Verdens "fünfte Jahreszeit" Domweih-Wochenende begeistert Gäste und Schausteller

Verden. So schnell ist das Sahneeis auf der Domweih selten dahin geschmolzen. Mit Temperaturen um die 25 Grad startete die "fünfte Jahreszeit" Verdens - zur großen Freude von Besuchern und Schaustellern.
07.06.2010, 09:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Tina Hayessen

Verden. So schnell ist das Sahneeis auf der Domweih selten dahin geschmolzen. Mit Temperaturen um die 25 Grad startete die "fünfte Jahreszeit" Verdens - zur großen Freude von Besuchern und Schaustellern.

"Das ist einfach perfekt", stellt der 25-jährige Marcel fest. Mit seinen Kollegen vom TSV Dauelsen feierte er am Sonntag den zweiten Platz seines Vereins beim Domweih-Umzug am Tag zuvor. "Das hier ist doch wirklich mal Frühschoppen-Wetter!" Dass die Jungs vom TSV Dauelsen den Domweih-Sonntag mit einem kühlen Bier begrüßen, hat bereits Tradition. "Das steht fest. Zum Frühschoppen sind wir da", sagt Vereinsfreund Maik (26).

Schon zum Festumzug am Sonnabend begrüßte eine strahlende Sonne die Besucher in der Innenstadt. 91 Gruppen zeigten ihre Ideen, an denen sie teilweise monatelang gearbeitet hatten. Gewonnen hat der Festwagen des Wassersportvereins Verden, der mit dem Thema "Wickie & die starken Männer" angetreten war. Den zweiten Festwagen-Platz verbuchte der TSV Dauelsen ("Die Macht am Bettenbruch") für sich. Dritter wurde der Scharnhorster Dorfverein mit seiner "Märchenstunde".

Bei den Fußgruppen setzte sich der Verdener Schleppjagdreitverein mit "Moskau, Moskau" gegen die Konkurrenz durch. "Ja, das war schon anstrengend und warm", erzählt die neunjährige Maria, die für den Reitverein im Kosakengewand durch die Straßen zog. "Aber vor allem hat es richtig Spaß gemacht." Platz zwei und drei ergatterten die Fachoberschule für Gestaltung (FOS) mit "Gmompée Te-Lu" sowie die Zirkusgruppen aus der Region Verden mit "Verden ist bunt".

Verdener feiern sofort

Nur wenige am Boden klebende Bonbons erinnern am Sonntag noch an den Umzug. Die Domweih hat begonnen und es gilt sie zu nutzen. "Hier in Verden sind nur sechs Tage Volksfest: Das heißt alle kommen und feiern sofort", freut sich Markus Wilhelm, Inhaber von "Süßwaren Schack". Für die Verkäufe sei der recht kurze Fest-Zeitraum sehr gut. "Das Wetter zieht natürlich auch, aber jetzt noch nicht", ergänzt Wilhelm und guckt in Richtung Mittagssonne. "Am Nachmittag, wenn es ein bisschen kühler ist, dann geht es richtig los."

Im Gegensatz zum Schausteller-Kollegen Schack, der am heißen Mandeltopf schwitzen muss, haben die Mitarbeiterinnen von "Mahnke & Coldewey" die Abkühlung bei sich im Wagen. "Wir sind selbst die größten Fans unseres Sahneeis?. Das muss zwischendurch sein", verrät Uschi Glümer, die die kühle Leckerei nicht nur selbst genießt, sondern auch an Domweih-Besucher verkauft. "Das Geschäft läuft gut an, aber später kommen sicher noch mehr. Wenn die kleinen Kinder ihren Mittagsschlaf hatten, dann kommen die Familien", weiß sie aus Erfahrung.

Hier und da gibt es aber auch Beschwerden. "Mann, ist das heiß", schimpft ein Domweih-Besucher, der keinen Schattenplatz mehr am Bierausschank ergattern konnte. Und auch die Stimmung einiger Kinder schlägt in der Hitze von fröhlich auf nölig um. Die meisten jungen Domweih-Gäste sind allerdings begeistert. Sylvana (4) reitet schon in der zweiten Runde auf dem Pferd des Kinderkarussells. Auch ihr achtjähriger Bruder ist schon mitgefahren - aber nur damit die kleine Schwester keine Angst hat. "Sonst ist er eigentlich schon zu alt dafür", sagt die Mutter.

Besonderes Gedränge herrschte am Sonntag an den Bierständen. Gegen die Hitze hilft oft nur ein Domweih-Bier. "Aber richtig geht´s ab, wenn die Sonne untergegangen ist", weiß Thomas, der beim "Verdener Wappen" an der Theke steht und beim Sprechen gegen den Beat der Bassboxen ankämpfen muss. "Sonnabend war es bis 1 Uhr rappelvoll. Die haben hier auf den Tischen getanzt", sagt er und prophezeiht: "In den nächsten Tagen bleibt das so. Klar, schließlich ist Domweih!"

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