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Beirat beschließt Taubenschlag

Michael Brandt 17.09.2019 1 Kommentar

Über Tauben wird in letzter Zeit in Vegesack ausführlich diskutiert.
Über Tauben wird in letzter Zeit in Vegesack ausführlich diskutiert. (Marijan Murat)

Im Streit um die Frage, wie mit den Stadttauben in Vegesack umgegangen werden soll, ist der Beirat jetzt einen Schritt weitergekommen. Einstimmig fordert der Beirat die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau auf, einen geeigneten Platz für einen betreuten Taubenschlag in der Nähe des Bahnhofs zu suchen und das Vorhaben dann umzusetzen. Mit Tierschützern soll über die Versorgung der Tauben gesprochen werden, um eine dauerhafte Betreuung des Taubenschlags zu gewährleisten. Mit Mehrheit spricht sich der Beirat allerdings auch dafür aus, das unkontrollierte Füttern von Tauben in der Fußgängerzone zu verbieten. Darum soll sich das Innenressort kümmern.

Die Diskussion war durch einen Bericht unserer Zeitung über einen Nordbremer angestoßen worden, der regelmäßig Stadttauben am Vegesacker Bahnhof füttert. Der Mann hatte auf die elenden Lebensumstände der Tiere hingewiesen. Fraktionssprecherin Ulrike Baltrusch-Rampf (CDU) hatte daraufhin einen Antrag vorgelegt mit dem Ziel, die Population mithilfe eines Taubenschlags zu kontrollieren. Diesen Weg sind bereits andere Städte gegangen. Als Referenz wird auch im CDU-Antrag Augsburg genannt. Ulrike Baltrusch-Rampf schreibt: „Die früher üblichen Methoden des strikten Fütterungsverbots, des Anbringens von Abwehrvorrichtungen und des Tötens der Tiere“ würden weder ihr Ziel erreichen, noch seien sie mit dem Tierschutz vereinbar. „Eine Neuorientierung im Verhältnis zwischen Menschen und Stadttauben ist daher dringend geboten.“

Gordon Wirth (FDP) legte dazu eine Ergänzung vor. „Es sind verschiedene Akteure im Stadtteil unterwegs, die unabhängig voneinander Stadttauben füttern.“ Bisher fehle eine rechtliche Handhabe, gegen sie vorzugehen. Deshalb hat der Beirat nun mit Mehrheit auch beschlossen: Das Füttern von Tauben abseits des Taubenschlags soll künftig verboten und als Ordnungswidrigkeit behandelt werden. Gewünscht wird, dass der Innensenator Taubenfütterer mit einem „erheblichen Bußgeld“ bestraft. Die SPD allerdings wollte diesem Ansinnen nicht folgen, sie lehnte die FDP-Ergänzung ab.

Auch Ingo Schiphorst, Anlieger in der Fußgängerzone, hatte einen eigenen Antrag formuliert und darin den Wunsch nach einem Fütterungsverbot geäußert. „Viele Städte haben die Fütterung von Stadttauben als zentralen Punkt einer Strategie zur Reduzierung der Taubenpopulation bereits verboten“, heißt es darin. Schiphorst zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass er zwar zur Beiratssitzung eingeladen worden ist, um seine Argumente vorzutragen, er letztlich aber keine Gelegenheit erhielt, sich an der Aussprache zu beteiligen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...