Teilnehmer des Projektes „Mir stinkt’s“ überreichen ihre gesammelten Anliegen an den Bürgermeister Ein roter Ordner voller Kinderwünsche

Welche Veränderungen wünschen sich Kinder und Jugendliche in Verden? Die Antworten darauf bekam Bürgermeister Lutz Brockmann gestern in einem Ordner von Jungen und Mädchen überreicht, die an dem Beteiligungsprojekt „Mir stinkt’s“ der Stadt Verden teilgenommen hatten.
21.09.2013, 00:00
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Ein roter Ordner voller Kinderwünsche
Von Marius Merle

Welche Veränderungen wünschen sich Kinder und Jugendliche in Verden? Die Antworten darauf bekam Bürgermeister Lutz Brockmann gestern in einem Ordner von Jungen und Mädchen überreicht, die an dem Beteiligungsprojekt „Mir stinkt’s“ der Stadt Verden teilgenommen hatten.

Weniger Verschmutzung, dafür mehr Spielgeräte und bessere Einkaufsmöglichkeiten – Kinder und Jugendliche aus Verden haben genaue Vorstellungen davon, was sie sich für die Stadt wünschen. Im Rahmen des Beteiligungsprojektes der Stadt Verden „Mir stinkt’s“ hatten Jungen und Mädchen auf Postkarten aufgeschrieben, was ihnen in Verden nicht gefällt oder was sie schon immer mal los werden wollten. Anlässlich des gestrigen Weltkindertages übergaben sie die gesammelten Werke in einem roten Ordner an Bürgermeister Lutz Brockmann.

„Ich freue mich sehr, dass ganz viele Kinder an dem Projekt teilgenommen haben“, sagte Brockmann bei der Übergabe. 835 Jungen und Mädchen aus Kitas, Grundschulen und den unteren Klassen der Real- und Hauptschule in Verden hatten sich an der anonymen Umfrage beteiligt. Rund 1400 Beteiligungspostkarten hatte die Stadt zuvor in Umlauf gebracht.

Mehr Geschäfte und Spielplätze

Besonders zum Einkaufen wünschen sich die Kinder und Jugendlichen in Verden ein breiteres Angebot. Neben mehr Läden für Klamotten und Spielwaren vermissen viele der Befragten ein Sportgeschäft. Die jüngeren Projektteilnehmer hätten zudem gerne neue Geräte für die Spielplätze und die Jugendlichen ein umfangreicheres Freizeitangebot. Einige der eingegangenen Wünsche werden für die Stadt jedoch kaum zu erfüllen sein. Ein Rauchverbot für Verden oder geschenkte Spielekonsolen, bleiben wohl auch weiterhin nur Träume der Kinder.

Im roten Ordner sind die Anliegen der Jungen und Mädchen in insgesamt zehn verschiedene Kategorien, wie etwa Natur, Verkehr oder Soziales zusammengefasst worden. Diese Aufgabe hatten im Vorfeld der Übergabe bereits Mitarbeiter der Stadt Verden übernommen.

„Wir machen jedes Jahr eine Aktion zum Weltkindertag und haben uns dieses Mal für ein solches Beteiligungsprojekt entschieden“, erklärte Katharina Kuß, die von der Stadt Verden aus für die Organisation von „Mir stinkt’s“ verantwortlich ist. Dabei sei es wichtig, dass bei dieser Veranstaltung die Kinder im Mittelpunkt stehen und auf ihre Rechte aufmerksam gemacht wird. Im kommenden Jahr werde es aller Voraussicht nach ein großes Sommerfest geben, da der Weltkindertag dann auf einen Sonnabend falle.

Bis zu diesem Tag hat Brockmann mit seinen Mitarbeitern nun Zeit, sich der Inhalte der roten Mappe zu widmen und die Wünsche der Kinder und Jugendlichen bestmöglich umzusetzen. Dann wird er im Gegenzug zur gestrigen Ordnerübergabe der Jugend ein weißes Buch übergeben, in dem die Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Wünsche aufgelistet sind.

Es wird sich zeigen, ob Brockmann die hohen Erwartungen der Kinder erfüllen und auch seine Vorbildfunktion weiter stärken kann. Gestern waren einige der jungen Teilnehmer so begeistert davon, den Bürgermeister Verdens kennenzulernen, dass sie sich nach der Ordnerübergabe Autogramme von ihm geben ließen.

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