FC Worpswede unterliegt in einem kurzweiligen Spiel dem FC Verden 04 mit 3:5 / Drei Elfmeter Dreimal geführt und doch leer ausgegangen

Worpswede. Acht Tore (davon drei durch Strafstoß) und zwei Platzverweise in einem äußerst lebendigen Spiel der Fußball-Bezirksliga 3 - beim 3:5 (2:2) zwischen dem FC Worpswede und dem FC Verden 04 kam keine Sekunde Langeweile auf. Während die Gäste drei etwas glückliche Auswärtspunkte mitnahmen, ärgerten sich die Platzherren darüber, dass sie dreimal geführt hatten und am Ende doch mit leeren Händen da standen.
11.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Müller

Worpswede. Acht Tore (davon drei durch Strafstoß) und zwei Platzverweise in einem äußerst lebendigen Spiel der Fußball-Bezirksliga 3 - beim 3:5 (2:2) zwischen dem FC Worpswede und dem FC Verden 04 kam keine Sekunde Langeweile auf. Während die Gäste drei etwas glückliche Auswärtspunkte mitnahmen, ärgerten sich die Platzherren darüber, dass sie dreimal geführt hatten und am Ende doch mit leeren Händen da standen.

Es war keine hochklassige Partie auf dem Worpsweder Weyerberg. Der Unterhaltungswert lag hauptsächlich in den vielen Ballverlusten beider Teams im Mittelfeld. Diese 'Turnover' sorgten immer wieder für brenzlige Situationen, wenn sich das Spielgeschehen in die jeweils andere Hälfte verlagerte. 'Wir waren etwas abgeklärter', sagte Verden Coach Harald Rehorst, während Worpswedes Co-Trainer Marco Meyer (er vertrat den urlaubenden Malte Jaskosch) vor allem den dreimaligen Führungsverlust beklagte: 'So etwas geht gar nicht. Aber das Engagement war ansonsten okay.' Abstimmungsprobleme und individuelle Fehler in der von Libero Kevin Taube geführten Abwehr musste er aber auch einräumen: 'Kevin hatte ganz einfach einen schwarzen Tag.'

So kam es, dass die schon früh durch Daniel Bohling mit 1:0 (4.) führenden Gastgeber den Ausgleich hinnehmen mussten. Es war ein Eigentor von Taube, eigentlich unbedrängt per Kopf erzielt (21.). Worpswede hatte den Gegner bis dahin gut im Griff und noch keine gegnerische Torchance zugelassenen, ließ dann selbst aber zwei große Möglichkeiten aus: Nesredin Kurnaz stand bei seinem Kopfballtreffer im Abseits (29.), Fikret Karaca hatte Pech mit einem Freistoß, der von der Verdener Mauer an die Torlatte gelenkt wurde.

Beim 2:1 (33.) profitierte Karaca, der nur noch Keeper Behrens auskurven musste, von einem gegnerischen Ballverlust an der Mittellinie. Erneut Taube leitete das 2:2 (35.) ein, indem er Carsten Kruska den Ball sozusagen auf dem Silbertablett servierte. Ab der 57. Minute wurde es hektisch, als Referee Ralf von Öhsen nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Handelfmeter, verursacht von Timo Peymann, entschied. Rasmus Berger verwandelte zum 3:2 (60.), und die Verdener reklamierten weiter: Alexander Halinger ließ sich zu einer Schiri-Beleidigung hinreißen, sah Rot. Doch schon drei Minuten später stand es 3:3. Worpswedes Keeper Till Augsburg hatte André Zerbst weggedrückt. Den Strafstoß verwandelte Kruska.

In Überzahl vergab Worpswede weitere Torchance, einmal rettete Verdens Peymann auf der Linie. Die Gäste blieben bei Kontern stets gefährlich. Matchwinner war der eingewechselte Stefan Twietmeyer: Er verwandelte einen Foulelfmeter (von Taube an Kruska verschuldet) zum 3:4 (85.) und erhöhte auf 3:5 (90.+3) nach Ballverlust von Taube auf der linken Abwehrseite.

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