Zweite Seniorenmesse zieht mehr als 250 Besucher an / Veranstalter zufrieden Die Vielfalt des Älterwerdens

Die zweite Seniorenmesse ist am Sonnabendnachmittag in Bruchhausen-Vilsen über die Bühne gegangen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden. Neben seniorengerechten Produkten gab es auch viele Informationen in Form von Vorträgen. Zudem nutzten Senioreneinrichtungen die Gelegenheit, sich bei der Messe zu präsentieren.
19.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Die zweite Seniorenmesse ist am Sonnabendnachmittag in Bruchhausen-Vilsen über die Bühne gegangen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden. Neben seniorengerechten Produkten gab es auch viele Informationen in Form von Vorträgen. Zudem nutzten Senioreneinrichtungen die Gelegenheit, sich bei der Messe zu präsentieren.

Bruchhausen-Vilsen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherresonanz, als wir um 16 Uhr aufgehört haben zu zählen, waren es über 250 Besucher", zog Bruchhausen-Vilsens Gleichstellungsbeauftragte Christine Schröder eine positive Bilanz der zweiten Seniorenmesse."Mir war es auch wichtig, das Älterwerden mit Blick auf die speziellen Probleme von Frauen anzusprechen", so die Gleichstellungsbeauftragte.

So lautet der Titel der Messe, die am Sonnabendnachmittag in der Mensa des Schulzentrums stattfand, auch "Älter, bunter, weiblicher". Zusammen mit dem Arbeitskreis Soziale Versorgung ist eine Messe entstanden, die eine beeindruckende Vielfalt aufweist. "Zuerst dachten wir, dass es eine Regionalmesse wird, aber dann haben sich so viele Aussteller gemeldet, da ist sie schnell größer geworden", freute sich auch Schröder über das große Angebot. Und auch die meisten Aussteller waren ganz zufrieden.

"Wenn das Wetter nicht so gut gewesen wäre, wären bestimmt noch mehr gekommen", war sich auch Birgit Menze-Rajes sicher. Mit ihrem Chef Florian Korte vom Sanitätshaus Brandscheidt hatte sie einen Stand aufgebaut, und vor allem die bunten Stützstrümpfe machten die Besucher neugierig: "Ich trage selbst welche, das ist kein Vergleich mehr zu den Modellen von früher", erzählte sie. Vor dem Stand waren auch zwei Rollatoren aufgebaut und Korte demonstrierte, dass sie höhenverstellbar sind und man gerade in ihnen gehen kann. "Viele stellen sie zu niedrig ein, deshalb gehen sie dann so gebeugt darin", so der Inhaber des Sanitätshauses.

Beim nächsten Stand Per Pedal gab es auch ein Modell für sportliche Rentner, ein Liegedreirad. Wer weniger Geld ausgeben kann, muss erst einmal zufrieden sein mit einem Fahrrad, das einen niedrigen Einstieg hat. Ein echter Renner ist das Elektrofahrrad. Das erreicht immerhin 45 Kilometer pro Stunde und ist zulassungspflichtig. Björn Keding von Per Pedal erläuterte, dass der Motor ja nicht immer laufen muss, sondern als Unterstützung angestellt werden kann.

Eine andere Unterstützung bot Daniel Haberkamp von der Firma Deininger an. Seine elektronischen Lupen und Softwaresysteme für den Rechner und Vorlesegeräte leisten Sehbehinderten gute Dienste. Ebenso wie die Hörhilfen von Hörakustik Schmitz. Neben den Geschäften waren auch viele Seniorenhäuser und Einrichtungen vertreten. Am Stand vom Gut Retzen wollten viele Galileo Med ausprobieren. Das Gerät kann sowohl Spannung auf- wie auch abbauen", erläuterte Physiotherapeut Kai Thiesmeyer. Wer genug gesehen hatte, konnte in den ersten Stock zu den Vorträgen gehen: "Das Alter ist weiblich" mit Dagmar Schüler, "Allein und nicht einsam" von Melsene Meyer über ihr Frauenwohnprojekt in Hildesheim und "Mobilität von Frauen auf dem Lande" mit Tania Aletta Schmidt von der Landesvereinigung für Gesundheit standen auf dem Programm. Hier wurde deutlich, dass es gerade die mangelnde Mobilität von Frauen ist, die ihre soziale Teilhabe behindert: "Da müssen in den nächsten Jahren praktikable Lösungen

gefunden werden", so die Referentin.

Eine erste Hilfe war rechtzeitig zur Messe fertig geworden: der Wegweiser für Senioren. "Das hat viel Einsatz gekostet, bis wir alle Angebote gesammelt hatten", blickte Kirsten Wenger-Drefs vom Seniorenservicebüro auf die Entstehung zurück. 21 Dörfer gehören zu ihrem Aufgabenbereich. "Aber wir haben ja jetzt schon 44 ehrenamtliche Helfer, da wird es leichter", freute sie sich über ihren Erfolg und die vielen Interessierten, die dieser zweiten Seniorenmesse zum Erfolg verholfen haben.

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