Volkshochschule Lilienthal

Die Neue heißt Veronika Völker

Veronika Völker heißt die neue Vize-Chefin der Volkshochschule Lilienthal, Grasberg, Ritterhude, Worpswede. Die Bremerin ist Nachfolgerin von Ihno Schild, der zur VHS nach Osterholz-Scharmbeck wechselt.
30.03.2020, 11:47
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Die Neue heißt Veronika Völker
Von Silke Looden
Die Neue heißt Veronika Völker
Ihno Schild mit seiner Nachfolgerin Veronika Völker VHS Lilienthal.

Carmen Jaspersen

Veronika Völker ist die neue Vize-Chefin der Volkshochschule Lilienthal, Grasberg, Ritterhude, Worpswede. Die 44-Jährige aus Bremen tritt im April die Nachfolge von Ihno Schild an. Der 48-Jährige Bremer war zehn Jahre lang der stellvertretende Leiter der kommunalen Bildungseinrichtung im Kulturzentrum Murkens Hof in Lilienthal. Schild wechselt zur Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck, Hambergen, Schwanewede. Dort hat er in der Vergangenheit bereits vertretungsweise Leitungsaufgaben des erkrankten Chefs Manfred Wichmann-Böschen übernommen. Schild wird als dessen Nachfolger gehandelt.

Veronika Völker hat zuletzt 16 Jahre lang bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) im Regionalbüro Oldenburg gearbeitet. Sie kennt sich also mit der Erwachsenenbildung aus, aber sie brauchte, wie sie selbst sagt, eine berufliche Veränderung. „Ich wollte noch einmal etwas anderes machen und da hat mir Lilienthal besonders gut gefallen“, sagt sie im Gespräch mit der Wümme-Zeitung. Zum einen hat ihr das Betriebsklima im zehnköpfigen Team der Volkshochschule zugesagt, zum anderen aber auch die Atmosphäre im altehrwürdigen VHS-Gebäude an der Klosterstraße, sowie auch der Ort selbst. „Lilienthal ist ein schöner Ort zum Arbeiten“, findet Veronika Völker.

Ihre Spezialgebiete sind Deutsch als Zweitsprache für Menschen, die in Deutschland eine zweite Heimat finden, und die Integration. Genau diese Qualifikationen sind auch in den Deutschkursen für Migranten in Lilienthal gefragt. Ihr Steckenpferd ist die Medienbildung und Medienerziehung. „Da sind insbesondere Seniorinnen und Senioren, aber auch Erzieherinnen und Erzieher und natürlich auch Eltern unsere Zielgruppe“, erklärt sie. Auch generationsübergreifende Angebote hält sie für sinnvoll, um den Umgang mit den neuen Medien zu trainieren. Das können Smartphone- oder Tabletschulungen sein, aber genauso auch Bildungsangebote zum Umgang mit den sozialen Medien.

Studiert hat die Neue Kunst und Medienwissenschaften auf Magister sowie Pädagogik. Das sei eine gute Grundlage für die Arbeit in der Erwachsenenbildung, findet sie. Offenbar hat sie die VHS in Lilienthal von ihren Fähigkeiten überzeugt, denn sie wurde aus 45 Bewerbungen ausgewählt, acht Personen kamen in die engere Auswahl, vier hospitierten bei VHS und nur eine konnte am Ende die Stelle bekommen. Neue Ideen für die VHS will Völker noch nicht verraten, bevor sie diese nicht mit der VHS-Leiterin und Kulturamtsleiterin Martina Michelsen abgesprochen hat.

Jetzt gehe es erst einmal darum, die VHS durch die Corona-Krise zu führen. Erst danach könne man darüber reden, wie der Laden wieder hochgefahren werde, dämpft Ihno Schild zu hohe Erwartungen. Schild blickt auf ereignisreiche Jahre bei der VHS in Lilienthal zurück. So hat ihn die Flüchtlingswelle ab 2015 nachhaltig beeindruckt. „Wir hatten in der Hochphase 16 Sprachkurse mit 250 Leuten hier im Haus. Das war schon eine besondere Herausforderung. Eine spannende Zeit“, erzählt er. In den zehn Jahren, die er nun in Lilienthal arbeite, sei ihm die VHS ans Herz gewachsen. Die Loyalität der Dozentinnen und Dozenten sei beeindruckend. „Das findet man in einer großen Bildungseinrichtung in der Stadt nicht“, betont er. Eine besondere Verbundenheit hat er auch zum Repair-Café, das er vor ein paar Jahren mit ins Leben gerufen hat.

Ihno Schild ist ein Familienmensch. Die berufliche Karriere habe ihn weniger interessiert. Er sei auch nicht unbedingt auf den Leitungsposten in Osterholz-Scharmbeck aus gewesen. Vielmehr habe es sich nun so ergeben. Vier Stunden die Woche habe er Manfred Wichmann-Böschen bislang vertreten. „Irgendwann bin ich gefragt worden, ob ich die Leitung nicht perspektivisch übernehmen kann“, erzählt er offen. Er hat zugesagt. Der Wechsel bedeutet für Ihno Schild nicht nur einen weiteren Weg zur Arbeit. Vor allem ändert sich die inhaltliche Ausrichtung. Bislang war der Diplom-Pädagoge der Mann für die Programmbereiche Sprachen, Arbeit und Beruf, EDV und Integration.

In Osterholz-Scharmbeck wird Ihno Schild mehr organisatorische Aufgaben und vor allem Verantwortung übernehmen. Das schreckt ihn jedoch nicht. Schließlich, so verrät er, sei er bereits Geschäftsführer einer Sprachschule in Bremen gewesen. Außerdem sei die VHS in Osterholz-Scharmbeck etwas anders ausgerichtet. Dort liege der Schwerpunkt auf der Inklusion von Menschen mit Handicap. Das zeige sich schon im Programmheft, das es eben auch in leichter Sprache gibt. Grundsätzlich, so Schild, verdienten die Volkshochschulen ihr Geld aber vor allem mit Sprachkursen und Gesundheitskursen. „Alles andere ist Image“, meint der künftige Chef der VHS Osterholz-Scharmbeck, Hambergen, Schwanewede.

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