Stuhrer Bibliothek Die Reise nach Rom und zum Grund eines Klischees

Ein berührendes Kinderbuch, ein unterhaltsames Sachbuch und ein ungewöhnlicher Kriminalroman: Die Stuhrer Bibliothek hat wieder abwechslungsreiche Neuerwerbungen angeschafft.
15.04.2019, 17:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut

Stuhr. Langsam deutet das Wetter an, dass die kalten Tage erst einmal vorbei sind. Das heißt also, es ist wieder Zeit, sich mit einem guten Buch an einen schönen Ort zu setzen und beides zu genießen. Die Stuhrer Bibliothek hat dafür wieder einige Neuerwerbungen angeschafft.

Dazu gehört auch das Kinderbuch „Als mein Bruder ein Wal wurde“ von Nina Weger. In dem Werk für Kinder von neun bis 13 Jahren geht es um Bela und ihren großen Bruder Julius, der im Wachkoma liegt. Während Bela sich gerne vorstellt, dass ihr Bruder wie ein riesiger Wal durch die Tiefen des Ozeans gleitet, steht für die Familie eine Entscheidung bevor, an der diese droht, auseinanderzubrechen. Belas Freundin Martha hat eine Idee: Der Papst dürfte schließlich wissen, was zu tun ist. Also schlachten die beiden ihre Sparschweine, stehlen eine Kreditkarte und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise nach Rom, um die Antworten zu finden, die Belas Familie retten können. Die Geschichte wird von den Verantwortlichen als „einfühlsam und einzigartig“ beschrieben. Und weiter: „Ein wunderbares Buch über das Leben.“

Um ein gängiges Klischee kümmert sich Sophie Passmann in ihrem Buch „Alte weiße Männer: ein Schlichtungsversuch“. Die Feministin beschäftigt sich mit dem Bild des alten weißen Mannes, der Macht besitzt und diese nicht abgeben will. Eine vage Beschreibung, denn „dabei wurde nie geklärt, was der alte weiße Mann genau ist“, so Passmann. Sie will Gewissheit statt billige Punchlines, deshalb hat sie sich mit verschiedenen mächtigen Männern getroffen, um über die Fragen „Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja – warum?“ zu sprechen. Daraus entstand dieses Sachbuch für Erwachsene. Gesprochen hat Passmann unter anderem mit Micky Beisenherz, Kai Diekmann, Robert Habeck, Rainer Langhans, Sascha Lobo, Papa Passmann, Marcel Reif, Peter Tauber, Jörg Thadeusz und Claus von Wagner.

In dem Kriminalroman „Blind“ von Christine Brand geht es um den blinden Nathaniel, der am Telefon eine Frau schreien hört, kurz bevor die Verbindung abbricht. Die Frau und er waren über eine App verbunden, sie sollte ihm helfen, ein Hemd auszuwählen. Nun aber ist er sich sicher: Ein Verbrechen muss geschehen sein. Doch es gibt keine Beweise, niemand glaubt ihm – mit Ausnahme einer Freundin, der Journalistin Milla. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, denn Nathaniel könnte für die Frau die einzige Rettung sein. Oder ihr Untergang.


Die Stuhrer Bibliothek ist an zwei Standorten zu finden: In Brinkum (Jupiterstraße 1, Telefonnummer: 04 21 / 80 10 01) ist sie dienstags in der Zeit von 11 bis 19 Uhr und freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, in Moordeich (Neuer Weg 11, Telefon: 04 21 / 56 20 35) können montags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 19 Uhr Bücher entliehen werden.

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