NABU Umweltpyramide bietet in Bremervörde Führungen für die Besichtigung der Kranichschanze an

Der Flug der Kraniche

Bremervörde·Landkreis Osterholz. In den kommenden Wochen beginnt wieder ein alljährliches Schauspiel: Tausende Kraniche durchziehen unsere Region, rasten und tanken Energie für ihren Flug in die Überwinterungsgebiete. Dabei hat sich das Huvenhoopsmoor zu einem besonders attraktiven Beobachtungsort entwickelt.
29.09.2013, 00:00
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Der Flug der Kraniche

Die Schlafplätze der Kraniche dürfen zum Schutz der Tiere nur noch in Gruppenführungen besucht werden.

Hans-Henning Hasselberg

In den kommenden Wochen beginnt wieder ein alljährliches Schauspiel: Tausende Kraniche durchziehen unsere Region, rasten und tanken Energie für ihren Flug in die Überwinterungsgebiete. Dabei hat sich das Huvenhoopsmoor zu einem besonders attraktiven Beobachtungsort entwickelt.

Seit einigen Jahren gibt es bei Glinstedt die Kranichschanze, die Einblick in einen besonders sensiblen Bereich des Naturschutzgebietes gewährt – in den Schlafplatz der Kraniche. Wegen des stark angestiegenen Besucherandrangs wurde einvernehmlich mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Rotenburg (Wümme) eine neue Regelung festgelegt: Vom 1. Oktober bis 30. November ist der Besuch der Kranichschanze von Freitag bis Sonntag ausschließlich geführten Gruppen vorbehalten.

Besuche ohne Begleitung untersagt

Beauftragte des Landkreises werden in dieser sensiblen Zeit die Besucher des Naturschutzgebietes begleiten, ansonsten ist das Aufsuchen der Kranichschanze an diesen Tagen untersagt. Die Begleitungen an den Wochenenden erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der NABU Umweltpyramide in Bremervörde. „Kraniche finden in unseren wieder vernässten Mooren nachts sichere Orte, um dort gemeinschaftlich geschützt vor Feinden wie Füchse oder Wildschweine zu schlafen. Ganz oben auf der Liste der Feinde stehen bei Kranichen allerdings die Menschen“, erklärt Axel Roschen, Leiter der NABU Umweltpyramide.

„Die Kranichschanze befindet sich mitten im Naturschutzgebiet und in einem für die Kraniche empfindlichen Bereich. Dort müssen wir Menschen die Bedürfnisse und Regeln der Kraniche achten und uns deshalb entsprechend verhalten“, so der Biologe weiter. Darüber hinaus bietet die NABU Umweltpyramide auch geführte Wanderungen zur Kranichschanze, sowie Planwagenfahrten zu den Fraßplätzen der Kraniche, entlang der abgeernteten Felder an.

Die Uhrzeiten, Treffpunkte und weitere Informationen gibt es bei der NABU Umweltpyramide unter der Telefonnummer 04761/ 71330 sowie im Internet unter www.kranichbeobachtung.de und www.nabu-umweltpyramide.de.

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