Kirsteins Hoff Es kann losgehen

Die Einzelteile der zukünftigen Küche sind schon in Kirsteins Hoff eingelagert. Und jetzt kann es auch endlich losgehen mit dem Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus Martfeld. Die Baugenehmigung ist erteilt.
27.11.2020, 16:51
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Es kann losgehen
Von Micha Bustian

Martfeld. Es ist nicht so, dass der Trägerverein für das Dorfgemeinschaftshaus Kirsteins Hoff seit geraumer Zeit nur Däumchen dreht, während man auf die Baugenehmigung wartet. Es gibt genug zu tun. Kürzlich erst haben die Vereinsmitglieder den Großteil des Küchen-Interieurs aus dem geschlossenen Gasthaus Scholvin-Ortmann nach Martfeld transportiert. Und auch an diesem Sonnabend wird auf Kirsteins Hoff, an der Ecke Kirchstraße/Verdener Straße, wieder gewerkelt. Die Möbel kommen. Doch wann kann es endlich richtig losgehen? Die Antwort: sofort. Die Baugenehmigung liegt nun vor. Das erklärte der Trägervereinsvorsitzende Heiner Rahlmann bei einem Pressetermin am Donnerstagabend.

Und womit geht's los? „Büsche und Bäume müssen weg“, erklärt Heiner Rahlmann. Und auch das Pflaster müsse, da wo ab dem 1. November 2021 der Zwischenbau DGH und Theater verbinden soll, entfernt werden. Dann müssten Bohrungen in Fußboden und Wand vorgenommen werden, um herauszufinden, was alles abgerissen werden muss. „Wenn der Fußboden bleiben kann, werden wir als erstes die Wände isolieren. Und die Decken müssen auch brandsicher gemacht werden.“

Doch vor die Arbeit hat die Verwaltung die Ausschreibungen gesetzt. Vieles können die Mitglieder des Fördervereins selber machen. Aber die wirklich wichtigen Sachen müssen von zertifizierten Handwerkern erledigt werden. Die Brandmeldeanlage beispielsweise. 20 000 Euro teuer. „Das tut uns weh“, sagt Heiner Rahlmann, „aber es hätte schlimmer kommen können.“ Eingespart haben die Verantwortlichen bei der Küche. „Gastronomie ist sauteuer“, hat der Ortsbrandmeister erfahren müssen. 5000 Euro allein für eine Geschirrspülmaschine. Ein Küchengeschäft hatte dem Förderverein ein Angebot gemacht. Für 120 000 Euro. „Das wäre gar nicht gegangen.“

Glücklicherweise können die Martfelder nun viel aus dem verkauften Rieder Gasthaus Scholvin-Ortmann entnehmen. Neben der Küche auch Mobiliar und den Thekenbereich. Apropos Theke. „Das ist ein Monster im positiven Sinne“, meint Grundstücksbesitzer Torsten Kirstein. Trotz der gehobenen Anzahl an Einrichtungsgegenständen von Scholvin-Ortmann will Kirstein im DGH „versuchen, einen eigenen Stil zu entwickeln, Charme herzustellen“. Beeindruckend findet er das Interesse der Rieder Gastronomen am künftigen DGH Martfeld. „Sie sind unheimlich interessiert, haben die Küche mit geplant, die Tische richtig gestellt.“ Denn den Mitgliedern des Fördervereins sei gar nicht klar gewesen, auf was man alle achten müsse. „Es muss sogar geklärt werden, wo die Kaffeemaschine am Ende stehen soll“, erzählt Kirsten. Da wäre Unterstützung gerne gesehen.

Doch zurück zu den Ausschreibungen. Am liebsten würden die Verantwortlichen aus dem Trägerverein regionale Handwerker mit Aufträgen beglücken. „Wir haben Sanitär und Heizung direkt nebenan“, berichtet Heiner Rahlmann. Auch Torsten Kirstein würde „die Ortsansässigen gerne komplett mit in den Auftrag reinnehmen“. Geht aber nicht. Es muss ausgeschrieben werden. Im Januar sollen die Bauarbeiten losgehen, lässt Heiner Rahlmann wissen. Datum der Fertigstellung: 1. November 2021. „Das liegt aber nicht bei uns“, weiß der Fördervereinsvorsitzende. Die Handwerker hätten alle volle Terminbücher. Da sei es ein Segen, dass die Bauarbeiten relativ wetterunabhängig seien.

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