Rat Süstedt sagt finanzielle Unterstützung zu / Einstimmiger Beschluss Dorfgemeinschaftshaus: Zuschuss ist sicher

Von Karin Neukirchen-Stratmann
08.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Neukirchen-Stratmann

Süstedt. Im Juni hatte in der Hasenburg in Süstedt eine große Informationsveranstaltung zum geplanten Kauf des Volksbank-Gebäudes in Uenzen und dessen Umnutzung als Dorfgemeinschaftshaus stattgefunden (wir berichteten). Die Präsentation an diesem Abend hatte Joachim Schröder von der Uenzer Ortswehr gehalten. Während der Ratssitzung am Mittwochabend in der Hasenburg gab es nun eine Wiederholung für die Ratsmitglieder, die an dem Info-Abend nicht teilnehmen konnten.

Schon im Juni hatte Bürgermeister Reinhard Thöle signalisiert, dass die Organisatoren rund um das Dorfgemeinschaftshaus auch mit der finanziellen Unterstützung des Rats rechnen könnten. Und so war es dann auch: Der Beschluss, einmalig 10000 Euro und dann von 2012 bis 2017 jährlich 2000 Euro zu zahlen, fiel einstimmig. Insgesamt rechnet die Arbeitsgemeinschaft Dorfgemeinschaftshaus mit Investitionskosten von rund 100000 Euro. Der Kaufpreis ist 73000 Euro, Steuern und Gebühren 5000 Euro, die Renovierung ist mit 22000 Euro berechnet. Die Volksbank hat einen zinslosen Kredit von 20000 Euro zugesagt, der Heimatverein gibt 12000 Euro, die Kyffhäuser 5000 Euro, die Feuerwehrkameradschaft weitere 5000 Euro. Für das Logo beziehungsweise den Namen "De ole Volksbank" berappt das Kreditinstitut 3000 Euro. Die Finanzierungslücke von 35000 Euro hofft die AG durch Spenden von Unternehmen und den Verkauf von "Bausteinen" zu je 100 Euro zu füllen. Einstimmig fiel auch der

Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Neststall" in Süstedt sowie für einen Zuschussantrag des TSV Süstedt. Dieser hatte einen Antrag für eine Tagesfahrt zum Tier- und Freizeitpark Thüle nach Friesoythe gestellt.

Wenig Neues konnte Gemeindedirektor Horst Wiesch zum Stand des geplanten Ausbaus der Kreisstraße 132 berichten. "Der Landkreis wird dieses Jahr dort nicht mehr tätig." Ob es einen Ausbau 2012 oder 2013 gebe, sei ungewiss und hänge auch davon ab, wie auf Landesebene über die Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme (RPS) entschieden werde.

Thema Biogasanlagen

Auch Biogasanlagen waren Thema im Rat. Hier konnte Wiesch zu einem Vorhaben eines Süstedter Landwirtes, der seine privilegierte Anlage erweitern möchte, erklären: "Die Privilegierung ist bislang bei 500 KW Schluss. Eine Erweiterung ginge darüber hinaus zu einer Großanlage, und das will die Samtgemeinde momentan nicht." Derzeit werde aber im Bundestag über eine Änderung des Baugesetzbuches beraten, wonach die Privilegierung solcher Anlagen nach Kilo- oder Megawatt Gasproduktion berechnet werden soll. "Diese neuen Werte könnten über denen der jetzt privilegierten Anlagen liegen." Ärger einiger Nachbarn beim Bau einer zweiten Biogasanlage in Süstedt konnte Wiesch zwar verstehen, aber: "Das muss man hinnehmen, es gibt keine andere Zuwegung und die Bauphase ist ja auch irgendwann vorbei." Bürgermeister Reinhard Thöle berichtete im Anschluss über die erfolgreiche 800-Jahr-Feier Süstedts, die rund 3000 Besucher angezogen habe und kostenmäßig ohne Verlust über die Bühne ging.

Als Mitteilung konnte Horst Wiesch melden, dass im Rahmen der Flurbereinigung Engeln geprüft werde, ob auch Randgebiete aus Ochtmannien in dieses Verfahren mit aufgenommen werden könnten.

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