Verdener Justizzentrum Ehemaliges Meyer-Verden-Gebäude soll Ausweichquartier werden

Rund 3000 Quadratmeter Nutzfläche sollen dem Verdener Justizzentrum in den nächsten Jahren während der Umbauphase im ehemaligen Meyer-Verden-Gebäude als Ausweichquartier dienen.
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Ehemaliges Meyer-Verden-Gebäude soll Ausweichquartier werden
Von Jörn Dirk Zweibrock

Im Verdener Justizzentrum stehen in den nächsten Jahren umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD) will der Justiz während der Bauphase Unterschlupf im ehemaligen Meyer-Verden-Gebäude am Allerufer gewähren. „Um ein tragfähiges Mietangebot zu erarbeiten, hat der Stadtrat kurzfristig Planungsmittel bereitgestellt und die Verwaltung ein Architektenbüro mit dem Umbauentwurf beauftragt“, teilte Brockmann mit.

Der Lugenstein erinnere daran, dass Verden seit Jahrtausenden ein Gerichtsstandort sei. „Die Justiz war und ist für die Stadtentwicklung von strategischer Bedeutung“, erklärte der Verwaltungschef. Das Landgericht verfüge bundesweit über einen der größten Gerichtsbezirke, und die Staatsanwaltschaft sei wegen ihrer Ermittlungserfolge im Bereich der Cyber-Kriminalität in der gesamten Republik bekannt. „Bei den Gerichten, der Staatsanwaltschaft sowie im Jugendarrest arbeiten über 330 Beamte und Angestellte für das Land Niedersachsen. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsplätze und Wertschöpfungen in den Anwaltskanzleien“, hob Brockmann einmal mehr hervor, dass die Justiz ein wichtiger Standortfaktor sei und damit zugleich die Innenstadt stärke.

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Daher biete die Stadt der Justiz nun an, das ehemalige Meyer-Verden-Gebäude als Ausweich-Quartier für die Bauphase herzurichten. Der massive Gebäudekomplex am Allerufer 8 diente einst den Stadtwerken als Gaswerk. Laut Brockmann weist die im städtischen Besitz befindliche Immobilie auf fünf Etagen rund 3000 Quadratmeter Nutzfläche auf. Der Bürgermeister sieht den verkehrsgünstig gut zu erreichenden Standort zwischen Allerufer und Johanniswall als ideales Provisorium an. Mit einem langfristigen Mietvertrag zwischen Stadt und Land zeichne sich eine gute Lösung für alle Beteiligten ab.

Auch für das Kiwi, das Netzwerk der Kreativ- und Innovationswirtschaft, hat Brockmann eine gute Nachricht parat: „Die Verdener Stadtverwaltung hat dem Netzwerk in einem städtischen Geschäftshaus geeignete Büroräume angeboten.“ Dies ermögliche dem Kiwi bereits Anfang 2019, eine Anlaufstelle zu schaffen.

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