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Baustelle in Vegesack
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Freizeitbad kostet mehr als 20 Millionen

Michael Brandt 23.04.2019 3 Kommentare

Das Freibad kann nicht genutzt werden.
Das Freibad kann nicht genutzt werden. (Christian Kosak)

„Deutlich über 20 Millionen Euro.“ Diese Summe nennt Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) als voraussichtlichen Sanierungsaufwand des Freizeitbads in Vegesack.

Wobei in den Unterlagen dazu die Zahl 23 Millionen auftaucht. Allein die Planungskosten, das ist am Dienstag während der Sitzung des Senats besprochen worden, liegen bei rund 800 000 Euro. Die Regierung hat die Sportsenatorin formal beauftragt, die Planungen bis zur Entscheidungsreife voranzutreiben. Ein Zeitrahmen für die Sanierung und den teilweisen Neubauten wird in der Mitteilung dazu nicht genannt.

Es wird jährlich teurer

Wie berichtet, hat der Beirat in seiner Sitzung Anfang April die Regierung aufgefordert, die Planungsmittel für den Teilneubau bereitzustellen. Dieser Betrag wird nun, so hieß es am Dienstag, bei einem anderen Bad-Großprojekt abgezwackt: Weil der Bau des Westbads neu geplant werden muss, gibt es dort Verzögerungen und eben Geld, das ursprünglich 2019 und 2020 eingeplant war. Es wird dort aber noch nicht benötigt und stattdessen für die Vegesacker Planungen eingesetzt. Der Vegesacker Beirat hatte ebenfalls gefordert, die Kosten für das Gesamtprojekt am Fährgrund in den Doppelhaushalt 2020/2021 einzustellen.

Dabei wird das Vorhaben praktisch jährlich teurer. Zuletzt lagen die Preissteigerungen im Bau bedingt durch den Boom bei über vier Prozent pro Jahr. Intern sind die Behörden verpflichtet, eine Kostensteigerung von 3,5 Prozent einzuplanen.

„Das Fritz-Piaskowski-Bad in Vegesack ist eine der zentralen Freizeiteinrichtungen für Familien im Bremer Norden“, sagt Senatorin Anja Stahmann in einer Presseerklärung. „Es kann keine Diskussion darüber geben, ob es saniert wird. Wir wollen es jetzt zukunftsfähig machen und dabei bedarfsgerecht weiterentwickeln.“ Sie sagt weiter: „Das Hallenbad stammt in wesentlichen Teilen aus dem Jahr 1963, ist also 55 Jahre alt. Für ein Bad aus dieser Zeit hat es sich lange gehalten.“ Die Bremer Bäder gäben die typische Nutzungsdauer dieser Bäder mit 30 bis 40 Jahren an. „Es hat die Erwartungen damit schon deutlich überschritten.“

Beton stark angegriffen

Haben die Behörden und die Bädergesellschaft also schon vor 15 Jahren die Augen vor dem drohenden Problem verschlossen? Behördensprecher David Lukaßen weist dies zurück. Es habe nach der Jahrtausendwende Begehungen gegeben. „Damals war die Einschätzung, dass das Bad noch stabiler ist. Der Beton ist heute stärker angegriffen als erwartet.“ Grundsätzlich betont Lukaßen, dass das Freizeitbad immer instand gehalten worden sei. „Wo der Handlungsbedarf dringend war, ist man es angegangen. Aber wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem man damit nicht weiterkommt.“

Gebäudeteile, die in den vergangenen Jahren saniert worden sind, könnten nach jetzigem Stand der Erkenntnisse auch bei der grundlegenden Neuplanung erhalten bleiben, betonte die Senatorin. Dazu gehören das Lehrschwimmbecken aus dem Jahr 2018, die energetisch sanierte Fassade von 2016 sowie Dachsanierungen aus den Jahren 2018 und 2019. Die Bauarbeiten sollen zudem möglichst so abgewickelt werden, dass der Betrieb des Bades zumindest in Teilen aufrecht erhalten bleiben kann. „Für die Bremer Bäder GmbH bedeutet das zusätzlichen Aufwand, aber soweit es technisch möglich ist, nimmt sie das in Kauf“, wird Stahmann zitiert. Mit der Sanierung soll zudem erstmals die Barrierefreiheit des Bades hergestellt werden.

Zwei Varianten

Geplant wird nun in zwei Varianten, die sich allein in der Lage des Außenbeckens unterscheiden. Bei der ersten Version gibt es ein 350 Quadratmeter großes Freibadbecken. Bei der zweiten Version ist das Becken kleiner, dafür aber an das Gebäude angebunden, beheizt und dadurch das gesamte Jahr über für die Schwimmer nutzbar.

Das Freibad war 2018 aufgrund der massiven Schäden zur Freiluftsaison nicht wieder geöffnet worden. Dies wird zumindest in diesem Jahr so bleiben, in den Sommermonaten müssen die Schwimmer auf das Blumenthaler Freibad ausweichen oder den Sportparksee beziehungsweise das Sommerbad in Grambke ansteuern.


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Leserkommentare
adagiobarber am 21.10.2019 18:36
viele kleine gelungene schritte ...

in eine verdiente, sichere zukunft.

glückwunsch.

manch' heimischer hat ...
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...