Neujahrsempfang Wachendorf

Der erste Schnack

Trotz Wind und Wetter kommen viele Wachendorfer zum Neujahrstreffen am Glockenturm.
04.01.2019, 18:34
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Von Dorit Schlemermeyer
Der erste Schnack

Zahlreiche Wachendorfer ließen es sich nicht nehmen und kamen zum Neujahrsempfang an den Glockenstuhl.

Jonas Kako

Syke-Wachendorf. „Wir haben schon etliche Wetterlagen hier beim Neujahrsempfang erlebt“, blickte Manfred Rinas zurück. Der Vorsitzende des Gemeinschafts- und Bürgervereins Wachendorf weiß wovon er spricht, denn seit vielen Jahren organisiert der Bürgerverein die Veranstaltung, und auch in diesem Jahr war das Wetter mit Sturm und Regen nicht so optimal für eine Außenveranstaltung.

Trotz der ungemütlichen Wetterlage waren viele Wachendorfer gekommen, um beim Einläuten des neuen Jahres dabei zu sein, sich zum Klönen zu treffen und zusammen den einen oder anderen Glühwein zu trinken. Begrüßt wurden sie von Rinas und Ortsbürgermeister Jochen Harries. „Wir konnten einige Projekte umsetzen wie die Beleuchtung für unseren Bücherschrank, die Pflege der Beete und die Erstellung der Dorfchronik. Für das neue Jahr planen wir zusammen mit den anderen Vereinen einen kleinen Anbau am Dorfgemeinschaftshaus, außerdem möchten wir den Wachendorfer Klönnschnack ins Leben rufen“, zog Rinas ein positives Jahresresümé und schaute dabei gleich auf die kommenden zwölf Monate. Dabei warb er für die Mitwirkung im Verein: „Alle sind herzlich willkommen, wir treffen uns etwa zweimal im Monat für zwei, drei Stunden, um in Gemeinschaftsarbeit etwas für unser Dorf zu tun – wie zum Beispiel die Pflege der Beete“.

Mit dem Wachendorfer Klönschnack wolle man noch mehr Leute zusammenbringen. Ihm schloss sich Harries als Ortsbürgermeister an: „Letztes Jahr bin ich auf die Ereignisse eingegangen, dieses Jahr geht es mir um die Menschen, denn ohne das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr und in unseren anderen Vereinen würde unser Dorf nicht so dastehen“, meinte der Wachendorfer und bedankte sich bei allen für ihren Einsatz.

Dann wurde die Glocke geläutet und trotz Sturm und Regen zog es die Menschen nicht in die eigenen vier Wände, sondern sie blieben zum Klönen. „Ich wünsche mir ein gutes, gutes Miteinander“ beantwortete Angelika Seegers die Frage nach ihren ganz persönlichen Wünschen für das Jahr 2019. Für Johann Meyer vom Wachendorfer Rosarium stand im Vordergrund, dass es auf dem Gelände weitergeht. „Wir haben jetzt schon 2500 Rosen dort gesetzt und mit dem Bau des Fachwerkhauses begonnen“, erzählte Meyer. Momentan allerdings stagniere der weitere Aufbau, da es fast unmöglich sei, Handwerker zu bekommen. „Das können ja auch nur welche ausführen, die sich mit historischen Bauten auskennen und das sind nicht mehr viele“, weiß er. Vermutlich werde das Rosarium also erst 2020 den ersten Betrieb im kleineren Umfang beginnen können.

Ortsbürgermeister Harries wünschte sich vor allem, dass sich weiter so viele Bürger für das Dorf engagieren, und dass der Bevölkerungsstand so bleibt oder sich auch noch etwas vergrößert: „Wir möchten gern, dass es bei der Einwohnerzahl von 500 bleibt und vielleicht auch noch neue Menschen dazu kommen." Damit sein Wunsch auch in Erfüllung geht, habe man zehn neue Bauplätze ausgeschrieben. Eine neue Einwohnerin hat sich bereits mit den Wachendorfer Traditionen vertraut gemacht und war schon mal beim Neujahrsempfang dabei: Federika Ruser. „Mein Mann arbeitet jetzt in Syke und bei der Suche nach einer Wohnung sind wir hier in Wachendorf fündig geworden. Hier hat es uns besser gefallen als in Syke, außerdem sind wir total herzlich aufgenommen worden, und mein Mann spielt dieses Jahr schon im Theaterstück mit“, freute sich die junge Frau über ihr neues Leben auf dem Dorf und über die Herzlichkeit der Wachendorfer. Für 2019 habe sie allerdings keine Wünsche und hatte diesen Umstand mit einigen anderen an diesem Nachmittag gemeinsam: „Wir sind sozusagen wunschlos glücklich“, brachte es ein Besucher auf den Punkt.

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