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Pläne für das Schlachthof-Gelände
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30-Millionen-Investition in Aumund

Volker kölling 13.06.2018 1 Kommentar

Projektentwickler Olaf Mosel hat für das Grundstück weit gediehene Pläne, ärgert sich aber über das Zentrenkonzept.
Projektentwickler Olaf Mosel hat für das Grundstück weit gediehene Pläne, ärgert sich aber über das Zentrenkonzept. (Volker Kölling)

Aumund. Die Aumunder werden Augen machen: Wo jetzt noch die Hallen des alten Schlachthofs zwischen Meinert-Löffler-Straße und den Gleisen am Aumunder Bahnhof stehen, soll eventuell schon ab dem kommenden Jahr ein Ensemble von drei dreigeschossigen Gebäuden entstehen: die beiden Häuser zur Straße mit Läden, Büros, Praxen und kleinen Wohnungen. Im hinteren zum Teich gewandten Gebäude will Olaf Mosel von M-Projekt, wie berichtet, für das Unternehmen „Convivo“ eine Seniorenwohnanlage bauen.

An diesem Donnerstagabend wird der entsprechende Bebauungsplan 1569 im Vegesacker Beirat behandelt. Im Wirtschaftsausschuss des Stadtteilparlamentes war das Projekt vor einigen Wochen schon einmal kurz Thema, als es um das Zentrenkonzept des Bremer Senats ging. Weil das auch in Vegesack gilt, kann Investor Olaf Mosel keinen Drogeriemarkt der Rossmann-Kette im – von der Straße gesehen – linken Gebäude des Trios unterbringen. Vor dem Problem steht er heute immer noch: „Der Senat hatte lange eine Novellierung dieses Konzeptes angekündigt. Aber ich befürchte, das wird noch bis nach der Wahl auf sich warten lassen“, sagt Olaf Mosel. Jetzt spricht er von Alternativen wie einem Bäcker, einem Schlachter, einer Apotheke und dergleichen.

Dabei hatte sogar Edeka-Markt-Chef Frank Damerow Mosel als direkter Nachbar gesagt, dass er einen Rossmann-Markt als gutes Zusatzsortiment in der Nähe begrüßen würde, so Olaf Mosel. Trotz solcher Argumente ist er aber im Bauressort nicht weitergekommen: „Man fürchtet offiziell die Kannibalisierung der Vegesacker Innenstadt, obwohl es dort außer dem winzigen Netto gar keinen Discounter gibt.“ Rund um den Aumunder Bahnhof gibt es sie schon und sie haben dort Fakten jenseits irgendwelcher Konzepte geschaffen: Lidl und Aldi sind vor dem Zentrenkonzept aufgetaucht. Andererseits darf der Rewe-Markt heute nicht einmal auf seinem angestammten Grundstück neu gebaut werden.

Jedenfalls will Olaf Mosel mit der 30-Millionen-Investition nicht mehr warten. Zur Straße hin wird die Laden- und Bürozeile sechzig bis siebzig Parkplätze bieten, die Seniorenwohnanlage bekommt eine Tiefgarage. Es muss Platz sein auch für die Menschen, die hier arbeiten. Olaf Mosel: „Das ist ja jetzt als Gewerbegebiet ausgezeichnet, hatte aber am Ende aber nur noch ein paar Leihschlachter aufzubieten, wenn man die Arbeitsplätze gezählt hat.“ Bald werde hier ein Vielfaches an Menschen eine Arbeit finden, sagt Olaf Mosel.

Wenn es nach ihm ginge, könnten auf den 10 000 Quadratmetern schon Anfang 2019 die Abrissbagger anrollen. Die Altlastengutachter haben demnach auf dem Grund nichts Verdächtiges entdeckt. Der Großteil der Fläche sei über die Jahrzehnte ohnehin versiegelt gewesen, weiß der lokale Projektentwickler. Vier Wochen veranschlagt er für den Abriss, dann startet das eigentliche Projekt, für das sein Team bis jetzt noch keinen griffigen Namen gefunden hat.

Der steht hingegen für die Grundstücke hinter dieser Ecke inklusive der Flächen am alten Aumunder Angelteich schon fest: Teichquartier. Olaf Mosel: „Das werden wir in einem unserer nächsten Schritte entwickeln. Und dann planen wir auch die Aufwertung des großen Teichs direkt an der neuen Seniorenwohnanlage zu einer Art Stadtteilpark.“ Tatsächlich ahnt man momentan von den Straßenachsen her gar nicht, wie grün es in der Gegend eigentlich ist – und wie viel Wasserfläche Aumund hier ziemlich versteckt zu bieten hat.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...