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Weser-Fähre fahren wird teurer

Barbara Wenke 21.06.2019 2 Kommentare

Die Fährfahrt zwischen Bremen-Nord und dem Stedinger Land wird teurer. Während die Preise für Einzelfahrten und die Jahreskarte gleich bleiben, müssen Kunden für Zehner- und Monatskarten etwas tiefer in die Tasche greifen.
Die Fährfahrt zwischen Bremen-Nord und dem Stedinger Land wird teurer. Während die Preise für Einzelfahrten und die Jahreskarte gleich bleiben, müssen Kunden für Zehner- und Monatskarten etwas tiefer in die Tasche greifen. (Maximilian von Lachner)

Die Fähren Bremen-Stedingen (FBS) heben zum 1. Juli ihre Preise an. Betroffen sind insbesondere Nutzer von Zehner- und Monatskarten sowie Fahrer von Luxusklassewagen und Handwerksbetriebe. Die FBS begründen ihre Tariferhöhung mit Arbeitskosten und Tarifgerechtigkeit. „Kreative“ Kunden hätten der Gesellschaft jährlich einen Schaden von rund 48 000 Euro zufügt, rechnet Geschäftsführer Andreas Bettray vor.

Der Fährchef wirbt um Verständnis, wohlwissend, dass eine Tariferhöhung immer eine unpopuläre Maßnahme ist. Bettray begründet die Preisanhebung mit gestiegenen Gehältern und Lohnnebenkosten. Einen großen Anteil an der Erhöhung der Nutzungsentgelte haben nach Aussagen des Geschäftsführers aber auch zahlreiche Handwerksbetriebe, die eine Lücke im bisherigen Tarifdschungel entdeckt und ausgenutzt hatten.

„Der Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat uns vorgeschrieben, für Berufspendler mit Pkw bis sechs Metern Länge eine prozentual deutlich vergünstigte Jahreskarte anzubieten“, sagt Bettray. „Nun haben in den vergangenen Jahren aber immer mehr Betriebe mit gewerblich genutzten Fahrzeugen unter sechs Metern Länge, wie dem Mercedes Vito oder dem Sprinter, die preisliche Attraktivität der Jahreskarte erkannt und ihre zur Güterbeförderung genutzten Fahrzeuge als Personenkraftwagen zugelassen.“

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Bettray und seine Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten recherchiert, wie oft Jahreskarten für derartige Fahrzeuge eingesetzt wurden. Der Fährchef ist zu dem Ergebnis gekommen, dass gewerbliche Kunden durch den Kauf einer Jahreskarte, die übertragbar und für beliebig viele Fahrten innerhalb von zwölf Monaten gültig ist, mindestens 600 Euro gegenüber dem Kauf von Zehnerkarten eingespart haben. Die Fährgesellschaft koste dieses Gebaren jährlich rund 48 000 Euro, überschlägt Bettray.

Damit die Jahreskarte nicht weiterhin fälschlicherweise von Wirtschaftsbetrieben genutzt wird, hat die FBS die Höchstlänge für Fahrzeuge, für die eine Jahreskarte genutzt werden darf, zum 1. August auf 5,20 Meter reduziert. Der Preis von 870 Euro pro Jahr bleibt hingegen erhalten. „Der Tarif für die Jahreskarte und die Tarife für Einzelkarten bleiben unverändert“, betont der Geschäftsführer.

Pendler, an deren Autos eine Anhängerkupplung verbaut ist, brauchen keine Angst zu haben, durch den Haken die Höchstgrenze zu überschreiten. „Wir gehen nicht so weit, dass Fahrradträger extra kosten“, verspricht Geschäftsführer Bettray. „Ich möchte meinen Mitarbeitern auch nicht zumuten, dass sie die Länge jedes Fahrzeugs nachmessen. Es gilt die im Schein eingetragene Länge.“ Um diese zu erfahren, dürften die Kassierer im Zweifelsfall allerdings um Einsicht in den Fahrzeugschein bitten.

Nachteile für Luxuswagen

Benachteiligt werden fortan Fahrer von Luxuswagen. In der Vergangenheit galt für alle Pkw ein einheitlicher Tarif. Der Fahrer eines VW Up zahlte für seine Weserquerung den selben Preis wie der Fahrer eines Audi A8 oder eines 7er BMW.  „Das ist nicht gerecht den Kunden gegenüber, die sich aus wirtschaftlichen Gründen für ein Kleinfahrzeug entschieden haben“, sagt Andreas Bettray. Vom 1. Juli an werden die FBS einen differenzierten Fahrzeugtarif  für Einzel- und Zehnerkarten anbieten, gestaffelt in Fahrzeuge der Längen „bis drei Meter“, „über drei bis fünf Meter“ und „über fünf bis sechs Meter“.

50 Cent mehr für die Zehnerkarte zahlen künftig Erwachsene,  Fahrradfahrer aller Klassen und Fahrer von Zweirädern bis 50 Kubikzentimeter Hubraum. Für lange Personenwagen steigt der Preis um zwei Euro pro Zehnerkarte. Das Entgelt für die Monatskarte steigt abhängig vom jeweiligen Fahrzeug zwischen 50 Cent und vier Euro. Unverändert bleiben hingegen die Zehnerkartenpreise für Kinder, Schüler, Studenten und Auszubildende sowie für Fahrzeuge bis zu einer Länge von fünf Metern.

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„Mit dieser kostengünstigen Fährtariferhöhung nach 24 Monaten Preisstabilität hoffen wir auf Akzeptanz bei unseren Kunden“, sagt Fähren-Geschäftsführer Andreas Bettray. Er verweist darauf, dass Kunden mit der Zehnerkarte immer noch rund 30 Prozent gegenüber zehn Einzeltickets einsparen. Mit dem Monatsticket beträgt die Ersparnis rund die Hälfte.

Seit einigen Tagen informiert die Fährgesellschaft ihre Kunden über die neuen Tarife. Die Rückmeldungen seien insgesamt positiv, stellt Bettray fest. Die ab dem 1. Juli gültigen Tarife können im Internet unter www.faehren-bremen.de eingesehen werden. Zudem liegen Preislisten an Bord der Fährschiffe aus.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...