Volkshochschule

Dozenten sollen mehr Geld bekommen

Die Seminarleiter an der Volkshochschule Lilienthal-Grasberg-Ritterhude-Worpswede sollen mehr Geld bekommen. Dafür hat sich der Bildungsausschuss der Gemeinde Lilienthal ausgesprochen.
22.08.2018, 05:32
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Von Michael Wilke
Dozenten sollen mehr Geld bekommen

Martina Michelsen warb für die Anhebung der Dozentenhonorare.

Undine Mader

Lilienthal. Die Dozenten der Volkshochschule (VHS) sollen mehr Geld bekommen. Ihre Honorare sind seit fünf Jahren nicht mehr erhöht worden. Im Lilienthaler Fachausschuss für Bildung und Kultur warb die Leiterin der VHS, Martina Michelsen, am Montagabend im Rathaus mit Erfolg für die schrittweise Anhebung der Dozentenhonorare: Alle Politiker hoben die Hände dafür. Finanziert werden sollen die neuen Honorarsätze durch höhere VHS-Gebühren.

Momentan bekommen die Dozenten der Volkshochschule 19 Euro für jede Dreiviertelstunde. Im nächsten Jahr soll der Honorarsatz auf 20 Euro steigen. Im Jahr darauf sollen 21 Euro fällig werden, und ab dem Jahr 2021 sollen die Lehrenden 22 Euro pro Unterrichtseinheit bekommen. Unterm Strich führt das im nächsten Jahr zu Mehrausgaben von 10 000 Euro. 2020 sind es 20 000 Euro mehr. Ab 2021 schlägt die Erhöhung der Honorare mit 30 000 Euro zu Buche.

Martina Michelsen hält die Forderungen der Kursusleiter für berechtigt. Das sehr engagierte Dozententeam sei das Herz der Volkshochschule, betonte sie am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses. Es gehe auch um die Konkurrenzfähigkeit der VHS in Lilienthal, Grasberg, Worpswede und Ritterhude, vor allem wegen der Nähe zu Bremen. In der Hansestadt würden bereits 23 Euro pro Unterrichtseinheit gezahlt.

Der Beirat der Volkshochschule hat die Honorarerhöhung einstimmig befürwortet und eine Finanzierung durch höhere Kursusgebühren vorgeschlagen. Danach sollen die Gebühren im nächsten Jahr von 2,50 auf 2,70 Euro je Unterrichtseinheit steigen. Das sei zu verkraften, meinte die VHS-Leiterin. Bei einem Kursus mit zwölf Terminen von je eineinhalb Stunden Dauer mache die Erhöhung 4,80 Euro aus.

2020 bleibt es für Kurse mit zwölf oder mehr Teilnehmern bei 2,70 Euro. Doch ab dann sollen in kleineren Kursen höhere Gebühren fällig werden. Für Kurse mit sieben bis elf Teilnehmern sind 2,80 Euro pro Dreiviertelstunde einkalkuliert. In Kleinstkursen mit bis zu sechs Interessenten steigt die Gebühr nach dem Vorschlag des VHS-Beirats auf einen Betrag von 3,60 Euro.

VHS-Leiterin Martina Michelsen findet die Staffelung sinnvoll. "Das ist für uns auch ein Testlauf", sagte sie in der öffentlichen Sitzung. Bisher werden etliche Kurse abgesagt, weil sich zu wenige Männer und Frauen anmelden. Künftig hätten sie die Wahl, betonte Michelsen: Wenn die Interessenten bereit seien, rund 30 Prozent mehr zu zahlen, müssten die Kleinstkurse nicht mehr storniert werden.

Die Christdemokratin Monica Röhr begrüßte das. So könnten auch Kurse im kleinen Kreis abgehalten werden. Die Honorarerhöhung für die Dozenten stellte im Fachausschuss niemand in Frage. SPD und CDU, Grüne und Linke waren sich einig wie selten. "Sonst hat man irgendwann gar keine Dozenten mehr", warnte die Sozialdemokratin Britta Weber. Am Ende votierten alle Ausschussmitglieder für die Anhebung der Honorare und die Erhöhung der VHS-Gebühren. Allerdings kann der Ausschuss nur Empfehlungen aussprechen. Die Entscheidung fällen der Gemeinderat und der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss.

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