Im Ritterhuder Freizeitheim freuen sich Team, Nutzer und Sponsoren über einen gebrauchten Bus Ein Sprinter macht Jugendliche mobiler

Ritterhude. "Der alte hat ganz schön geklappert und nicht mehr gezogen." Nico und Emni sind froh, dass es jetzt einen neuen Bus für die Jugend Ritterhudes gibt. Auf einer Fahrt ins Spaßbad Ronolulu in den Herbstferien haben sie das neue Fahrzeug schon getestet und für gut befunden.
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Von Ilse Okken

Ritterhude. "Der alte hat ganz schön geklappert und nicht mehr gezogen." Nico und Emni sind froh, dass es jetzt einen neuen Bus für die Jugend Ritterhudes gibt. Auf einer Fahrt ins Spaßbad Ronolulu in den Herbstferien haben sie das neue Fahrzeug schon getestet und für gut befunden.

Auch Horst Struwe und Imke Lassen von der Leitung des Jugendfreizeitheimes freuen sich über den dunkelblauen Bus, der seit einigen Wochen vor der Einrichtung Am Großen Geeren seinen Stammparkplatz hat. Der alte Jugendbus hatte 320 000 Kilometer auf dem Buckel und war nach 16 Jahren so mitgenommen, dass man keine weiten Touren mehr mit ihm wagen konnte. Weil er keine Umweltplakette hatte, konnten Orte wie Bremen gar nicht mehr angefahren werden. "Wir mussten uns immer fragen, wo wir noch hin können", sagte Struwe.

Erst zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum mit Val de Reuil war das alte Schätzchen in den Besitz der Gemeinde übergangen und bemalt worden. "Aber das bunte Mobil ging in die Grätsche und wir wollten nicht wieder ein mit unzähligen Werbebotschaften bepflastertes Auto, das uns am Ende doch nie gehört. Denn die Wirtschaft muss für diese fahrenden Anzeigen ständig an die Akquisitionsfirma zahlen", sagte Bürgermeisterin Susanne Geils. Ein eigener Bus habe lange auf dem Wunschzettel gestanden. Aus Mitteln der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und durch eine Spende der Kreissparkasse in Höhe von je 5000 Euro kam die Anschaffungssumme jetzt zusammen. In Bersenbrück fand Hort Struwe einen gebrauchten Mercedes Sprinter, der den Ansprüchen entsprach. Der "Neue" ist einen Meter länger als der alte Bus, bietet Platz für acht Personen und kann mehr Gepäck transportieren. Die Leitung des Jugendfreizeitheimes und Vertreter der Gemeinde Ritterhude bedankten sich unlängst bei den Sponsoren.

"Lackierprofi" Thorsten Matzner, der schon einen kleinen Schaden behob, war dabei. Ebenfalls Imke Lassen, die seit zwei Jahren in Krankheitsvertretung für die kürzlich verstorbene Christiane Baltrusch im Jugendheim tätig war und jetzt fest angestellt ist. Werner Hampel und Pascal Mahnken von der Kreissparkasse zeigten sich bei einem Rundgang durch die Einrichtung beeindruckt von der Präventionsarbeit. "Die Folgekosten wären unbezahlbar, wenn Jugendarbeit in dieser Form nicht mehr möglich wäre. Wir sind überzeugt, dass das Geld hier gut angelegt ist. Das Fahrzeug wird viel genutzt und gut gepflegt", sagte Hampel. "Der Bus ist aus der Jugend- und Vereinsarbeit gar nicht mehr wegzudenken", sagte Geils. Von Ausflugsfahrten im Ferienprogramm über auswärtige Punktspiele der Sportvereine und Besuche der Partnergemeinden in Frankreich und Polen bis hin zu Schulaktionen reicht das Einsatzgebiet des Fahrzeugs. Vereine oder Leiter von Jugendgruppen, die den Achtsitzer nutzen möchten, sollten

dies bis zu zwei Monate vorher im Freizeitheim anmelden. Das Auto muss vollgetankt zurückgegeben werden, und Horst Struwe schaut genau nach, ob alles in Ordnung ist.

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