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Beiratswahl 2019
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Große Veränderungen in Grambke

Julia Ladebeck 25.03.2019 1 Kommentar

Die Pläne für einen Berufsschul-Campus in Blumenthal haben auch Auswirkungen auf das Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße.
Die Pläne für einen Berufsschul-Campus in Blumenthal haben auch Auswirkungen auf das Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße. (Christian Kosak)

Burglesum. Am 26. Mai wählen die Bremer auch ihre Kommunalparlamente neu. Die neue Amtszeit bedeutet für die Beiräte nicht automatisch auch neue Themen. In vielen Fällen werden die Ortspolitiker sich mit Projekten, Vorhaben und Problemen beschäftigen, die schon seit Jahren diskutiert werden. Es kommen jedoch auch neue Herausforderungen auf die Beiratsmitglieder zu. DIE NORDDEUTSCHE gibt einen Ausblick auf die Themen der Zukunft. Heute geht es um den Beirat Burglesum.

Die Pläne des Bildungsressorts für einen Berufsschulcampus auf dem BWK-Gelände in Blumenthal haben auch Auswirkungen auf den Ortsamtsbereich Burglesum. Zum Schuljahr 2022/23 soll das Berufsschulzentrum für 3000 Schüler an den Start gehen. Der Plan ist, auf dem Blumenthaler Campus nach und nach die berufsbildenden Schulen aus Bremen-Nord zusammenzuführen. Zwei Schulen in Burglesum sind von den Plänen betroffen: das Schulzentrum Bördestraße und das Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße.

„Die Schule an der Bördestraße wird dadurch eine größere Platzkapazität bekommen“, blickt Beiratssprecher Martin Hornhues (CDU) voraus. Große Konsequenzen wird der Umzug der Berufsschulen seinen Worten nach für Grambke haben. „Die Bildungssenatorin hat bereits erklärt, dass die Schule an der Alwin-Lonke-Straße perspektivisch nicht mehr benötigt wird.“ Aufgabe des künftigen Beirats sei es, sich rechtzeitig mit der künftigen Nutzung des Schulgrundstücks auseinanderzusetzen.

In diesem Zusammenhang wird es um die Entwicklung des gesamten Quartiers gehen, sagt Hornhues. Zum einen spielt dabei – ebenso wie in Marßel und im Wohnquartier „Auf dem Halm“ – die Förderung durch das Programm „Wohnen in Nachbarschaften“ (Win) eine Rolle. Für das Alwin-Lonke-Quartier war die Win-Förderung bereits Ende 2014 eingestellt worden. Zum anderen rückt das Thema Verkehr und Anbindung in den Fokus. „Mit dem Verkehrsentwicklungsplan ist bereits beschlossen worden, dass es zwei zusätzliche Bahnhöfe geben soll, darunter einen zwischen Burg und Oslebshausen“, erinnert Hornhues.

Der Beiratssprecher hofft außerdem, dass das neue Kommunalparlament erlebt, wie etwas umgesetzt wird, auf das die Bürger in Grambke schon seit Jahren warten: den Lückenschluss in der Lärmschutzwand an der Bahnstrecke in Höhe Grönlandstraße. Immer wieder hatte sich der Beirat für mehr Ruhe im Alwin-Lonke-Quartier eingesetzt und die Bürger in ihren Forderungen unterstützt. Zuletzt hatte sich eine Lösung abgezeichnet, Geld stand zur Verfügung. Zu klären waren noch einige Details, darunter die Frage, wer die Unterhaltung des Lärmschutzwand-Abschnitts übernimmt.

Wenn es um die Zukunft der Schule Alwin-Lonke-Straße geht, rückt voraussichtlich auch die dortige Sporthalle wieder in den Fokus. Und mit den anderen Sportstätten in Burglesum wird sich das künftige Stadtteilparlament ebenfalls befassen müssen. Die Hallen an der Grundschule St. Magnus und an der Oberschule Helsinkistraße sind sanierungsbedürftig; bisher steht lediglich Geld für die Planung der Arbeiten zur Verfügung. An der Grundschule Grambke, so die Forderung des jetzigen Beirats, soll eine ganz neue Halle entstehen.

Auch an der Oberschule Lesum stehen Veränderungen an. Schon mehrfach haben sich die Politiker des Beirats mit den Plänen des Bildungsressorts für die Schule beschäftigt. Aus dem Standort Heisterbusch soll eine Ganztagsgrundschule werden. Für den Standort Am Steinkamp ist eine Sanierung vorgesehen. Auch der neue Beirat wird sich mit der Entwicklung der Schulstandorte befassen und vor allem einen Blick darauf haben, ob eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung der neuen Grundschule geschaffen wird, damit die stetig wachsende Zahl an Grundschülern im Ortsteil Lesum aufgefangen werden kann. „Die Grundschule Am Mönchshof platzt aus allen Nähten“, macht Hornhues deutlich. Der jetzige Beirat sei skeptisch, „ob zeitlich alles passt“.

Neben der Schulentwicklung werden die künftigen Beiratsmitglieder auch die Themen Kita-Ausbau und Betreuung von Grundschülern in Ganztagsschulen und in Horten begleiten. Zwar ist es inzwischen beschlossene Sache, dass alle Grundschulen in Bremen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden. Bis es in St. Magnus so weit ist, könnten jedoch noch Jahre vergehen, befürchtet Martin Hornhues. Die Versorgung mit Hortplätzen werde daher weiterhin eine Rolle spielen.

Angestoßen hat das Kommunalparlament bereits eine Diskussion über die künftige Nutzung des ehemaligen Ortsamtes an der Hindenburgstraße in Lesum. Noch in dieser Wahlperiode will der Beirat – ausgehend von Ideen, die im Zuge einer Bürgerbeteiligung gesammelt worden sind – einen Auftrag an Immobilien Bremen formulieren. Damit soll verhindert werden, dass das Gebäude noch länger leer steht. Die Zukunft des historischen Hauses wird auch der neue Beirat im Blick behalten.

Die künftige Verwendung des Areals „Am Rastplatz“, auf dem sich derzeit ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge befindet, wird ebenfalls verstärkt in den Fokus des neuen Beirats rücken. Die Baugenehmigung für das Wohnheim, das Anfang 2018 seinen Betrieb aufgenommen hatte und auf einer Gewerbefläche errichtet wurde, gilt für fünf Jahre. Der jetzige Beirat hatte in einem Maßnahmenkatalog zum Bremen-Nord-Konzept des Senats bereits für ein zentrumsnahes Wohngebiet „Am Rastplatz“ anstelle des Gewerbegebiets plädiert.

Nach Einschätzung von Ortsamtsleiter Florian Boehlke wird der nächste Burglesumer Beirat außerdem mit dem zunehmenden Verkehr auf der A 270 und daraus resultierend höherem Verkehrslärm befasst sein. Und auch die Folgen der Teilsperrung der Autobahnbrücke über die Lesum werden die Ortspolitiker weiterhin beschäftigen, so Boehlke. Die Entwicklung des Industrieparks, die Absicherung der Jugendfreizeitheime und der Einsatz für einen zusätzlichen Kontaktpolizisten für den Ortsamtsbereich sind weitere Themen, die auf der Beirats-Agenda stehen.


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