Bürgerengagement in Syke Den Dank an zwei Namen festgemacht

Syke. Ein 'Syker des Jahres' wurde nicht gekürt, stattdessen würzte Bürgermeister Harald Behrens den Neujahrsempfang am gestrigen Sonntagmittag im Rathaus der Hachtestadt mit ganz breit gestreutem Dank an alle engagierten Bürger.
17.01.2010, 19:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Renate Schörken

Syke. Ein 'Syker des Jahres' wurde nicht gekürt, stattdessen würzte Bürgermeister Harald Behrens den Neujahrsempfang am gestrigen Sonntagmittag im Rathaus der Hachtestadt mit ganz breit gestreutem Dank an alle engagierten Bürger. Er erinnerte an die Fassungslosigkeit wegen des abgebranntem Feuerwehrgerätehauses, aber auch 'mit Stolz' an die Erfolgserlebnisse, die das abgelaufene Jahr dem Hachestädtchen bescherte.

Eröffnet wurde der Empfang in der gut besuchten Rathaushalle von den kleinen Sternsingern der Syker St.-Paulus-Gemeinde. Musik machten die Flashing Three von der Kreismusikschule des Landkreises Diepholz.

Verbunden hat Behrens seinen Dank dann aber doch ganz speziell mit zwei Namen: Jürgen Nicoley, der sich über Jahre hinweg an der Spitze des geschäftsführenden Vorstandes der Anliegergemeinschaft für den erstmals 1994 erfolgten Ausbau der Hauptstraße eingesetzt hatte, wurde mit einem langstieligen Weinglas beschenkt. Brigitte Nicoley freute sich über einen Blumenstrauß.

Behrens dankte dem Geschäftsmann stellvertretend für den gesamten 'Fünferrat', dem außerdem noch Harald Witt, Reinhardt Steenblock, Lothar Krieghoff und der inzwischen verstorbenen Fritz Ruröde angehörten. 'Die Tätigkeit der Anliegergemeinschaft ist nun mit unserer neu herausgeputzten Hauptstraße beendet', verkündete der Bürgermeister.

Erhalt der alten Scheune

Fleißig gearbeitet wird noch im historischen Gebäudeensemble an der Waldstraße. Dort macht sich seit etlichen Monaten eine tatkräftige und handwerklich beschlagene Rentnertruppe um die Erhaltung der alten Scheune verdient.

Damit auch künftig alle im Boot bleiben, hatte Behrens für 'Vorarbeiter' Johannes Huljus vom Verein Rund ums Syker Rathaus eine Bootsmannpfeife mitgebracht. Für die Helferschar gab es einen Gutschein: Suppe, Getränke, Kaffee und Kuchen sollen neue Kräfte bei den engagierten Bürgern wecken.

Das Jahr 2009 begann für die Syker im Januar gleich mit einem Schock. Wieder einmal stand das Feuerwehrgerätehaus in Flammen. Und erneut fand sich Unterstützung - um über das Provisorium hinweg zu helfen, war der Brandschutz in der Stadt dank der 'fantastischen Arbeit der Ortswehr Syke und der Wehren in den Ortschaften' stets gesichert, so die Worte des Rathauschefs.

Angesichts der 'unerwarteten Schwierigkeiten' beim Wiederaufbau des Gerätehauses versicherte der Bürgermeister den Syker Feuerwehrleuten: 'Rat und Verwaltung stehen durchaus mit Tatkraft an Eurer Seite.' Insgesamt, rechnete Behrens vor, werden und wurden für die Neubeschaffung in modernstem Standard 1,5 Millionen in die Hand genommen, 1,8 Millionen werde der Neubau des Feuerwehrhauses kosten.

Ein von allen Parteien getragenes Ziel in 2009 war der Schuldenabbau. Das gelang so gut (immerhin wurde der einstige Schuldenberg von 34 Millionen Euro um fast genau die Hälfte reduziert), dass die Stadt bei der Erneuerung der Hauptstraße noch einmal Geld in die Hand nehmen konnte: Gerumpeltes Rechteckpflaster und Granit, insgesamt 180000 Steine, schaffen zusammen mit dem neuen Straßenmobiliar sehr zur Freude des Bürgermeisters ein südländisches Flair in der Einkaufsmeile, eine anheimelnde 'Avenue de Syke'.

Nachdem 2009 auch ein Jahr der Jubiläen, des Abschieds und des Willkommens, der fröhlichen Feiern und großer Ausgelassenheit war, die von den Bremer Kirchentagen in die Hachestadt schwappte, dürfen sich die Syker nun auf das nächste große Ereignis in ihrer Stadt freuen: Die Einweihung der neuen Hauptstraße muss schließlich gefeiert werden.

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