Ritterhuder feiern mit Partnerstädten Ein großes Fest der Bürgerbegegnung

Ritterhude. Freunde aus Ost und West trafen sich am Wochenende im Zeichen der Rose zu einem Fest der Freundschaft in Ritterhude. 'Wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Aber es ist witzig. Ich kann mir gut vorstellen, auch mal nach Polen zu reisen' erzählte Isolde Scherer.
14.06.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ilse Okken

Ritterhude. Freunde aus Ost und West trafen sich am Wochenende im Zeichen der Rose zu einem Fest der Freundschaft in Ritterhude. 'Wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Aber es ist witzig. Ich kann mir gut vorstellen, auch mal zu einem Gegenbesuch nach Polen zu reisen' erzählte Isolde Scherer. Im Rahmen der Bürgerbegegnung mit Sztum und Val de Reuil hatte die SPD-Ratsfrau drei Damen zu Gast, die mit der siebenköpfigen Gesangsgruppe Kozo Gospodyn Wiejskich (die Sztumer Hausfrauen) an die Hamme gereist sind.

Gemeinsam mit anderen Ritterhuder Gastgebern und Vertretern von Vereinen, Schulen und Parteien feierten sie im Veranstaltungszentrum ein großes Fest der Bürgerbegegnung mit Gästen aus den Partnerstädten Sztum und Val de Reuil. Seit 21 Jahren besteht der Austausch mit den Franzosen, vor 16 Jahren wurde die Partnerschaft mit den Polen besiegelt.

Gemeinsam begrüßten die drei Bürgermeister am Freitagabend im Hammesaal knapp 300 Gäste. Barbara Trautmann, Francoise Ozeel und Maximilian Zoll übersetzten ihre Reden. Die beiden Partnerschaften seien geprägt von Toleranz und Respekt füreinander. Vom Kindergarten über die Austauschprogramme der Schulen und die Freundschaften zwischen den Vereinen bis hin zu den Senioren würden sie gelebt, sagte Bürgermeisterin Susanne Geils. Sie dankte allen, die ihre Herzen und Türen geöffnet haben, um dieses Fest der Begegnung zu ermöglichen.

Wie eine Familie

'Wir sind nicht Deutsche, Franzosen oder Polen - wir sind eine Familie' sagte Marc-Antoine Jamet, der Bürgermeister von Val de Reuil. Er unterstrich die verbindende Wirkung von Festen wie dem erste Mai, dem Marathon von Val de Reuil oder dem Hammefest. Die Begegnung von Tür zu Tür, von Herz zu Herz sei unverzichtbar für die Partnerschaft. 'Aber es macht mich traurig, wenn wir Englisch zusammen sprechen. Sie sollten Französisch sprechen und wir sollten Deutsch sprechen. Es lebe der Austausch' sagte er mit charmantem Akzent auf Deutsch.

'Durch die Partnerschaft haben wir gelernt, wie Demokratie geht' so sein polnischer Kollege Leszek Tabor. Der Zusammenbruch des Ostblocks und die Öffnung nach Westen hätten Europa gestärkt. In Sztum sei man stolz auf das, was durch die Partnerschaft erreicht wurde. Er überreichte Marc-Antoine Jamet, Susanne Geils und zahlreichen Ritterhuder Bürgern, darunter Altbürgermeister Arnold Schölzel, für ihre Verdienste um die Partnerschaft eine Medaille.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Gospelchor Tuimbe und der Popchor Ladylike aus Ritterhude, der auch schon zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerschaft 2009 in Val de Reuil sang. Die Gäste aus Polen steuerten mit der Gesangsgruppe Shuflada und den singenden Hausfrauen von Kozo Gospodyn Wiejskich ihren Teil bei. Der Freestyler Samy Chamouma aus Frankreich führte assistiert von seinem Bürgermeister eine Basketball-Akrobatik vor. Am europablau eingedeckten Buffet konnten sich alle mit Kartoffelsalat und deftigem Spanferkelbraten stärken. An den Tischen wurden angeregte Gespräche geführt, neue Freundschaften geschlossen und alte aufgefrischt.

Der 23-jährige Mathematikstudent Roland Tardieu war schon vor 15 Jahren zum ersten Mal in Ritterhude. Jetzt kam der junge Franzose als Repräsentant der grünen Partei seines Ortes hierher. Zehn junge Kanuten aus Polen haben im Wassersportzentrum der TuSG an der Niederender Straße gute Aufnahme gefunden. Sie paddelten auf der Hamme und haben nebenher festgestellt, dass der Wodka in Deutschland gut ist. 'Ritterhude ist eine schöne Stadt mit sehr netten Menschen' fasste Violetta Jankowiak vom Sztumer Chor Shuflada die Eindrücke der Gäste zusammen.

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