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Geplante Erweiterung in Brundorf
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Weichenstellung für Ausbau des Lidl-Warenzentrallagers

Gabriela Keller 16.09.2019 0 Kommentare

Lidl will sein Warenzentrallager im Industrie- und Gewerbepark Brundorf ausbauen. Im Schwaneweder Planungsausschuss ging es jetzt um die Änderung des Bebauungsplanes.
Lidl will sein Warenzentrallager im Industrie- und Gewerbepark Brundorf ausbauen. Im Schwaneweder Planungsausschuss ging es jetzt um die Änderung des Bebauungsplanes. (Anne Werner)

Lidl will sein Warenzentrallager im Industrie- und Gewerbepark Brundorf erweitern. Der Schwaneweder Gemeinderat hat die Pläne des Unternehmens am 28. August mehrheitlich befürwortet und dem Verkauf von sechs gemeindeeigenen Grundstücken grundsätzlich zugestimmt. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit Lidl über einen Verkauf und die Konditionen zu verhandeln. Im Planungsausschuss ging es jetzt um die Änderung des Bebauungsplanes.

Der Bereich soll als Industriegebiet ausgewiesen, eine vorhandene Erschließungsstraße zurückgebaut, eine vorhandene Gasleitung und ein Entwässerungsgraben sollen verlegt werden. Für im Bebauungsplan festgesetzte Grünflächen, die zubetoniert werden, ist ein externer Ausgleich zu schaffen. Außerdem soll Lidl sein jetzt schon genutztes Gelände stärker bebauen dürfen. Vorgesehen ist, die Grundflächenzahl auf 0,8 zu erhöhen. 80 Prozent der vorhandenen Fläche könnten demnach künftig bebaut werden.

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Kritik an Lidl-Erweiterung

Eine Mehrheit im Ausschuss folgte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Dagegen stimmten Dörte Gedat (Bündnis 90/Die Grünen), Arnold Neugebohrn (Die Linke) und Bernhard Wendelken (Wählergemeinschaft). Die Lidl-Erweiterung sei eine reine Logistikansiedlung, die zusätzlichen Lkw-Verkehr für die Ortschaft und damit auch Lärmbelastung für die Bürger produziere, kritisierten Gedat und Neugebohrn.

Dörte Gedat sah ein weiteres Problem: Man könne nicht jetzt schon über Änderungen des Bebauungsplanes beschließen, die eigentlich Gegenstand des Verhandlungsauftrages an den Bürgermeister seien. Mit der Planänderung werde dem Verhandlungsergebnis vorgriffen. „Hier wird im Vorfeld Planungsrecht geschaffen über alles, was erst noch verhandelt werden soll.“ Die Verwaltungsvorlage sei ihr zudem zu vage, sagte Gedat. „Das ist ein intransparentes Verfahren, das gefällt mir nicht.“

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Mehrere Einwände brachte der Brundorfer Ortsvorsteher Bernhard Wendelken gegen die Planung vor. Für ihn war es nicht nachvollziehbar, dass eine vorhandene, von der Gemeinde finanzierte Erschließungsstraße samt Fuß- und Gehweg zurückgebaut werden soll. Probleme sah er auch für die Verlegung des Grabens und der Gasleitung.

Neues Bauland in Hinnebeck

In Hinnebeck soll neues Bauland ausgewiesen werden, hat der Fachausschuss einstimmig beschlossen. Vorgesehen ist, für zwei Flurstücke an der Hinnebecker Straße gegenüber vom Dorffriedhof einen Bebauungsplan aufzustellen, der eine einzeilige Bebauung mit zehn bis zwölf Häusern ermöglicht. In der Ortschaft gibt es eine Nachfrage nach Bauland. Bei einer Einwohnerversammlung im Juni hatte eine Mehrheit der Bürger eine Bebauung an der Stelle befürwortet. Im Dorferneuerungsplan der Ortschaft ist der Bereich als möglicher Standort für eine zukünftige Wohnbebauung aufgeführt.

Auf den Weg gebracht hat der Ausschuss zwei weitere Bauleitplanungen. Für den Bereich zwischen den Straßen Holzweg und Langenberg wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Einem Gewerbebetrieb soll ermöglicht werden, seine vorhandene Reitanlage um zehn bis 20 Pferdeboxen zu erweitern, eine Führanlage zu überdachen und die Zahl seiner Ferienwohnungen um zwei bis vier Wohnungen aufzustocken.

Neue Nutzung der Flächen in Eggestedt

Das ehemalige Schullandheim Birkenhof in Eggestedt soll zu Wohnungen umgebaut werden, dem Bebauungsplan-Entwurf hat der Ausschuss zugestimmt. Ebenso dem Entwurf für eine Änderung des Flächennutzungsplanes für das ehemalige Schullandheim am Habichthorster Weg in Eggestedt. Die heutige Nutzung als Pension mit Appartementhaus soll damit dauerhaft gesichert werden. Beide Pläne können jetzt öffentlich ausgelegt werden. Das gilt auch für die geplante Bebauung zwischen den Straßen Grafe, Mühlendamm und Eekbusch in Meyenburg. Der Ausschuss stimmte der Planung zu.

Zwei Bauvorhaben in Beckedorf hat der Fachausschuss einen Riegel vorgeschoben. Den Satzungsbeschluss für einen Bebauungsplan an der Wiesenstraße 28, wo ein Wohn- und Geschäftshaus geplant ist, lehnten die Mitglieder ebenso ab wie die Aufstellung eines Bebauungsplanes für einen Bereich südlich der  Wiesenstraße. Auf einer Fläche angrenzend an den Neu-Aumunder Friedhof sollte ein Wohnhaus entstehen. Der Blick in die freie Landschaft würde verbaut, hieß es im Ausschuss. In beiden Fällen folgte er mit seinem Votum Empfehlungen des Ortsrates.


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Leserkommentare
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...