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Neugestaltung der Anlage in Neuenkirchen
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Pläne für die Skater

Gabriela Keller 19.09.2019 0 Kommentare

Die Skateranlage in Neuenkirchen wird von Jugendlichen stark frequentiert. Jetzt wird darüber nachgedacht, ob es zusätzlich zu den neuen Geräten feste Betreuungszeiten und eventuell ein BMX-Angebot gibt.
Die Skateranlage in Neuenkirchen wird von Jugendlichen stark frequentiert. Jetzt wird darüber nachgedacht, ob es zusätzlich zu den neuen Geräten feste Betreuungszeiten und eventuell ein BMX-Angebot gibt. (Paul Zinken/dpa)

Schwanewede. Mehrere kleinere, dafür unterschiedliche Elemente statt wenige Großgeräte – das wünschen sich Jugendliche für die Skateranlage in Neuenkirchen. Der Platz gegenüber dem Sportpark Weser-Geest soll komplett neu gestaltet werden, nachdem die zwei größten Geräte – eine Half-Pipe und eine Fun-Box – vom Tüv wegen technischer Mängel gesperrt worden sind. Die jugendlichen Nutzer der Anlage werden an der Planung beteiligt. Bei einem Treffen am Montag haben sie erste Vorstellungen entwickelt, wie der Platz künftig ausgestattet werden soll.

15 Jugendliche und junge Erwachsene sammelten im Jugendtreff Dreienkamp gemeinsam mit Peter Jeschke und Jörg Heine vom Jugendpflege-Team der Gemeinde Vorschläge. Jugendbetreuer Peter Jeschke hatte im Vorfeld im Internet das Geräteangebot gesichtet und präsentierte den Jugendlichen eine Auswahl von 50 Elementen. Bei der Auswahl konnte er sich auf seine Erfahrung stützen. In den Sommermonaten ist der Jugendbetreuer häufiger auf der Skateranlage in Neuenkirchen. Jeschke weiß, was von den Jugendlichen genutzt wird. „Bei der Zusammenstellung der Geräte-Auswahl habe ich mich daran orientiert“, sagt er.

Aus den rund 50 präsentierten Elementen haben die Jugendlichen jetzt ihre Wunschliste zusammengestellt. Dabei hat sich laut Jeschke herausgestellt: „Große Geräte sind gar nicht so gefragt, die Jugendlichen wollen lieber viele kleine und unterschiedliche Einzelelemente. Das ist für sie interessanter.“ Ein Argument, das von den Jugendlichen laut Jeschke kam: Bei einem Parcours mit mehreren Geräten könnten mehrere Nutzer gleichzeitig skaten. „Auf einer großen Half-Pipe können immer nur zwei fahren, der Rest muss warten.“

Eine Half-Pipe wünschen sich die Jugendlichen laut Jeschke zwar auch für die Neugestaltung der Anlage. Die darf aber kleiner ausfallen als die Vorhandene. Eine Mini-Half-Pipe steht auf der Wunschliste. Ebenso eine Pyramide. „Die wollen die Jugendlichen auf jeden Fall wieder haben“, sagt Jeschke. Weitere Vorschläge sehen zwei Banks – gerade Rampen – und zwei Quarter-Pipes genannte geschwungene Rampen als Anfahr-Elemente vor. Zwei Step-Boxen – Podeste mit Metallkante zum Entlanggleiten – ein Wave genanntes wellenförmiges Element sowie Spine-Ramps stehen ebenfalls auf der Wunschliste.

„Die Jugendlichen haben sich auch überlegt, wo welche Elemente auf dem Platz aufgestellt werden könnten“, berichtet Jeschke. Eine maßstabsgetreue Planskizze sei angefertigt worden. Auch von den jungen Nutzern gewünschten Sitzbänke, ein Pavillon oder ein Holzunterstand als Aufenthaltsmöglichkeit sind darin laut Jeschke berücksichtigt.

Die Vorstellungen der Jugendlichen werden am 13. November in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für außerschulische Kinderbetreuung und Jugend präsentiert. Für die Neugestaltung der Skateranlage haben Gemeindeverwaltung und Politik einen finanziellen Rahmen abgesteckt. Geplant ist, 50 000 Euro im neuen Doppelhaushalt 2020/21 einzustellen. Jeschke hat mal schon mal gerechnet, was die jetzt vorgeschlagenen Geräte kosten würden und kommt auf etwa 70 000 Euro. Ein weiteres Treffen mit den Jugendlichen ist geplant. „Dort sollen sie Vorschläge machen, welche Geräte als Erstes angeschafft werden sollen und welche zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen könnten.“

Der Platz in Neuenkirchen wird nach den Worten von Jeschke nicht nur von Skatern genutzt. „Er  ist ein Treffpunkt für viele Jugendliche.“ So sei am Montag auch der Wunsch nach einer Sandbahn für BMX-Fahrer und Mountainbiker laut geworden. „Wir wollen prüfen lassen, ob das technisch machbar ist. Falls es möglich ist, soll auch dieser Wunsch der Politik vorgelegt werden“, sagt Jeschke.

Die Skateranlage an der Straße An der Kaserne ist rund um die Uhr geöffnet, wird aber nur stundenweise beaufsichtigt. Acht Stunden in der Woche ist ein Betreuer vor Ort. Auch Peter Jeschke guckt öfter mal vorbei. Die Zeiten, zu denen die Anlage beaufsichtigt ist, wechseln. „Von vielen Eltern haben wir gehört, dass sie informiert werden wollen, wann eine Betreuung vor Ort zu Verfügung steht und sich auch feste, verlässliche Zeiten dafür wünschen“, berichtet der Jugendbetreuer.

Bei der Jugendpflege macht man sich dazu jetzt Gedanken. „Mein Wunsch wäre, dass in den Sommermonaten bei gutem Wetter in der Kernzeit von 15 bis 18 Uhr eine Aufsicht vor Ort ist“, sagt Peter Jeschke. In dieser Zeit werde die Anlage häufig von jüngeren Skatern genutzt.

Wie das hinzubekommen ist – „da müssen wir noch ein bisschen tüfteln“, meint der Jugendbetreuer. Er selbst kümmert sich zwar gerne um die Jugendlichen auf der Skateranlage. „Doch jede Stunde, die ich dort bin, fehle ich in der Einrichtung, die ich an dem Tag zu betreuen habe.“ Über die Betreuungszeiten auf der Skateranlage könnten Eltern künftig über das Internet informiert werden, schlägt Jeschke vor.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.