Der Freibad-Check Ein Paradies für Knirpse

Im Kinderparadies schwimmen: In Schwarme überzeugen kinderfreundliche Aktionen und witzige Details wie "Ascher to go". Im Freibad-Check erlangt die Einrichtung neun von zehn möglichen Wasserbällen.
08.08.2018, 10:32
Lesedauer: 4 Min
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Von Lena Mysegades

Schwarme. Oh weh, oh weh - die Schulferien neigen sich langsam aber sicher ihrem Ende zu. Ab Donnerstag geht es in wieder ins Klassenzimmer. Wie wäre es da am letzten Ferientag noch einmal mit einem Besuch im Kinderparadies, dem Freibad Schwarme? Aber keine Angst: Auch nach der Schule ist noch Zeit für Abkühlung. In Schwarme geht das ab Donnerstag wieder von 15 bis 21 Uhr. Und am letzten Ferientag, am Mittwoch, noch von 10 bis 19 Uhr. Und schade: Auch der große Freibad-Check neigt sich dem Ende. Wie viele Wasserbälle das letzte zu testende Freibad noch absahnt, zeigt sich jetzt.

Eintrittpreise : 1,50 für Kinder, drei Euro für Erwachsene sind die Besucherpreise in Schwarme. Die Preise stimmen genau mit dem Schwesterbad Wiehe in Bruchhausen-Vilsen überein. Familiensaisonkarten haben einen Preis von 92 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen für ihre Saisonkarte 28 Euro und Erwachsene 55 Euro dafür. Zusätzlich gibt es einen Schulklassentarif, bei dem Schulen innerhalb der Samtgemeinde begünstigt sind und lediglich 20 Euro zahlen, von außerhalb kommende Klassen zahlen 35 Euro. Zusätzlich ist das Zehnerkarten-Angebot für Kinder und Jugendliche mit 12 Euro und Erwachsene mit 24 Euro vorteilhaft, wenn Besucher nicht den ganzen Sommer über kommen wollen, sondern nur für zehn Besuche. Gerade jetzt zum Ende der Badesaison lohnt sich ein Angebot wie dieses noch. Also: Daumen hoch für die Preise in Schwarme – ein Wasserball für die Schwester des Wiehe-Bades.

Kinder und Jugendfreundlichkeit: "Wir sind das Kinderbad. Von 12 bis 18 Uhr heißt es bei uns ,Feuer frei' für Kinder", lacht Hakon Esdorn, Schwimmmeister in Schwarme. Kein Wunder: In Schwarme gibt es ein ganzes Gartenhäuschen voller Spielzeug. Von einem Wassertrampolin bis hin zu Wasserreifen und – für die ganz Kleinen – Wasserspielklötze ist alles dabei, was das Kinderherz begehrt. Und seien wir mal ehrlich: Auch wer schon ein wenig älter ist, hat Lust, einmal ein Wassertrampolin auszuprobieren. Das Babybecken in Schwarme bietet eine kleine Rutsche und einen Sonnenschutz. Eincremen dürfen Eltern natürlich nicht vergessen, doch das Sonnensegel schützt die Kleinen schon mal vor der stärksten Hitze. Zusätzlich gibt es auch eine Sandkiste mit Rutsche, Schaukel und Wippe. Vom Bademeisterhäuschen aus sind die Schätze auch gut bewacht. Umso besser aber, wenn der Bademeister nicht nur wachsam, sondern auch hilfsbereit ist. "Darf ich einen Tischkickerball haben", fragt ein junger Gast. "Na klar, warte kurz, ich hol ihn dir", ist prompt die Antwort von Esdorn. Und auch der Förderverein ist in Sachen Kinderfreundlichkeit ganz vorne aufgestellt: Aktionen wie die Ferienkiste, das Piratencamp und der Malnachmittag werden vom Verein gefördert. Zudem sind der Kindergarten, die Schule und der Sportverein direkt nebenan. Der Kinder-und Jugendwasserball geht hiermit selbstredend an Schwarme.

Extras im Wasser: In Schwarme kann eine Schwalldusche bei Badegästen für Wasserspaß und flotte Abkühlung sorgen. Der dritte Extra-Wasserball ist Schwarme damit auch sicher.

