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Gottesdienste mit Licht und Lachen

Albrecht-Joachim Bahr 20.04.2019 0 Kommentare

Als Symbol für die Auferstehung Christi wird die Osterkerze angezündet. Dieses Ritual ist Teil der Gottesdienste an Ostern.
Als Symbol für die Auferstehung Christi wird die Osterkerze angezündet. Dieses Ritual ist Teil der Gottesdienste an Ostern. (Felix Kästle)

Bremen-Nord/Schwanewede. An Ostern wird in den Kirchen an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Dabei geht es vielen Pastoren darum, die Gemeindemitglieder zur Reflexion anzuregen und sich damit zu beschäftigen, was die Geschichte mit dem eigenen Alltag zu tun haben könnte. Wir haben Pastoren nach dem Inhalt ihrer Predigt gefragt. 

Pastorin Christina Riegert, 1985 in Bad Gandersheim geboren, ist seit sechs Jahren Pastorin der St.-Johannes-Gemeinde, Ostlandstraße 36, in Schwanewede. Sie gestaltet den Familiengottesdienst am Ostermontag um 10 Uhr im Gemeindehaus. Der Chor Cantamus singt. Danach können Kinder Ostereier suchen.

„Eine Nachricht läuft um die Welt“ lautet das Thema der Predigt, die Pastorin Christina Riegert halten wird. „Ostern ist ewig lange her“, sagt sie, „und ganz weit weg. Es hat ganz klein angefangen, aber die Osterbotschaft hat eine Strahlkraft, die sich über die Welt verbreitet hat und inzwischen jeden Winkel erreicht – bis nach Schwanewede“. Und die Botschaft sei ganz einfach: Gott schenkt Leben und nach dem Tod die Auferstehung. Ein Geschenk also auch für Menschen in hoffnungsloser Situation, möglicherweise schwer krank, dass sie wieder Hoffnung schöpfen. „Aber Ostern zeigt sich auch im Kleinen, in all den Blumen und Blüten die jetzt im Frühjahr kommen.“ Und statt Ostereier würde sie am liebsten Kräutersamen verschenken, „damit dann überall zum Beispiel Kresse sprießt“. Die Osterbotschaft könnte uns heute im Alltag einen positiveren Blick auf die Dinge geben, meint die Pastorin. Dass man sich zum Beispiel bei aller unterschiedlicher Meinung – auch in der Politik – erst einmal frage: Was wollen wir und wie kommen wir gemeinsam zu einer einvernehmlichen Lösung?

Dittmar Schütt, geboren 1963 in Moers am Niederrhein, war zuvor in Bad Kreuznach und Trier tätig. Er ist seit fünf Jahren Pastor der evangelisch-reformierte Gemeinde Rönnebeck-Farge, Farger Straße 19. Er gestaltet am Ostersonntag ab 5.30 Uhr die Osternacht in der Friedhofskapelle mit Gottesdienst und anschließendem Osterfrühstück.

Für Pastor Dittmar Schütt steht zu Ostern die Auferstehung im Mittelpunkt, denn „Ostern weist uns auf eine Perspektive jenseits unseres Lebens hin, eine Perspektive die nach dem Tod auf uns wartet“. Und so könne er ganz gelassen mit seiner Sterblichkeit umgehen. „Ostern befreit mich von dem Zwang zur Selbstoptimierung, befreit mich davon, dass ich mir von meiner Smart-Watch aufzwingen lasse, wie viele Schritte ich noch gehen muss, damit ich dann womöglich noch ein paar Jahre länger leben werde. Welch ein Irrglaube.“ Für den Pastor steht fest, dass Ostern zum Leben befreit, weil man damit leben kann und darf, dass man sterben wird. Ostern, ist er überzeugt, predigt der Welt: Die Antwort auf den Tod heißt Leben. Allerdings sieht er auch, dass „die Energie und Kraft und die Freiheit, die der Osterglaube für das Leben im Hier und Jetzt entfalten kann, wenn man sich auf den Glauben an Jesu Auferstehung einlässt, völlig in Vergessenheit geraten ist“. Darum erinnert Pastor Schütt an das Wort Jesu „Ich lebe und ihr sollt auch leben“, hier und jetzt und auch nach dem Tod. „Was für eine Botschaft!“.

