Gudrun Klomburg und Uwe Schweers wollen stellvertretende Bürgermeister werden / Hofmann tritt wieder an Die Kandidaten stehen fest

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr wird ab der kommenden Woche wohl drei stellvertretende Bürgermeister haben. Für die CDU wird der jetzige Ratsvorsitzende Uwe Schweers kandidieren. Aus den Reihen der SPD bewirbt sich Gudrun Klomburg. Dritte im Bunde ist die jetzige stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann (CDU), die eine Wiederwahl anstrebt. Die Entscheidung fällt auf der konstituierenden Ratssitzung am Mittwoch, 2. November.
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Die Kandidaten stehen fest
Von Claudia Ihmels

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr wird ab der kommenden Woche wohl drei stellvertretende Bürgermeister haben. Für die CDU wird der jetzige Ratsvorsitzende Uwe Schweers kandidieren. Aus den Reihen der SPD bewirbt sich Gudrun Klomburg. Dritte im Bunde ist die jetzige stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann (CDU), die eine Wiederwahl anstrebt. Die Entscheidung fällt auf der konstituierenden Ratssitzung am Mittwoch, 2. November.

Die Wahl aller drei Kandidaten kann jedoch schon jetzt als so gut wie sicher gelten. "Es gab Besprechungen über die Fraktionen hinweg", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Schröder auf Nachfrage des WESER-KURIER.

Bislang hatte die Gemeinde Stuhr mit Doris Karin Hofmann und Wilfried Huntemann (SPD) zwei stellvertretende Bürgermeister. Huntemann hat jedoch nicht erneut für den Rat kandidiert und ist am Mittwochabend verabschiedet worden (siehe Bericht oben auf dieser Seite). Die Fraktionvorsitzenden von CDU, SPD, Grünen und FDP hatten schon vor Kurzem laut über einen dritten stellvertretenden Bürgermeister nachgedacht (wir berichteten). Hauptargument: die immer zahlreicher werdenden Aufgaben.

Anders bei der Besser-Fraktion: Dort ist man sich noch nicht sicher, ob man für einen dritten stellvertretenden Bürgermeister stimmen wird. Der Fraktionsvorsitzende Gerd-Wilhelm Bode will erst wissen, wie viel der zusätzliche ehrenamtliche Posten die Gemeinde kosten würde. Dazu hat er gerade eine Anfrage bei der Verwaltung laufen, aber noch keine Antwort bekommen. "Wenn es aus der Portokasse bezahlt werden kann", könne er sich schon vorstellen, dafür zu stimmen - gehen die Kosten pro Jahr in die Tausende, dagegen nicht. "Menschlich habe ich aber gegen alle drei Kandidaten nichts", betont Bode. Sollte Besser aber als einzige Fraktion gegen einen dritten Stellvertreter stimmen oder sich enthalten, würde das das Vorhaben der anderen vier Fraktionen nicht gefährden. Besser ist mit zwei Sitzen im neuen Rat vertreten und damit deutlich in der Minderheit.

Die ebenfalls zweiköpfige FDP-Fraktion hat sich laut Aussage ihres Vorsitzenden Jürgen Timm noch nicht wieder näher mit dem Thema beschäftigt. Timm sieht aber dennoch keinen Grund, warum seine Fraktion gegen einen dritten Stellvertreter oder einen Kandidaten stimmen sollte.

Die Grünen sind im neuen Rat mit sechs Sitzen vertreten, einen eigenen Kandidaten schicken sie aber dennoch nicht ins Rennen. "Wir finden das auch bedauerlich, aber wir haben einfach niemanden, der in Frage kommt", sagt die Fraktionsvorsitzende Kristine Helmerichs. Das liege vor allem an der noch recht jungen Fraktion, in der fast alle voll berufstätig sind. Nur eine neue Ratsfrau hätte man vorschlagen können, doch da fehle einfach die Erfahrung. Mit den drei Kandidaten von CDU und SPD kann Helmerichs aber gut leben. "Wir haben eine gute Wahl getroffen", sagt sie.

Susanne Cohrs, Fraktionsvorsitzende der SPD, ist mit allen drei Kandidaten einverstanden. Über Doris Karin Hofmann, die seit 2001 stellvertretende Bürgermeisterin ist, sagt sie: "Sie macht das mit Leib und Seele." Und bei den Neulingen Gudrun Klomburg und Uwe Schweers ist sie sich sicher, dass beide das Amt überparteilich ausüben werden. Und natürlich habe die SPD-Kandidatin Klomburg auch die notwendige Kompetenz.

Auch Frank Schröder ist sich sicher, dass seine Fraktion mit Uwe Schweers "einen guten Griff" gemacht hat. "Er ist ein Sympathieträger und es war auch sein Herzenswunsch", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende. Das bestätigt auch Schweers selbst. "Das war schon immer ein Ziel", sagt er. Der 58-Jährige aus Stuhrbaum freut sich, dass er gefragt wurde, ob er für das Amt kandidieren möchte. Schweers ist seit acht Jahren Mitglied im Stuhrer Gemeinderat. In der nun auslaufenden Legislaturperiode war er Ratsvorsitzender. Für diese Funktion werde nun Sabine Sparkuhl (CDU) kandidieren. Uwe Schweers ist als Arbeitsvermittler für das Jobcenter tätig. Er lebt in Stuhrbaum, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Das Ratsmandat ist nicht sein einziges Ehrenamt. Er engagiert sich außerdem als Vorsitzender der Stuhrer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Gudrun Klomburg wurde 2006 zum ersten Mal in den Stuhrer Rat gewählt. Die 51-jährige SPD-Politikerin aus Brinkum kann aber schon 20 Jahre Elternarbeit vorweisen, darunter auch sechs Jahre als Elternratsvorsitzende der Kooperativen Gesamtschule Brinkum. "Daher kann ich ganz realistisch einschätzen, was auf mich zukommt", sagt sie. Reden halten und repräsentieren, das sei ihr dadurch alles nicht fremd. Die Hausfrau hat sich ebenfalls geehrt gefühlt, dass sie gefragt wurde, ob sie kandidieren will. "Mir ist es wichtig, dass die Person von allen getragen wird", betont sie. Gudrun Klomburg ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Die konstituierende Sitzung des neuen Rates der Gemeinde Stuhr beginnt am Mittwoch, 2. November, um 18 Uhr im Stuhrer Rathaus, Blockener Straße 6. Die Sitzung ist öffentlich. Neben der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister und der oder des Ratsvorsitzenden wird es auch um die Bildung der Ausschüsse gehen. Der neue Rat muss außerdem gleich darüber abstimmen, ob der Antrag auf Umwandlung der Grundschulen in Ganztagsschulen an die Landesschulbehörde abgeschickt werden soll.

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