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Ortsamtsleiter Florian Boehlke im Gespräch
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Noch Platz für 700 Wohneinheiten

Klaus Grunewald 19.09.2019 0 Kommentare

Die Verkehrsbelastung in der Bremerhavener Heerstraße ist nach wie vor ein Problem.
Die Verkehrsbelastung in der Bremerhavener Heerstraße ist nach wie vor ein Problem. (Christian Kosak)

Lesum. Mithilfe des Integrierten Struktur- und Entwicklungskonzepts (Isek) für den Bremer Norden sollen auch die Lebens- und Arbeitsverhältnisse zwischen Grambke und St. Magnus grundsätzlich verbessert werden. Darauf hatte sich der Burglesumer Beirat im Juni vergangenen Jahres verständigt. Diese Zielsetzung ist nach wie vor aktuell, wie Ortsamtsleiter Florian Boehlke jetzt während einer Gesprächsrunde beim Heimatverein Lesum deutlich machte.

„Wir laden zum Gespräch“ heißt die Veranstaltungsreihe des Heimatvereins, die im September 2017 aus der Taufe gehoben wurde und sich vor allem mit Burglesumer Themen beschäftigt. Nach den Bürgerschafts- und Beiratswahlen am 26. Mai bot es sich jetzt an, dem Ortsamtsleiter auf den Zahn zu fühlen.

Rund anderthalb Stunden lang stellte sich Boehlke im Heimathaus den Fragen des Vereinsvorsitzenden Volker Bulling und der Besucher. Dabei  wurde deutlich, dass der südlichste Nordbremer Stadtteil mit einer Fläche von rund 26 Quadratkilometern zu den größten der Hansestadt gehört und Wohnstube für etwa 33 100 Menschen ist. Beirat und Ortsamts sind für sie wichtige Anlaufstellen.

Die grünen Lungen wie Knoops Park und das Werderland sollen natürlich erhalten werden, heißt es im Entwicklungskonzept des Senats. Darüber hinaus aber, und das unterstrich auch der Ortsamtsleiter gegenüber den Gästen im Heimathaus, sollen Wohn- und Lebensqualität weiter verbessert werden. Der Lesum-Park bei Friedehorst sei aber wohl als letztes großes Gebiet für den Wohnungsneubau einzustufen.

Laut Isek-Entwurf wäre in Burglesum noch Platz für rund 700 Wohneinheiten, zum Beispiel an der Straße „Am Rastplatz“, wenn dort Gewerbe- in Wohnbauflächen umgewidmet werden würden. Florian Boehlke verwies zudem auf Neubaumöglichkeiten in Grambke, dessen Berufsschulzentrum in spätestens zehn Jahren auf dem ehemaligen Wollkämmerei-Areal in Blumenthal angesiedelt sein dürfte. Der Burglesumer Ortsamtsleiter warnte aber ebenso wie der Beirat davor, bestehende Wohnquartiere wie Marßeler Feld, Alwin-Lonke-Straße und „Auf dem Halm“ zu vernachlässigen. Ihre langfristige Förderung sei dringend notwendig.

Boehlkes Hinweis auf diese Quartiere verdeutlichte, dass es im Ortsamtsbereich neben hoher Wohnqualität und weitläufigen Grünflächen auch soziale und verkehrliche Problemgebiete gibt. Was zum Beispiel der Vergleich zweier Hauptverkehrstrassen unterstrich. Während der Ortsamtsleiter die Hindenburgstraße im Lesumer Zentrum als gut aufgestellt bezeichnete, habe die Bremerhavener Heerstraße in Burgdamm hinsichtlich der Verkehrsbelastung und der Einzelhandelsvielfalt weiterhin Probleme.

Die haben auch nach wie vor Nachbarn des Übergangswohnheims „Am Rastplatz“, in dem in erster Linie geflüchtete Familien mit vielen Kindern untergebracht sind. Anrainer beklagen vor allem abends und in der warmen Jahreszeit Lärm. Florian Boehlke verwies im Heimathaus Lesum auf bauliche Maßnahmen, die für eine Reduzierung sorgen sollen.

Etliche Jahre Geduld müssen hingegen Autofahrer aufbringen, die aus dem Norden der Stadt über die Autobahn die City erreichen wollen. Im nächsten Monat soll nach Boehlkes Kenntnisstand mitgeteilt werden, in welcher Form ein Brückenneubau über die Lesum geplant ist. Er hoffe dann auf schnelle Informationen für den Beirat.

Die erwartet sich in Kürze auch der Regionalausschuss Bremen-Nord in Sachen Zugausfälle auf der Strecke Farge-Vegesack-Hauptbahnhof. Der Ausschuss tagt Mitte kommender Woche. Das Personalproblem, auf das die Nordwestbahn verweist, ist laut Boehlke vor allem auf ein Ergebnis der Tarifverhandlungen zurückzuführen, mit dem der Arbeitgeber nicht gerechnet habe: Die Lokführer hätten sich statt für höhere Entlohnung für mehr Freizeit entschieden und hinterließen nun personelle Lücken.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.