72-Stunden-Aktion der Landjugend

Drei Tage im Dauereinsatz

In erfolgreichen 72 Stunden meisterten Landjugendgruppen ihre Aufgaben und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
26.05.2019, 18:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Irene Niehaus

Lilienthal/Tarmstedt/Breddorf. Sie schufteten ohne Ende, 72 Stunden am Stück, und vollbrachten Dinge, für die manch andere Wochen brauchen. Ein strammes Programm liegt hinter den Landjugendgruppen aus der Region, die ihre Heimat in mehrfacher Hinsicht aufwerteten. Am Donnerstagabend hatten sie die Herausforderungen angenommen, bis dahin durfte nichts zu ihnen durchsickern, die Aufgaben meisterten sie schließlich souverän. Sie schufen Dinge, die es zuvor noch nicht oder anders gab.

Nicht einmal 72 Stunden zuvor hatten die Mitglieder des Vereins Rock den Lukas erfahren, dass sie den Unterstand, der am Busbahnhof in Tarmstedts Dorfmitte den großen Ortsplan beherbergt, sanieren sollten. „Wir lagen gut in der Zeit“, berichtet Jens Deppe. „Unsere Aufgabe hat viel Spaß gemacht, alle waren gut motiviert, und wir haben sehr viel Unterstützung aus dem Dorf erfahren.“ Statt Strohbündeln liegen nun rote Dachpfannen auf der Holzkonstruktion, der Ortsplan wurde gegen eine aktualisierte Fassung ausgetauscht. „Wir sind rundum zufrieden, mehr Begeisterung kann nicht sein“, sagt Jens Deppe unserer Redaktion. Für die Kulturmeile gestalteten die Musikfreunde zudem ein drehbares Objekt mit mannshohen Gitarristen aus Holz.

Schon Stunden vor dem eigentlichen Ende der Aktion feierten die Breddorfer mit ihrer Landjugend ein Fest am Heimathaus. In den Tagen zuvor hatten die jungen Leute vier Begrüßungstafeln für die Ortseingänge gezimmert und aufgestellt. Im Wald hinter dem Kindergarten errichteten sie Insektenhotels, und den Kreisel an der Ostersoder Straße bepflanzten sie. „Es hat alles geklappt, alles lief nach Plan, wir waren schon am Sonntagmittag fertig“, erzählt Jan Mohrmann. Er ist stolz auf die fleißige Truppe. „Wir können alle froh sein, so eine Landjugend mit so vielen Mitgliedern zu haben.“

Bis zum Schluss motiviert war auch die Landjugend Worpswede-Worphausen, die Blühstreifen rund um Worphausen angelegt hatte, Info-Kästen zu den Pflanzen aufstellte, eine Grillhütte am Dorfgemeinschaftshaus baute und neue Sitzbänke zimmerte. Wie alle anderen Landjugendgruppen erfuhren sie viel Unterstützung von Firmen, die Material, Essen oder Know-How beisteuerten. Für den Sonntagabend war eine Rundfahrt mit dem Erntewagen zu den Blühstreifen geplant sowie ein Grillfest als Dankeschön.

Eine Holzterrasse am Stamm von Hönerts Eiche an der idyllisch gelegenen Kirche St. Jürgen war nicht das Einzige, was die Landjugend St. Jürgen auf die Beine stellte. Sie legte einen kleinen Wanderpfad auf einer Wiese neben dem Gotteshaus an, baute Bänke aus Eichen, bemalte Steine mit Bibelsprüchen und mehr. „Wir haben alles recht gut gemeistert“, sagt Malte Rohdenburg, „wir haben in Ruhe, mit viel Fleiß und viel Kompetenz zusammengearbeitet und bekamen Hilfe auch von Landschaftsbauern und Landwirten.“ Das Engagement ihrer Mitstreiter und die Hilfe von Bürgern aus Blockland würdigt auch Marieke Hoehne von der örtlichen Landjugend. Bereits am Sonntagvormittag begann das Kinderfest. Binnen 72 Stunden hatten die Aktiven ein Starkstromkabel verlegt, das am Sonnabend noch mal eben geflickt werden musste, sie richteten eine Feuerstelle ein und pflasterten die Terrasse vorm Landjugendhaus. „Es war anstrengend, hat aber viel Spaß gemacht“, bilanziert Hoehne.

Die Landjugend Hepstedt sollte auf dem Spielplatz des Kindergartens Unterstände für Fahrräder und für eine Sitzbank bauen sowie ein Spielgerät und Fußballtore.

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