Gastronomie: Der WESER-KURIER ist begeistert: Wer hätte gedacht, dass es im Freibad Prosecco und Cocktails gibt. Der Freibadkiosk ist in Schwarme ein Freibadrestaurant und kein Kiosk. Aber keine Sorge, was wäre Schwimmen ohne Pommes? Im Restaurant "Ambiente" gibt es auch Freibad-Klassiker wie Pommes und Bratwurst. Daneben aber noch vieles mehr. Hungrige Schwimmer können sich den Bauch mit Schnitzel, Flammkuchen, Kroketten und Baguettes vollschlagen. Im Ambiente lässt es sich aushalten, das urige Lokal bietet ausreichend Schattenplätze. Draußen zu sitzen ist bei diesem Wetter für die meisten allerdings Programm. Holztische mit Sonnenschirmen stehen vor dem Kiosk, seitlich sind noch mehr Sitzgelegenheiten, nämlich Plastikstühle, ebenfalls von Sonnenschirmen überdacht. Das Restaurant beschert Schwarme den vierten Wasserball.

Größe/Weitläufigkeit: Dank einer einer Liegewiese, die vom Förderverein gestiftete Liegen bietet, und Strandkörben, die Familien dazu einladen, einen gemütlichen Badetag zu verbringen, hat das Bad genug Platz für alle. Bäume, Pflanzen und Sträucher runden das Bild von einem grünen Bad ab. Wo das Grün allerdings fehlt, ist auf dem Rasen. "Ich sprenge, aber es hilft im Moment nichts", sagt Hakon Esdorn. In Schwarme oder Martfeld ist es derzeit halt extrem trocken. Was Esdorn begeistert, sind die, wie er sagt, "lustigen" Einfälle des Fördervereins. "Wir haben dank ihnen ,Ascher To Go'", erzählt der Bademeister. Das habe schon sehr geholfen, er würde kaum Kippen aufsammeln müssen. Sauberkeit und Weite im Schwarmer Bad: Das verdient noch einen weiteren Wasserball.

Rutschvergnügen: Die Rutsche ist ein Standard-Eisen-Model mit einer Höhe von zwei bis drei Metern. Ein Wasserball fürs Rutschvergnügen gibt es für Schwarme. Denn die Rutsche hält, was sie verspricht: Rutschspaß für Klein und Groß.

Sprungvergnügen: Ein kleines Mädchen fragt: "Darf ich gleich vom Dreier-Sprungbrett springen?" Esdorns Antwort ist: "Ja, darfst du gleich, wenn es etwas leerer ist." Das Drei-Meter-Sprungbrett ist also nicht separat mit Extra-Sprungbecken dafür. Dennoch: Laut Esdorn hat das Becken für den Dreier eine Tiefe von vier Metern. Bei einem Sprungbrett von drei Metern sind 3,50 Meter Beckentiefe auch üblich. Da in Schwarme schon aufgepasst werden muss, dass niemand dem anderen auf den Kopf springt oder jemandem beim Schwimmen in die Arme fällt, ist das Sprungvergnügen einen halben Wasserball wert.

Sportangebot: Neben einem Tischkicker gibt es auch Tischtennisplatten und einen großen Fußballplatz mit viel Platz zum Kicken. Auch das Volleyballfeld bietet genug Raum, um sich austoben. Und nicht zu vergessen: Es gibt noch Sport-Extras wie das manuelle Trampolin. Das bringt Schwarme einen Wasserball für sein Sportangebot.

Hygiene: Mit seiner Hygiene kann Schwarme bei unserem Besuch glänzen. Die Umkleiden und auch der Duschbereich sowie die Toiletten sind ordentlich und sauber. Der Hygiene-Wasserball addiert mit den bisherigen siebeneinhalb Wasserbällen, bringt Schwarme vorläufige achteinhalb Wasserbälle.

Barrierefreiheit: In Schwarme gibt es keinen Beckenlift. Dennoch: "Rollstuhlfahrer können im Eingangsbereich mit ihrem Rollstuhl hochfahren", sagt der junge Schwarmer Hakon Esdorn. Die Sanitäranlagen seinen ebenerdig und das Personal helfe jederzeit, betont er. Eine Extra-Dusche und -Toilette für Menschen mit Beeinträchtigung gibt es nicht. Die Toilette ist etwas eng. Begleitpersonen kommen aber kostenlos herein. Ein halber Wasserball dafür.

Insgesamt neun von zehn Wasserbällen erreicht das solarbetriebene "Kinderbad" damit beim Freibad-Check. Gerade hat das Wasser in Schwarme 24 Grad und ist damit angenehm kühl im Vergleich zur Außentemperatur. "So mögen wir Schwarmer es: Nicht zu warm", schließt Esdorn. Nicht-Schwarmer können sich selbst davon überzeugen, ob sie es genauso mögen. Am Wochenende öffnet das Freibad übrigens von 10 bis 19 Uhr.

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