Vorstand legt Zahlen für das erste Halbjahr 2012 vor / Der positive Trend setzt sich fort Der Volksbank geht es gut

Der Vorstand der Volksbank Osterholz-Scharmbeck legte jetzt die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 vor. Die Zahlen belegen: Der Volksbank geht es gut – das Geldinstitut ist von der Bankenkrise verschont.
11.08.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Michael Thurm

Der Vorstand der Volksbank Osterholz-Scharmbeck legte jetzt die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 vor. Die Zahlen belegen: Der Volksbank geht es gut – das Geldinstitut ist von der Bankenkrise verschont.

Osterholz-Scharmbeck. Ganz Europa zittert vor der Banken- und Eurokrise. Ganz Europa? Nein, in einer Kleinstadt in der norddeutschen Tiefebene gibt es noch ein verlässliches Geldinstitut – die Volksbank Osterholz-Scharmbeck. Die Führungsetage der Bank mit Wilfried Guttmann an der Spitze legte jetzt die Geschäftsentwicklung für das erste Halbjahr 2012. Ein Ergebnis, dass Kunden und Mitglieder der Volksbank erfreuen dürften – von Bankenkrise keine Spur.

Georg Langer sprach von einer erfolgreichen Entwicklung. "Der positive Trend setzt sich fort", betonte der Vorstandssprecher. In Zahlen liest sich diese positive Entwicklung so: Die Bilanzsumme betrug zum 30. Juni 2012 1058,9 Millionen Euro und bleibt damit nahezu unverändert auf dem hohen Niveau des vergangenen Jahres von 1064,1 Millionen. Das gesamte Kundenanlagevolumen – inklusive der Geldanlagen der Verbundpartner der Volksbank betrug Stand Juni 1126,8 Millionen Euro. Es liegt damit um 6,3 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Dies ist ein Minus von 0.6 Prozent. Das leichte Minus erklärt die Volksbankspitze mit den Aktivitäten der Großanleger im investiven Bereich. Als Beispiel nannte Vorstandssprecher Georg Langer die Meyerhoff-Aktivitäten am Hördorfer Weg.

Trotz Banken- und Eurokrise ist bei den Deutschen der Sparstrumpf immer noch beliebt. Das registriert auch der Vorstand der Volksbank mit Wohlwollen. So ist die Wachstumsrate der Spareinlagen der Privatkunden im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent gestiegen. In nackten Zahlen ausgedrückt: In diesem Segment können die Kassierer der Volksbank ein Wachstum von 14,3 Millionen Euro auf mittlerweile 409,1 Millionen Euro verzeichnen. Natürlich wird der Notgroschen nicht unbedingt in das traditionelle Sparbuch gesteckt, gefragt sind trotz der geringen Zinsgewinne Anlagen. Auch das Kreditgeschäft hat sich in den ersten sechs Monaten positiv entwickelt. Das Gesamtkreditvolumen ist um 25,6 Millionen Euro auf 952,9 Millionen Euro erhöht worden. Die Steigerungsrate beträgt 2,8 Prozent.

Doch nicht nur der Privatmann braucht ab und an frisches Geld, auch die Firmen. Auch in diesem Segment verzeichnet die Volksbank ein Wachstum von 3,9 Prozent. Dies ist in absoluten Zahlen ein Zuwachs von 15,9 Millionen Euro auf 426,2 Millionen Mark.

Von einer "außerordentlichen Entwicklung" sprach Vorstandssprecher Georg Langer im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung. Die Kredite wuchsen in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um 8,9 Millionen Euro auf 376,1 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 2,4 Prozent. Die Zahlen spiegeln sicherlich zum einen die allgegenwärtige Unsicherheit der Menschen wider. Viele flüchten aus Angst um den Euro in Immobilien, zumal die Bauzinsen sich in einem fast historisch zu nennenden Tief befinden. Aktuell liegt der effektive Zinssatz bei einer zehnjährigen Verzinsung bei etwa 2,7 Prozent. "Ein unvorstellbarer Wert", kommentierte Vorstandsmitglied Wilfried Guttmann diese Zahl. Guttman betonte in diesem Zusammenhang die gute Ertragsituation der Volksbank, doch an der Zinsentwicklung aufgrund der Finanzlage im Euroraum käme eben auch die Volksbank nicht vorbei.

Stolz auf TÜV-Gütesiegel

Ein Erfolgsgarant der herausragenden Entwicklung im Baufinanzsektor sehen die Volksbank-Bosse allerdings auch in der eigenen Kompetenz. Nicht ohne Stolz wies Georg Langer auf die TüV-geprüfte Baufinanzierung hin. Die Volksbank sei das einzige Kreditinstitut in der Region, dass vom TÜV Saarland erneut für ein Jahr das streng limitierte Prüfsiegel erhalten habe. Offenbar beschäftigt die Volksbank nicht nur qualifizierte Baufinanzierer, sondern auch gute Versicherungsvertreter. Bei Sachversicherungen schloss die Volksbank mit Verbundpartner R+V über 3550 Vertrage mit einer Prämiensumme 663500 Euro vermitteln. Im Bereich der Lebensversicherungen schloss die Volksbank bei einem Beitragsvolumen von über 8,1 Millionen Euro 589 neue Verträge ab.

Die vorgelegten Zahlen stimmen die Führungsriege für das weitere Geschäftsjahr positiv. So rechne man mit einem Jahresüberschuss von 1,8 Millionen Euro, sagte Georg Langer. Einen positiven Ausblick hielt auch Wilfried Guttmann. Der "regionale Blick" in die Zukunft mache Mut. Die Auftragslage der hiesigen Industrieunternehmen sei sehr stabil, meinte er. Und Jan Mackenberg betonte: "Wir müssen den Kunden die Sicherheit der regionalen Bank erklären." in der Hoffnung, dass die Bankenkrise auch weiterhin vor Osterholz-Scharmbeck halt macht.

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