Ganderkesee

Diskussion über Betriebskosten in der Alten Schule Bookhorn

Ganderkesee. In der Sache besteht Einigkeit: Die Räume in der Alten Schule Bookhorn sollen von der DLRG Ganderkesee, der SG Bookhorn und der Dorfgemeinschaft genutzt werden. Doch über die Beteiligung der Vereine an den Heiz- und Stromkosten, die nach Quadratmetern berechnet werden sollen, gab es jüngst im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen eine längere Diskussion.
06.10.2014, 18:00
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Von Antje Rickmeier

In der Sache besteht Einigkeit: Die Räume in der Alten Schule Bookhorn sollen von der DLRG Ganderkesee, der SG Bookhorn und der Dorfgemeinschaft genutzt werden. Doch über die Beteiligung der Vereine an den Heiz- und Stromkosten, die nach Quadratmetern berechnet werden sollen, gab es jüngst im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen eine längere Diskussion. Vor allem die DLRG fürchtet eine hohe finanzielle Belastung. Die Mitglieder wollen außer Räumen im Dachgeschoss auch den früheren Umkleidebereich der DRK-Rettungswache nutzen, um dort ihre Taucherausrüstungen zu trocknen.

Während der Ausschusssitzung meldete sich Vorstandsmitglied Wilfried Lührs zu Wort: „Gibt es realistische Zahlen des Verbrauchs, nach denen der Schlüssel für uns berechnet wird?“, fragte er. In Anträgen forderten auch die CDU-Fraktion und Christian Marbach die Verwaltung auf, genaue Zahlen zu den Betriebskosten der Alten Schule vorzulegen. Doch die gibt es nach Auskunft des Ersten Gemeinderates Rainer Lange noch nicht. Er erläuterte, dass sich die jüngsten Ablesewerte vom Juli 2014 auf eine Zeitspanne beziehen, in der die Alte Schule zum Teil noch als Rettungswache genutzt worden sei. Wegen des 24-Stunden-Diensts sei der Verbrauch besonders hoch gewesen. „Die Kosten der letzten Jahre haben keinen Aussagewert, weil 85 Prozent durch die Rettungswache entstanden sind.“ Doch es sei erkennbar, dass die Stromkosten nach dem Auszug des DRK fallen würden, sagte Lange.

Einigen der Ausschussmitglieder reichte das nicht für eine Entscheidung über die künftige Verteilung der Kosten. Die Vorlage der Verwaltung sei sehr ungenau, sagte Ralf Wessel (CDU). „Es lässt sich nicht absehen, welche Kosten auf die Beteiligten zukommen.“ Besonders die DLRG sollte nicht zu sehr belastet werden, da sie als Rettungsorganisation Aufgaben für die Gemeinde übernehme. Für die genutzten Räume soll der Verein daher statt 50 Prozent lediglich 20 Prozent der Betriebskosten tragen. Doch auch das stieß auf Kritik: „Wir haben immer noch keine genauen Informationen. Wie viel sind denn 20 Prozent?“, meinte Marbach. Er schlug vor, das Thema zu vertagen. Auch Volker Schulz-Berendt (Grüne) und Arnold Hansen (Freie Wähler) wollten mehr Kostentransparenz.

Auch die Frage der Raumverteilung ist nicht endgültig geklärt. Unklar ist weiterhin, ob der Amateur-Radio-Club Delmenhorst zum Zuge kommt. Die Mitglieder waren an Räumen interessiert, doch der Ausschuss hatte im Juli beschlossen, dass die Schule ausschließlich von Ganderkeseer Vereinen genutzt werden soll. Werner Brakmann (SPD) führte an, dass viele Mitglieder des Amateur-Radio-Clubs aus Ganderkesee kämen: „Wir sollten uns nicht schwer tun, auch ihnen einen Raum zu geben.“ Über die Raumverteilung soll in Kürze noch einmal mit den Vereinen gesprochen werden.

Einstimmig befürwortete der Ausschuss, dass DLRG und Dorfgemeinschaft 20 Prozent der Kosten für die von ihnen genutzte Fläche übernehmen sollen. Die SG Bookhorn dagegen soll analog zu anderen Sportvereinen 100 Prozent der Betriebskosten tragen. Die Vereinbarung soll allerdings nur gelten, bis gesicherte Abrechnungswerte vorliegen. Im nächsten Jahr will der Ausschuss erneut über das Thema beraten.

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