Die Krone des 350 Jahre alten Baumes wurde gestern stark gestutzt / Aktion soll für Entlastung sorgen

Die alte Philippi-Eiche bleibt der Stadt erhalten

Osterholz-Scharmbeck. Die 350 Jahre alte Philippi-Eiche an der Kreuzung Osterholzer Straße/Bördestraße hat noch einmal eine Gnadenfrist erhalten: Anders als befürchtet, ist der stark in Schräglage geratene Baum gestern nicht komplett gefällt worden. Um die Baumkrone zu entlasten, wurden aber etliche dicke und schwere Äste herausgesägt. Die Fachleute hoffen, dass sich damit das Leben der alten Eiche noch um einige Jahre verlängert.
24.03.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Lutz Rode

Osterholz-Scharmbeck. Die 350 Jahre alte Philippi-Eiche an der Kreuzung Osterholzer Straße/Bördestraße hat noch einmal eine Gnadenfrist erhalten: Anders als befürchtet, ist der stark in Schräglage geratene Baum gestern nicht komplett gefällt worden. Um die Baumkrone zu entlasten, wurden aber etliche dicke und schwere Äste herausgesägt. Die Fachleute hoffen, dass sich damit das Leben der alten Eiche noch um einige Jahre verlängert.

Der Herr über die Kettensäge war gestern Uwe Tonn von der Kreisstraßenmeisterei, der von Landschaftstechniker Klaus Laumann begleitet wurde. Mit einem Hubsteiger machte sich Tonn ab den Vormittagsstunden daran, die Krone kräftig zu stutzen - noch einmal, muss man sagen, denn am Naturdenkmal ist in den vergangenen 25 Jahren immer wieder herumgesägt worden, um es zu erhalten.

Dass an der erneuten Sägeaktion kein Weg mehr vorbei führte, machte Baumfachmann Herbert Springer von der Unteren Naturschutzbehörde deutlich. Der Stamm ist im unteren Bereich stark ausgehöhlt und das Kernholz ist zerfressen. "Man darf sich nicht davon täuschen lassen, dass der Baum jedes Jahr wieder ausschlägt und ein dichtes Blattwerk hat", erklärte Springer. Das Risiko, dass die dicke Eiche neben dem Volksbank-Gebäude auf die Straße kippen könnte, war einfach zu groß. Auch die Möglichkeit, die Eiche abzustützen, wurde geprüft und letztlich wieder verworfen. Um die Last halten zu können, müsste eine solche Stütze mitten auf der Bördestraße stehen, erklärte Springer.

Dass die Philippi-Eiche doch noch stehen bleiben konnte, freut vor allem Nachbarin Ilse Schröder. Sie ist im heutigen Volksbank-Gebäude aufgewachsen und verbindet mit der alten Eiche viele Erinnerungen.

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