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Graduation in Grohn
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Jacobs-Studenten feiern ihren Abschluss

Gabriela Keller 07.06.2019 0 Kommentare

Die Absolventen auf dem Weg zum abschließenden Höhepunkt der Feier: dem Hütewurf auf dem Campus.
Die Absolventen auf dem Weg zum abschließenden Höhepunkt der Feier: dem Hütewurf auf dem Campus. (Christian Kosak)

Die Jacobs University feiert: 403 Studierende aus 72 Nationen haben am Freitag auf dem Campus in Grohn bei der „Graduation“ ihre Abschlusszeugnisse bekommen. Es ist der 16. Jahrgang, den die Privatuni ins Leben entlässt. 259 Bachelor, 83 Master und 26 Doktoranden sowie 35 Pre-Degree-Studenten nahmen in einer feierlichen Zeremonie im Sports and Convention Center ihre akademischen Weihen entgegen.

Ihren Studienabschluss feierten die Absolventen aus Nepal, Äthopien, China, Russland, Pakistan und vielen anderen Ländern mit Eltern, Geschwistern, Professoren und Kommilitonen. Mütter und Väter waren von weit her angereist, um diesen besonderen Tag im Leben ihrer erwachsenen Kinder mitzuerleben.

In einem langen Zug marschierten die Absolventen in ihren Talaren und Hüten über den Campus zum Sports and Convention Center. Hier wurde jeder mit Namen und Nennung des akademischen Titels auf die Bühne gerufen. Die Dekane der Fakultäten überreichten die Bachelor-, Master- und Promotionsurkunden. Traditioneller Abschluss der Zeremonie war der Hütewurf auf dem Campus: Auf ein Zeichen ließ der akademische Nachwuchs seine Kopfbedeckungen in die Luft fliegen.

Zuvor hatte Uni-Präsident Michael Hülsmann in die fröhliche Stimmung im Sports and Convention Center ein paar nachdenkliche Töne eingeflochten. In seiner Rede widmete er sich dem Thema Freiheit. „Die Freiheit ist unter Druck, in vielfacher Hinsicht“, sagte Hülsmann. Jeder einzelne sei aufgefordet, dem entgegenzuwirken. Der Uni-Präsident zitierte Václav Havel, den früheren Präsidenten der Tschechoslowakei und Menschenrechtler: „Die Freiheit ist wie das Meer. Die einzelnen Wellen können nicht viel bewirken, aber die Kraft der Brandung ist unwiderstehlich.“

Hauptrednerin der rund dreistündigen Veranstaltung war Insa Thiele-Eich. Die promovierte Meteorologin will als erste Deutsche ins All fliegen. Sie berichtete den Absolventen von ihrem Weg, Astronautin zu werden und verband ihre Lebensgeschichte mit Tipps an die Jungwissenschaftler. Fähigkeit zur Selbstreflexion sei wichtig. „Was treibt mich an? Wofür brenne ich? Sich damit immer wieder auseinanderzusetzen, ist sehr wertvoll im Leben.“ Ebenso wie die Bereitschaft, Fehler zu akzeptieren und daraus zu lernen.

Beeindruckt zeigte sie sich von der Vielfalt der auf dem Campus vertretenen Nationen und Kulturen. „Diese Diversität wird Ihr Leben bereichern“, meinte sie an die Adresse der Studenten. Ein Aspekt, den auch Sandro Giuliani in seiner Ansprache hervorhob. „Vielfalt ist ein Gewinn und keine Bedrohung“, so der Geschäftsführer der Jacobs Foundation. Die Absolventen hätten gezeigt, dass es möglich sei, eine Gemeinschaft ohne Grenzen aufzubauen. Sein Appell: „Leben Sie das, was Sie hier erfahren haben, auch weiterhin.“

Für die meisten Absolventen geht es jetzt anderswo weiter. Mancher Bachelor strebt noch einen Master an, andere wollen erstmal berufliche Erfahrungen sammeln. So auch Muhammad Taha aus Pakistan. An der Jacobs University hat der 22-Jährige Internationale Beziehungen und Politik studiert. Ihn zieht es zurück in sein Heimatland. „Als Journalist oder in der öffentlichen Verwaltung zu arbeiten, kann ich mir vorstellen. Mal sehen, was sich ergibt.“


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Leserkommentare
holger_sell am 20.10.2019 15:36
Kultur ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und gerade auch in Bremen ein Magnet für den Tourismus.
Außerdem ist Kulturbewusstsein ein großer ...
holger_sell am 20.10.2019 15:30
Jede Politik hat ihre Klientel.
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