünne Personaldecke: Mit Sabrina Schötsel und Uwe Lampe kann Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse (links) derzeit nur mit zwei Fachangestellten für Bäderbetriebe planen. (Schultz)

„Wir tun das nicht gern, aber die Sicherheit unserer Badegäste geht vor“, sagt Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. Wegen akuten Personalmangels wird das Harpstedter Rosenfreibad am Sonnabend, 18. Mai, mit deutlich eingeschränkten Öffnungszeiten in die diesjährige Badesaison starten. „Trotz mehrmaliger Stellenausschreibungen ist es uns nicht gelungen, alle für die Wasseraufsicht vorgeschriebenen notwendigen Posten zu besetzen“, bedauert Wöbse.

Mit Saisonstart öffnet das Rosenfreibad daher zu folgenden Zeiten: montags und dienstags von 15 bis 20 Uhr (statt von 6.30 Uhr), mittwochs bis freitags von 6.30 bis 9.30 Uhr und von 15 bis 20 Uhr (statt durchgängig) sowie sonnabends, sonn- und feiertags in der Zeit von 10 bis 19 Uhr (statt von 9 Uhr). Von den Einschränkungen betroffen sind damit insbesondere Frühschwimmer, die statt an fünf nur noch an drei Tagen in der Woche ihrem morgendlichen Sport nachgehen können. „Dennoch ergeben sich insgesamt noch 52 Wochenstunden an Öffnungszeit“, rechnet der Bürgermeister vor. Er baut darauf, dass sich Badegäste zeitlich anpassen können und werden.

Um einen regulären Betrieb mit durchgängigen Öffnungszeiten im Rosenfreibad realisieren zu können, wären laut Wöbse vier in Vollzeit beschäftigte Fachkräfte für Bäderbetriebe erforderlich, „allein schon aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die Aufsichtspflicht“. Drei Stellen seien zwar besetzt, aber eine Mitarbeiterin falle aufgrund von Krankheit bis auf Weiteres aus, sodass de facto nur zwei Fachkräfte zuzüglich einer 450-Euro-Kraft zur Verfügung stünden. „Mit dieser dünnen Personaldecke durchgängig zu öffnen, ist nicht zu verantworten“, betont Wöbse. Alternativ sucht die Samtgemeinde bereits nach Rettungsschwimmern, um zumindest in der Hauptsaison, sprich in den Sommerferien, personell aufstocken zu können. „An besucherstarken Tagen brauchen wir drei Aufsichtskräfte“, weiß er aus früheren Jahren.

Auch Anfragen bei Nachbarkommunen blieben erfolglos. „Bassum und Wildeshausen leiden ebenfalls unter Personalmangel“, berichtet Wöbse. „Selbst Ganderkesee, die aufgrund des Freibad-Neubaus eigentlich freie Kapazitäten haben müssten, setzen ihre wenigen Fachkräfte in Hallenbad und Saunahuus ein.“

Mit Hochdruck arbeitet die Gemeindeverwaltung weiter daran, Fachpersonal zu finden. „Ob dies angesichts des angespannten Stellenmarktes gelingt, bleibt abzuwarten“, sagt Wöbse. Ab August habe man zumindest nach langer Zeit wieder eine Auszubildende für den Bäderbetrieb gewinnen können, das helfe aktuell aber nicht weiter. „Sollte es noch gelingen, Personal zu finden, werden wir die Öffnungszeiten wieder ausweiten“, verspricht Wöbse. Das wäre vor allem für die Sommerferienzeit zu erhoffen, in der die höchste Besuchernachfrage besteht.

Gute Nachrichten hat der Bürgermeister indes, was den Zustand des Rosenbades betrifft: „Mit den Vorbereitungen liegen wir gut im Plan. Das Schwimmerbecken hatte nur moderate Fliesenschäden, die zwischenzeitlich behoben sind. Ebenso sind ein paar Dehnungsfugen erneuert worden.“ Akuter Sanierungsbedarf wie in angrenzenden Kommunen bestehe in Harpstedt nicht.

Nach abgeschlossener Endreinigung sind die Becken bereits wieder komplett befüllt. Derzeit wird das Rohwasser noch intensiv umgewälzt und gechlort, damit alle Leitungen und Wasserfilter nach der Winterpause wieder hygienisch einwandfrei sind. Zeitgleich heizen die Mitarbeiter schon ein, um die Wassertemperatur zu erhöhen. „Wenn dann noch das Gesundheitsamt sein Okay gibt, steht der Eröffnung nichts mehr entgegen“, erläutert Wöbse.

Eine Neuheit im Rosenfreibad ist die Spieleburg, die im Bereich der Liegewiesen den kleinen Badegästen ein zusätzliches Terrain zum Toben und Klettern eröffnen soll. Trotz eingeschränkter Öffnungszeiten bleiben die Eintrittspreise bestehen. Im Hinblick auf die ohnehin moderaten und seit Jahren konstanten Preise hofft Wöbse hier auf Verständnis. „Wichtig war uns, die Einschränkungen im Vorfeld zu kommunizieren. So kann jeder selbst entscheiden, ob er unter diesen Bedingungen eine Dauerkarte erwirbt oder nicht.“

Wie bereits im Vorjahr sind Dauerkarten ausschließlich an der Freibadkasse erhältlich. Ein Vorverkauf findet an folgenden Tagen statt: Mittwoch, 15. Mai, von 10 bis 15 Uhr, Donnerstag, 16. Mai, von 15 bis 18 Uhr und Freitag, 17. Mai, von 10 bis 15 Uhr. Personen, die Interesse haben, die Samtgemeinde als Rettungsschwimmer zu unterstützen, können sich unter 0 42 44 / 82 34 melden.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?