5. Familien-Triathlon in Schwarme Ein sportliches Fest für die ganze Familie

Schwarme. Der 5. Familien-Triathlon wurde auch in diesem Jahr vom TSV Schwarme organisiert. Die Veranstalter konnten sich über viele Teilnehmer freuen. Vor allem in der Jugend habe es einen richtigen Boom gegeben.
02.08.2010, 03:00
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Ein sportliches Fest für die ganze Familie
Von Malte Bürger

Schwarme. Einigen Eltern waren die Strapazen anzusehen. Rote Gesichter, etwas verschwitzte Haare und eine Atemfrequenz, die der Arbeitsgeschwindigkeit einer Nähmaschine gleich kam. Aber halt, die Erwachsenen waren zu diesem Zeitpunkt des 5. Schwarmer Familientriathlons doch eigentlich gar nicht im Kurs unterwegs, sondern ihr Nachwuchs. Aber die eigenen Kinder wollen halt mehrfach an der Strecke angefeuert und dann noch - sofern die Kondition der Erziehungsberechtigten mitspielt - im Ziel empfangen werden. Da ist Durchhaltevermögen bei allen Beteiligten gefordert.

In einigen Fällen war also zu sehen, dass der Begriff Familientriathlon durchaus doppeldeutig zu verstehen ist. In erster Linie war die Veranstaltung des TSV Schwarme aber auch dieses Mal wieder genau das, was sie sein sollte: ein sportliches Fest für die ganze Familie.

Denn während sich Schüler verschiedener Altersklassen und die Erwachsenen in Einzel- oder Staffelrennen duellierten, kamen auch die ganz jungen Dreikämpfer bereits auf ihre Kosten - wenn auch in abgewandelter Form. So wurde das Planschbecken im Freibad kurzerhand umfunktioniert.

Auf einem Schwimmbrett ging es zunächst übers Wasser, anschließend stand ein rasanter Kurztrip auf dem Tretroller oder dem guten alten Bobby-Car an, ehe zum Abschluss die läuferischen Qualitäten der kleinen Steppkes beim Umrunden des Beckens gefordert waren. So probierten sich beispielsweise auch der dreijährige Dominik und der fünfjährige Elias begeistert erstmals im Triathlon aus - unter den fachkundigen Blicken der Eltern versteht sich.

'Die Teilnehmerzahlen sind auch in diesem Jahr wieder hervorragend', freute sich Mitorganisator Kai-Uwe Stüve, und seine Ehefrau Nicole ergänzte: 'Vor allem in der Jugend haben wir einen richtigen Boom, das sieht man teilweise auch schon daran, was für Räder gefahren werden.' Ein herkömmliches, daher verkehrstaugliches Zweirad gab es in der Tat nur selten zu sehen, in vielen Fällen zischten die ultraleichten Triathlon-Räder an den Zuschauern vorbei.

Vor allem bei den vielen Akteuren der Schüler-Serie-Nord war dies der Fall. Aus Stade, Wilhelmshaven, Oldenburg oder Scheeßel waren die Youngster angereist, um wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Einige Athleten lernten an diesem Tag allerdings auch die noch vorhandenen Schwächen ihrer jungen Körper kennen und mussten ihrem zum Teil hohen Tempo auf der Strecke Tribut zollen.

Mit gehörigem Seitenstechen schleppten sie sich weinend in die Arme ihrer Eltern. Nach einer kurzen Erholungsphase war das Schlimmste jedoch wieder überstanden. 'Na, noch einmal Triathlon?', wollte ein Vater von seinem schluchzenden Sohn wissen, der jedoch ohne zu zögern erwiderte: 'Ja, klar bin ich das nächste Mal wieder dabei.'

Für einen Starter hat der Auftritt in Schwarme sogar noch ein strapaziöses Nachspiel. Die Startnummer von Jens-Peter Frenz vom Team Ronolulu aus Rotenburg wurde in einer speziellen Verlosung von der Glücksfee gezogen, Frenz geht dadurch nun unverhofft beim Bremen-Marathon an den Start. Immerhin darf er sich aussuchen, ob er über die komplette, halbe oder Zehn-Kilometer-Distanz antritt.

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