Ulrike Bänsch (46), ist seit 16 Jahren Pastorin der reformierten Kirchengemeinde Aumund. Sie gestaltet am Ostersonntag mit ihrer Kollegin Sina-Maria Wichmann von der lutherischen Christophorus-Gemeinde Aumund/Fähr um 10 Uhr den Familiengottesdienst in der Kirche in der Pezelstraße 27/29. Vor dem Gottesdienst bietet die Gemeinde ab 8.30 Uhr ein Osterfrühstück an, nach dem Gottesdienst können die Kinder Ostereier suchen.

„Ostern ist für mich ein durch und durch fröhliches Fest“, sagt Bänsch. Und so soll es auch im Familiengottesdienst fröhlich zugehen. Kinder aus einem Ostermusikprojekt, das Ulrike Bänsch mit Kirchenmusikerin Margaretha Bischoff in der Karwoche geleitet hat, singen Osterlieder. „In der Kirche stellen sie außerdem mit kleinen Bastelarbeiten fünf Stationen des Osterweges dar.“ Die Predigt greift nach den Worten von Bänsch den Faden auf und stellt die Frage: Was haben die Stationen des Osterweges mit unserem Leben heute zu tun? „Jesus ahnt im Garten Gethsemane, dass ein schwerer Weg vor ihm liegt. Er ist bereit, ihn zu gehen. Was würde uns in schweren Momenten des Lebens Kraft geben?“, nennt Bänsch ein Beispiel. „Für mich hat die Osterbotschaft eine lebensbejahende Kraft. Sie macht deutlich: Auch aus Dunkelheit und Verzweiflung kann neues Leben hervorgehen, wir können gegen die Mächte des Todes Widerstand leisten. Auferstehung ist auch im Leben möglich, wenn wir darauf vertrauen, dass es eine Kraft gibt, die uns hilft.“ Die Osterbotschaft gebe Hoffnung und mache Mut.

Ute Schmidt-Theilmann (61) ist seit 26 Jahren Pastorin in der St.-Martini-Gemeinde Lesum und hat dort vor Jahren die Osternacht mit Abendmahl eingeführt, die sie auch in diesem Jahr gestaltet. Die Gemeinde trifft sich um 5.30 Uhr zum Gottesdienst in der Kirche, Hindenburgstraße 30. Nach dem Gottesdienst lädt die Gemeinde zu einem Osterfrühstück.

In ihrer Predigt geht es der Pastorin um die „Sehnsucht nach Leben“. Sie thematisiert die Suche von Maria nach Jesus, von der das Osterevangelium erzählt, und sie fragt, ob dies auch ein Sinnbild sein könnte. „Was suchen Sie? Was suchst du? Wonach sehnst du dich? Warum bist du heute Morgen in aller Frühe hierhergekommen?“ Im Mittelalter gab es die Tradition des Osterlachens. Die Osterfreude der Auferstehung wurde mit Anekdoten und Witzen gewürzt. Zwei Witze beinhaltet auch die Predigt von Ute Schmidt-Theilmann und sie erläutert, dass das österliche Lachen eine Vorwegnahme der Erlösung sei und ein Hoffnungszeichen dafür, dass der Tod nicht das letzte Wort behalten wird. In die zunächst dunkle Kirche wird später das Osterlicht getragen. Die große Osterkerze wird am Feuer entzündet, das vor der Kirche brennt, und die Gottesdienstbesucher können ihre kleinen Kerzen anzünden, bevor das Lied „Der Herr ist auferstanden“ erklingt.


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Leserkommentare
IhrenNamen am 21.10.2019 11:00
Wirrer Kommentar... kurz zusammengefasst, Konventionelle Landwirte sind also " rückwärtsgewand", die Städter "aufgeklärt" glauben zwar das Kühe Lila ...
adagiobarber am 21.10.2019 10:54
unser bundesaussenminister scheint sich nicht zu trauen, ...

den zerstörungszug der türkischen armee als das zu bezeichnen, was es ist: ...