B 212: Neuer Verlauf zwischen Harmenhausen und Bremen steht

Detailplanung kann beginnen

UND HANNELORE JOHANNESDOTTER
15.12.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Georg Jauken

UND HANNELORE JOHANNESDOTTER

Lemwerder. Die Trassenplanung für die B 212 neu zwischen Harmenhausen und der Autobahn 281 ist abgeschlossen. Damit ist der Weg frei für eine Detailplanung des 14 Kilometer langen Straßenabschnitts bis zur Bremer Landesgrenze. Bei der mehrfach angekündigten und immer wieder verschobenen Planung der Trasse hätten neben Verkehrs- insbesondere auch Umweltaspekte eine Rolle gespielt, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums.

Für die Detailplanung sowie für eine Ortsumfahrung in Delmenhorst, wo durch die Verlegung der B 212 erheblich mehr Verkehr befürchtet wird, sei jetzt das Land Niedersachsen zuständig. Während sich der Landtagsabgeordnete Björn Thümler (CDU) zufrieden zeigte, dass die Planung noch vor Weihnachten abgeschlossen werden konnte, kritisiert der Naturschutzbund Nabu beide Straßenprojekte als überflüssig. "Es besteht keine Notwendigkeit, diese beiden Straßen zu bauen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Nabu-Ortsgruppen Delmenhorst, Ganderkesee und Stedingen. Durch den Verzicht auf die beiden Straßen könnten eine weitere Versiegelung und Zerschneidung der Landschaft vermieden und die Lebensräume von Fledermäusen und Wiesenvögel geschont werden. Mit dem eingesparten Geld sollte nach Meinung der Nabu-Ortsgruppen das vorhandene Straßennetz saniert werden. Das Ministerium sieht die B 212 neu dagegen als wichtige Verbindung der Häfen Brake und Nordenham an das Güterverkehrszentrum und den Flughafen in Bremen sowie an das Fernstraßennetz. Auch würden "die Ortschaften entlang der Landesstraße 875 deutlich entlastet", wie der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, sagte. So erhoffen Anlieger in Altenesch und Bardewisch von der neuen Bundesstraße vor allem weniger Durchgangsverkehr in den Ortschaften.

Weil der Bau des neuen B-212-Abschnitts mit dem Übergabepunkt Stromer Landstraße dem Gebiet der Stadt Delmenhorst mehr Verkehr bescheren wird, hat das Bundesverkehrsministerium das Land Niedersachsen mit Planungen für eine Umfahrung von Delmenhorst beauftragt.

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