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Zwangsversteigerung am Amtsgericht
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Hannoveraner kaufen Luxusvilla

Friedrich-Wilhelm Armbrust 17.05.2019 1 Kommentar

Die Villa ist von einem Hannoveraner Unternehmen ersteigert worden.
Die Villa ist von einem Hannoveraner Unternehmen ersteigert worden. (Kosak)

Für 1,525 Millionen Euro geht eine Leuchtenburger Luxusvilla, ein „exklusives Villenanwesen mit Parkanlage“ wie es im Makler-Exposé beschrieben war, an die Banko- und Immobilien GmbH aus Hannover. Wobei erst am Mittwoch, 29. Mai, endgültig entschieden wird, ob das Unternehmen tatsächlich den Zuschlag erhält. Bis dahin haben die Gläubiger noch Zeit, um zum Beispiel die Liquidität der GmbH zu überprüfen.

Am Freitagvormittag stand im Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck im Saal 23 der Termin für die Zwangsversteigerung der Villa an der Leuchtenburger Straße 50 an (wir berichteten). Jacqueline Siewert war als Rechtspflegerin zuständig. Es gab noch einen weiteren ernsthaften Interessenten. Auch die Nordsee Bau GmbH aus Bremerhaven interessierte sich für das Anwesen und bot mit. Zuerst hatte der Vertreter der Banko Immobilien GmbH um Punkt 10.47 Uhr ein Gebot in Höhe von 750.000 Euro auf den Tisch gelegt. Ein zweites Gebot von 760 000 Euro kam hinterher. Nach vorgeschriebenen 31 Minuten verfolgten die Besucher im gut gefüllten Saal dann einen Schlagabtausch zwischen den Vertretern der beiden Gesellschaften. Mit einem Gebot von 1,5 Millionen Euro ging es weiter. Der Bieter aus Bremerhaven strich allerdings die Segel, als der Hannoveraner sein Gebot auf 1,525 Millionen Euro erhöhte.

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Bietzeit überschritten

Der Vertreter des Bauunternehmens aus der Seestadt wollte zwar noch bei den Verantwortlichen der Nordsee Bau GmbH anrufen, um unter Umständen weiter im Rennen bleiben und das von den Hannoveranern vorgelegte Meistgebot von 1,525 Millionen Euro noch überbieten zu können. Das war aber laut den Regeln wegen der bereits überschrittenen gesetzlichen Bietzeit nicht mehr möglich.

Die Villa zwischen Leuchtenburg und Schönebeck war in dem Makler-Exposé für 1,5 Millionen im Internet angeboten worden. Einen Käufer fand sie wie berichtet nicht. Deshalb ging es in Zwangsversteigerung. Im Vorwege hatte es schon zwei Versteigerungstermine gegeben: am 27. Juli 2016 und am 16. Januar 2019. Der Termin im Jahr war gescheitert, weil die zuständige Bank eine Einstellung des Verfahrens beantragt hatte. Im zweiten Fall in diesem Jahre war kein Gebot abgegeben worden.

Auch das Vollstreckungsgericht hatte einen sogenannten Verkehrswert für Grundstück und Gebäude von 1,5 Millionen Euro festgesetzt. Grundlage war ein Sachverständigen-Gutachten im Auftrag des Gerichtes.

Vor Beginn der eigentlichen Zwangsversteigerung hatte Rechtspflegerin Jacqueline Siewert ausführlich und detailliert über Verfahrensregeln und -bedingungen informiert. Zwei Ausgaben eines Gutachtens standen Interessierten als Information zur Verfügung. Nicht nur die Bieter machten sich darin schlau. Auch Besucher warfen einen Blick hinein oder fragten die Rechtspflegerin. So gab es beispielsweise die Nachfrage, ob Bauabschnitte illegal errichtet worden seien und welche Konsequenzen dies für den Bieter in dem Falle haben könnte.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...