Ausstellung mit Werken von Heide Marie Voigt eröffnet Der Jakobsweg in Bildern

Syke. Ein gelungener Kontrast, an den Wänden farbenstarke Gemälde, in der Mitte des Ausstellungsraums ein gewundenes Papierobjekt mit unendlich vielen Tuschzeichnungen, Gedichten und Texten. So zeigen sich Bilder von Pilgerreisen auf dem Jakobsweg, die die Bremerin Heide Marie Voigt im Obergeschoss des Ackerbürgerhauses des Kreismuseums präsentierte. Zur Eröffnung der Ausstellung "Zu Fuß" am Sonnabendnachmittag begrüßte Hausherr Ralf Vogeding die Besucher und zeigte sich erstaunt über das große, insgesamt 75 Meter lange Leporello. Er verglich es mit dem Lebensweg, der ja auch auf und ab gehe, mit etlichen Kanten und verschwiegenen Ecken.
29.04.2013, 05:00
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Von Dagmar Voss

Syke. Ein gelungener Kontrast, an den Wänden farbenstarke Gemälde, in der Mitte des Ausstellungsraums ein gewundenes Papierobjekt mit unendlich vielen Tuschzeichnungen, Gedichten und Texten. So zeigen sich Bilder von Pilgerreisen auf dem Jakobsweg, die die Bremerin Heide Marie Voigt im Obergeschoss des Ackerbürgerhauses des Kreismuseums präsentierte. Zur Eröffnung der Ausstellung "Zu Fuß" am Sonnabendnachmittag begrüßte Hausherr Ralf Vogeding die Besucher und zeigte sich erstaunt über das große, insgesamt 75 Meter lange Leporello. Er verglich es mit dem Lebensweg, der ja auch auf und ab gehe, mit etlichen Kanten und verschwiegenen Ecken.

In seiner Überleitung zur Laudatorin Christiane Palm-Hoffmeister betonte er die gute Kooperation zweier Kulturinstitutionen Sykes, der Wassermühle und dem Museum. Die Buchautorin, Müllerin und Kulturinitiativen-Vorsitzende Palm-Hoffmeister gab den Besuchern den Tipp, "ganz entspannt und faul, ohne unsere Füße besonders zu strapazieren und ohne einen Rucksack herum zu schleppen, eine vierjährige Pilgerreise nachzuvollziehen." Dabei gilt ihre Mühle als eine der ersten Stationen, bei der sich Pilger wie auch Heide Marie Voigt einen Stempel und eine Übernachtung abholen können. "Wir können Einsamkeit und Begegnung, Freude und Schmerz, Sonnenschein und Gewitter, Städte, Straßen, Wald und Feldwege, Brücken, Autolärm und Blätterrauschen oder Glockenklänge erleben, fühlen, hören ahnen – ohne uns allzu sehr verausgaben zu müssen." Dabei versprach sie tiefe Eindrücke und Glücksmomente, die in dem Projekt des Leporello eingefangen sind.

Sicherlich erlebte manch ein Besucher der Vernissage auch kleine Glücksmomente bei der folgenden Musik-Text-Kollage, die Voigt gemeinsam mit der Querflötistin Uta Fasold zu Gehör brachte. Zwischen den Klängen von "Summer Music" von Richard Blund oder dem "Shoko Kyakke" von Hans Zender rezitierte Voigt aus ihren Tagebüchern. Teilweise sind die Texte auch in ihrem Buch "Im Weg – Dialoge auf dem Jakobsweg von Bremen nach Köln" nachzulesen.

Zu den schwebend-leichten Klängen der Flöte konnten sich die Vernissagebesucher mit einem intensiven Blick auf die Acrylbilder nach Metz, Dijon oder Conques, nach Montreal-du-Gers oder Orisson versetzen lassen.

Der Leporello mit seinen vier Teilen und 75 Metern zeugt von Pilgerstrecken über 3500 Kilometer quer durch Europa, von Le Puy bis Roncevalles, von Bremen bis Köln, von Köln bis Taizé und von dort bis Pamplona. Zum Bedauern einiger Ausstellungsgäste sind die Bilder unverkäuflich.

Die Ausstellung "Zu Fuß" ist noch bis zum 22. Mai im Kreismuseum zu sehen, immer zu den Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, sonnabends von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr.

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