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Worauf Tierhalter jetzt achten sollten

Iris Messerschmidt 24.06.2019 0 Kommentare

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 4. Juni 2019: Abkühlung ist wichtig: Anders als Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur nicht mit Schwitzen regulieren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++
Anders als Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur nicht mit Schwitzen regulieren.  (Robert Günther/dpa-tmn)

Wenn die Temperaturen steigen, wird es für Hund, Katze und andere Tiere nicht nur im Auto schnell zu warm. Da appellieren die Tierschutzvereine an alle Tierhalter, sich richtig zu verhalten, damit die Vierbeiner nicht in Gefahr geraten. Bei Hitze sollten Tiere genau beobachtet werden, um Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen, deshalb sollten sie nicht zu kurz geschoren werden. Trinkwasser muss den Tieren immer zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich allerdings nicht. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten selbst entscheiden können, wann sie in der Wohnung, im Keller, auf dem Balkon oder im Garten ein kühles Plätzchen aufsuchen, an dem für sie angenehme Temperaturen herrschen. Auch Katzen, die keinen Zugang ins Freie haben, sollte in der Wohnung oder im Haus ein kühler Platz zur Verfügung stehen.

Keine Autofahrten mit Tieren

Tiere sollten nie lange ungeschützt der Sonne oder Hitze ausgesetzt werden. Das gilt zum Beispiel für Tiere, die in Freigehegen oder auf dem Balkon untergebracht sind. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich auf einen Schattenplatz zurückziehen zu können. Mit Hunden sollte man die Zeit des Gassigehens möglichst auf den Morgen und Abend verlegen. Autofahrten mit Tieren sollten bei Hitze vermieden werden.

Zur Abkühlung für die Katze oder den Hund kann ein nasses Handtuch auf den Boden gelegt werden. Auch eine mit Wasser gefüllte Wanne nehmen die Tiere erfahrungsgemäß gerne an. Katzen dürfen nicht mit Wasser besprüht werden, weil es sie verschreckt.

Mittagszeit ist Schattenzeit
Passen Sie ihren Tagesablauf den Temperaturen an. In der Mittagshitze ist es besser, drinnen zu bleiben - Sport und andere Aktivitäten legt man besser auf die Morgen- und Abendstunden. Jede körperliche Anstrengung erhöht den Energieumsatz und damit die Körperwärme, die der Körper an die Umgebung abgeben muss.
Auch Vierbeiner brauchen Ruhe
Wenn sie im Freien sind: bleiben Sie im Schatten. Das gilt im Übrigen auch für Vierbeiner. An warmen Tagen brauchen sie Ruhe und natürlich auch Wasser. Die größeren Spazierengehen-Runden sollte man in den frühen Morgen- und Abendstunden machen. Vermieden werden sollten außerdem jegliche sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren, Joggen, lange Spaziergänge, ausführliche Spieleinheiten, rät Hundetrainer Andree Kastens auf seiner Facebook-Seite. 
Trinken, trinken, trinken
Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Glas eines kühlen, alkoholfreien Getränks. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können Symptome für eine Dehydrierung sein. Gekühlte Getränke sind allerdings nur bedingt geeignet. Der Körper muss zusätzlich Energie aufbringen, um sie zu erwärmen. 
Pfefferminze für die Küche
Fotostrecke: Tipps gegen die Hitze

Auch Vögel und Insekten brauchen an heißen Tagen mehr Wasser, am besten an einem geschützten, aber gut sichtbarem Ort im Garten. Für Bienen und Hummeln kann man Zuckerwasser bereitstellen.

Es kommt immer noch vor, dass Hunde bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden. Dabei wird unterschätzt, dass auch in der Zeit eines vermeintlich kurzen Einkaufs sich das Fahrzeug schnell aufheizt. Bei einer Außentemperatur von 20 Grad herrschen im Wagen nach fünf Minuten 24 Grad. Nach 60 Minuten sind es bereits 46 Grad. Ein teilweise geöffnetes Autofenster nützt nichts.

Wer bemerkt, dass ein Tier bei Hitze über längere Zeit allein in einem Fahrzeug ist, sollte eingreifen. Das kann zum Beispiel durch einen Ausruf in einem Supermarkt geschehen, sofern sich das Fahrzeug auf einem Kundenparkplatz befindet. Oder durch einen Anruf bei der Polizei.

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Erst Scheibe einschlagen, wenn der Hund in akuter Lebensgefahr schwebt

Vorsicht ist beim Handeln geboten: Einfach die Scheibe einschlagen, um einem Tier zu helfen, dürfen Passanten nur in wenigen Fällen, nämlich nur dann, wenn ein sogenannter entschuldigender Notstand vorliegt, erklären Rechtsanwälte. Das sei dann der Fall, „wenn es dem Hund erkennbar so schlecht geht, dass das Warten auf den Besitzer oder die Polizei eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Hundes bedeuten könnte“.

Laut der Bundestierärztekammer sind deutliche Anzeichen eines Hitzschlags beim Hund starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder auch Krämpfe. Es empfiehlt sich, das durch Fotos oder Videos zu dokumentieren.

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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...