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Oberschule an der Egge
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Mehr Raum für junge Forscher

Christian Pfeiff 01.02.2018 0 Kommentare

NOR
Schulleiter Andreas Kraatz-Röper und Fachlehrerin Frederike Haskamp sind stolz auf die regelmäßigen Erfolge ihrer Schüler bei Wettbewerben wie "Jugend forscht". Die Forschungsarbeiten sollen nun durch die Einrichtung eines Laborraums gefördert werden. (Christian Pfeiff)

Blumenthal. Naturwissenschaftliche Forschungsarbeiten spielen seit jeher eine zentrale Rolle im Schulalltag an der Ober­schule an der Egge in Blumenthal. Dies soll nun künftig noch weiter forciert werden: „Ein langfristiges Ziel ist die Anerkennung als MINT-Schule“, sagt Frederike Haskamp, eine von zwei Biologielehrerinnen der Bildungsstätte.

Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und beschreibt ein Exzellenznetzwerk, das unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Bildung von der Nordmetall-Stiftung und den Unternehmensverbänden des Landes initiiert wurde. Die Bezeichnung MINT-Schule, die Lehreinrichtungen ausschließlich nach positiv beantworteter Antragsstellung im Namen führen dürfen, signalisiert neben den entsprechenden Themenschwerpunkten der Lehrinhalte auch deren hohe Qualität.

Unabhängig vom Gelingen dieses Vorhabens plant die Schule noch in diesem Jahr die Einrichtung eines zusätzlichen MINT-Laborraums, der den Schülern – auch in Hinblick auf die zahlreichen Erfolge, die Schüler der Egge regelmäßig im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ erzielen – für freie Experimente zur Verfügung gestellt werden soll.

„Wie auch an Universitäten sollen unsere Schüler hierdurch noch mehr Möglichkeiten erhalten, sich die Methodiken naturwissenschaftlicher Forschungsarbeiten ohne entsprechende konkrete pädagogische Anweisungen selbst aneignen zu können“, benennt Frederike Haskamp einen von vielen Gründen, die für die Einrichtung eines Schülerlabors sprechen. Haskamp hatte die Einrichtung des Laborraums gemeinsam mit ihrer Fachkollegin Joana Werner initiiert und forciert.

Unterstützung erhalten die engagierten Lehrkräfte durch Schulleiter Andreas Kraatz-Röper: „Schülerforschung hat an unserer Schule eine lange Tradition“, erzählt Kraatz-Röper mit hörbarem Stolz auf die entsprechenden Leistungen der Schüler, die neben Preisauszeichnungen bei „Jugend forscht“ mitunter sogar das Interesse der Industrie erwecken.

„Es ist Wahnsinn, was schon die Schüler der sechsten und siebten Jahrgänge bereits für Ideen und Theorien entwickeln. Zwei unserer Schülerinnen hatten beispielsweise im Vorjahr den Einfall, Windräder mit zusätzlichen Solarzellen auszustatten und auf diese Weise die Energieausbeute zu erhöhen. Andere entwickelten eine gesunde Schokolade, eine weitere Schülerin eine ebenso haut- wie umweltverträgliche Lotion gegen Neurodermitis“, nennt der Schulleiter einige Beispiele.

Bei ihren Projekten stehen die Schüler jedoch häufig vor verschlossenen Türen: „Natürlich sind auch unsere Unterrichtsräume für Experimente ausgestattet. Allerdings sind die entsprechend häufig durch Klassen und Kurse belegt und somit in diesen Zeiten nicht für freie Schülerforschung verfügbar“, bedauert Haskamp. Nun soll ein zusätzlicher Laborraum Abhilfe schaffen. Auch im Rahmen des regulären naturwissenschaftlichen Unterrichts soll der Raum Verwendung finden: „Die Klassen und Kurse können in dem Fall in Gruppen aufgeteilt werden.“

Ein Raum für das künftige Schülerlabor wurde bereits gefunden. Es soll in einem selten genutzten Vorbereitungsraum neben der Biologiesammlung entstehen. Mehrere Geld- und Sachspenden für dessen Ausrüstung wurden bereits getätigt. Unter anderem erhielt die Schule ein Set „Nawi-Labs“ der Brede-Stiftung.

Doch das reicht noch nicht aus: Insgesamt schätzt Frederike Haskamp die Umbaukosten des einstigen Vorbereitungsraums in ein MINT-Labor auf etwa 5000 Euro. „Derzeit fehlen uns noch etwa 1500 Euro“, so Haskamp und Kraatz-Roeper unisono. Diese Gelder werden unter anderem für die Anschaffung spezieller, feuerfester Labormöbel sowie weiteren Laborbedarf benötigt: „Schließlich sollen unsere Schüler hier auch mit Bunsenbrennern experimentieren dürfen – natürlich unter pädagogischer Aufsicht, jedoch ohne pädagogische Anleitung“, so Haskamp.

Einrichtungen, Firmen und Privatperson, die das Vorhaben der Oberschule mit ­Spenden unterstützen möchten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04 21 / 36 17 91 54 oder unter der E-Mail-Adresse 443@bildung-bremen.de mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen. Diese hofft gemeinsam mit den entsprechenden Fachlehrern, das Schülerlabor bereits zu Beginn des neuen Schuljahrs in Betrieb nehmen zu können.


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Leserkommentare
suziwolf am 23.10.2019 17:47
Diese
,langsame und (auch) demonstrierende‘ Dame
war sich sicherlich darüber im Klaren,
dass 15km/h für einen 🚴🏿‍♀️ ganz schön ...
FloM am 23.10.2019 17:45
"Da sind wir wir letztlich recht nah beieinander"
Häufig ist das so, wenn man erst mal mehr als 140 Zeichen miteinander ausgetauscht hat ...