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Mit plattem Reifen aber glücklich im Ziel

Alexander Bösch 07.07.2014 0 Kommentare

Löhnhorst Start zum Iron Löhni Trianthlon
Am Sonntagmorgen waren Textilien am FKK-See am Habichthorster Weg erlaubt. Unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer machten sich die 68 Teilnehmer des „Iron Löhni“ in Badehose, Schwimm- oder Neoprenanzug auf den zwei Runden langen ersten Teil ihres sportlichen Dreikampfs. ABÖ· (Christian Kosak)

Anja Bahr hat einen Platten. Der Wettkampf scheint für sie beendet. Doch reichen ihr Helfer nacheinander ein Holland- und ein Herrenrad. „Jetzt bin ich fast die letzte“, schnauft Anja Bahr, „aber ich habe durchgezogen.“ Die Triathletin ist stolz auf sich – und glücklich über das Publikum. „Toll wie hilfsbereit alle sind.“

Anja Bahr ist eine von insgesamt 68 Athleten, die am Sonntag bei der sechsten Auflage des „Iron Löhni“ am Start waren. Unter ihnen 23 Einzelkämpfer und 23 Teams, innerhalb derer jeweils ein Sportler wahlweise zum Schwimmen, Radfahren oder Laufen auserkoren wurde.

Vor sechs Jahren hatten die Sonntagsfahrer des SV Löhnhorst – eine Truppe sonntäglich radelnder Mountainbiker – die Idee, dem berühmten Wettbewerb aus Hawaii, dem Iron Man, ein würdiges norddeutsches Pendant an die Seite zu stellen. Schnell avancierte der „Iron Löhni“ unter dem Motto „Dabeisein ist alles“ zu einer der beliebtesten Veranstaltungen des SV Löhnhorst.

Die „Iron Löhni“-Aspiranten, die am örtlichen FKK-See die erste Etappe absolvieren, starten in Neoprenanzügen oder Einteilern. Zwei Runden sind zu schwimmen, an einer Boje vorbei und durch eine Wasserrutsche hindurch. „Hauptsache, wir kommen irgendwie ans Ziel“, scherzt Brigitte Keller aus Meyenburg. Die 56-Jährige ist erfahren in Sachen Triathlon: „Ich war schon in St. Peter Ording und am Silbersee bei Stuhr dabei.“

Peter Schupp tritt nicht einzeln, sondern mit zwei Freunden im Team an: „Ich bin fürs Radfahren zuständig und hab’ die Strecke vorher erkundet“, erzählt er. Sobald ein „Teamplayer“ seine Schwimmdistanz bewältigt hat, klatscht er den jeweiligen Kollegen ab. Der schwingt sich umgehend aufs Rad und muss eine 21 Kilometer lange Strecke bewältigen. Die Einzelkämpfer müssen selber ran. Deshalb tragen sie ihr Shirt für die nächste Etappe bereits unter dem Badeanzug.

Geschickt in die Sportschuhe geschlüpft, den Fahrradhelm aufgesetzt und schon geht es weiter. „Umziehen ist wie eine vierte Disziplin, da kann man viel Zeit verlieren“, weiß Hartmut Henke, der in Nürnberg bereits eine Variante des knüppelharten Iron Man absolvierte, und die Wettkampfstrecke in Löhnhorst zweimal als Sieger verlassen hat. In diesem Jahr ihn zwingt eine Schulterprellung zum Zuschauen.

Fahrtwind trocknet die Shirts der Radler, während sie unter anfeuernden Rufen ihre Kilometer abstrampeln. Streckenposten sorgen für die Orientierung und verhindern, dass Teilnehmer unerlaubte Abkürzungen nehmen. Am Sportplatz angekommen heißt es dann noch einmal: Energie sammeln für die letzte Disziplin, die fünf Kilometer lange Laufstrecke.

Das Löhnhorster Organisationsteam kann mit moderner Technik aufwarten. Stoppuhr beispielsweise war gestern: „Die Schüler meiner Technik-AG haben Transponderchips gebastelt“, erzählt Mitorganisator und Physiklehrer Matthias Wachtendorf. Über eine Art Decoder gezogen, können mittels der von den Athleten mitgeführten Chips die jeweiligen Zwischenzeiten minutiös festgehalten werden.

Eine Stunde, 20 Minuten und 12 Sekunden brauchte Steffen Wagner fürs Schwimmen, Radeln und Laufen. Er siegte damit im Einzelwettkampf. Den Wanderpokal für die Teams durfte das aus dem zwölfjährigen Schwimmer Thore, Freundin Paulina und Onkel Olf bestehende „Team Kijewski“ mit nach Hause nehmen. Die drei Athleten waren zwei Minuten schneller als der Einzelsieger

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Leserkommentare
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
europaweit jetzt ...
suziwolf am 21.10.2019 12:01
Warum dieser einfache Hinweis
auf www.spiegel.de
[ ,auf Erweiterung der Information‘ ]
mit „👎“ bewertet wird,
erklärt sich ...