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Weihnachten im Schuhkarton
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Für Kinder in Osteuropa

Sylvia Wörmke 06.10.2019 0 Kommentare

Andrea und Ehemann Burkhard Orlovsky stapeln in jedem Jahr Mengen von Geschenkpaketen für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton in ihrem Haus. Im vergangenen Jahr waren es 940.
Andrea und Ehemann Burkhard Orlovsky stapeln in jedem Jahr Mengen von Geschenkpaketen für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton in ihrem Haus. Im vergangenen Jahr waren es 940. (Christian Kosak)

Bremen-Nord. 940 Kartons auf sieben Paletten hat Andrea Orlovsky im vergangenen Jahre auf die Reise zu bedürftigen Kindern und Familien nach Osteuropa geschickt. Die ehrenamtliche Koordinatorin für die Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in dieser Region geht jetzt davon aus, dass sie nach mehr als 20 Jahren entspannter bis zum Abgabetermin am 15. November agieren kann. Nach wie vor wird sie die Pakete aus den Annahmestellen in Bremen-Nord, Schwanewede oder Ritterhude annehmen und nach Berlin weiterleiten. Diesmal gibt es aber Änderungen zur Erleichterung, die auch Menschen betreffen, die in jedem Jahr Schuhkartons mit Geschenken bestücken, damit bedürftigen Kindern zu Weihnachten eine Freude gemacht wird. 

Bisher war es immer so, dass Andrea Orlovsky ihr Haus als Sammelstätte für die christliche Hilfsorganisation „Geschenke der Hoffnung“ von Oktober bis zum 15. November zur Verfügung gestellt hat. Die Pakete, die in Geschäften oder bei Einzelpersonen, in Ortsämtern oder weiteren Annahmestellen in der Region abgegeben wurden, landeten allesamt bei ihr.

Mit einem Team von Unterstützern hat die St. Magnuserin dann alle Schuhkartons kontrolliert. Bekanntlich dürfen keine gebrauchten Teddys, Puppen oder Kleidungsstücke eingepackt werden. Es gibt noch weitere Vorgaben, bedingt durch strenge Zollvorschriften, die unter www. weihnachten-im-Schuhkarton.org nachzulesen sind. Wenn etwas fehlte – wie zum Beispiel Mützen, Schals oder Schulartikel – legte sie es dazu. Zudem hat sie auch die Besucher der Tagesstätte Nord seit Jahren an ihrer Seite. Sie häkeln, nähen, basteln und stricken das ganze Jahr über für den guten Zweck. Diese Gaben wurden ebenfalls in die Kartons gelegt.

Daran ändert sich nichts, auch die Sammelstelle bleibt. Es gibt aber die neue Regelung, dass jeder Geschenkpakete sammeln kann. Wer sich hat registrieren lassen, kann die Pakete von einem Dienstleister abholen lassen. Das gilt auch für die Annahmestellen. Die Geschäfte, zum Beispiel aber auch eine Schulklasse oder eine Kita können nun selbstständig vorgehen, wenn sie möchten. Sie müssen sich zunächst registrieren, dann sammeln, anrufen, und die Kartons schließlich abholen lassen. Sie können es aber auch wie bisher machen.

Andrea Orlovsky kann sich vorstellen, dass aus dieser neuen Regelung kreative Veranstaltungen folgen, wenn zum Beispiel Freunde eine Packparty veranstalten. Alle Kartons gehen zur Weihnachtswerkstatt der Hilfsorganisation nach Berlin. Dort erfolgt die Kontrolle, Endabnahme und von dort gehen die Päckchen zu den Empfängern. Laut Andrea Orlovsky liegt der Fokus wieder auf Osteuropa. Genaue Informationen, wie das System funktioniert, sind ebenfalls unter der Internetadresse zu finden, zudem Anregungen für Events.

Für die hiesige Koordinatorin bedeutet die neue Regelung mehr Platz. Sie kann auch zwischendurch die Kartons abholen lassen, muss ihr Auto nicht aus der Garage entfernen, kann andere Räume in ihrem Haus nutzen, die sonst immer bis zum Abholtag vollgestellt waren. „Ich finde, das ist eine super Idee und erspart viel Arbeit.“

Andrea Orlovsky wird aber weiterhin das machen, was sie bisher immer in den Wochen bis zur Abgabe der Pakete gemacht hat. Das heißt: Sie wird in der Tagesstätte Nord, in Seniorenheimen oder Kitas über die Aktion informieren, Filme über die Ausgabe der Geschenke zeigen oder davon berichten, was sie erlebt hat, als sie Transporte begleitet oder sich in Weißrussland die Lebensbedingungen angeschaut hat.

Bei diesen Terminen wird sie auch auf den neuen Namen der christlichen Hilfsorganisation "Geschenke der Hoffnung" aufmerksam machen: Samaritan's Purse. Der Namenswechsel erfolgte im Frühjahr dieses Jahres. "Bislang war 'Geschenke der Hoffnung' vor allem durch die Geschenkaktion Weihnachten im Schuhkarton bekannt. Mit dem neuen Namen betonen wir die Verbindung zum internationalen Netzwerk von Samaritan’s Purse stärker“, erklärt Vorstand Sylke Busenbender. Schon immer habe man im Rahmen von „Weihnachten im Schuhkarton“ eng mit der weltweit tätigen Organisation zusammengearbeitet. Neben Deutschland und den USA gebe es Standorte in Australien, Großbritannien und Kanada. Die Hilfsorganisation engagiere sich in mehr als 20 Ländern für Opfer von Krieg, Armut, bei Naturkatastrophen, Krankheit oder Hungersnöten.

Weihnachten im Schuhkarton sei ein Projekt unter vielen. Der Name bleibt. Und ebenso die Wünsche, wie ein Paket bestückt werden sollte: mit Spielzeug, Hygieneartikeln wie Zahnbürste, Duschgel, Shampoo, Süßigkeiten, Schulmaterial wie Stifte, Hefte, Federtasche, Kleidung und Accessoires wie Haarspangen oder Haarbändern. Es sollte auch vermerkt werden, ob das Paket für ein Mädchen oder einen Jungen gedacht ist, sowie das Alter des Kindes. Wer möchte, kann noch 10 Euro pro Paket für die Transportkosten spenden.

Zur Sache

Annahmestellen

Hier können Kartons abgegeben werden: Buchhandlung Seitenweise & Lotsenkinder, Hindenburgstraße 9-11; Reformhaus Ratjen, Hindenburgstraße 35; Rotdorn-Apotheke, Rotdornallee 55, Schuhhaus Flügger, Hindenburgstraße 27, Schwan-Apotheke Vegesack, Reeder-Bischoff-Straße 28; Tagesstätte Nord, Kirchheide 23, Thalia Buchhandlung, Gerhard-Rohlfs-Straße 21; Birgit Zonneveld, Kosmetik und Fußpflege, Reeder-Bischoff-Straße 16; E-Center Schwinning, Weserstraße 17; Filmpalast, Am Markt 54, Schwanewede; MediLoft, Berliner Straße 2, Ritterhude.


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Leserkommentare
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...