Unser Spieler der Woche: Jens Nubbemeyer (TSV Bassum) Einer von der quirligen Sorte

Bassum. Aufgeben? Nein, das gibt es für Jens Nubbemeyer und seinen TSV Bassum nicht. Auch im Bezirksliga-Derby gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ließ die Elf von Trainer Stephan Stindt nach einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht etwa die Köpfe hängen. Nebst einer gehörigen Portion Glück besaßen die Bassumer auch etliche spielerische Argumente für die drei Punkte - beispielsweise eben durch Jens Nubbemeyer. Der Mittelfeldakteur ist deshalb unser Spieler der Woche.
21.09.2010, 01:30
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Einer von der quirligen Sorte
Von Malte Bürger

Bassum. Aufgeben? Nein, das gibt es für Jens Nubbemeyer und seinen TSV Bassum nicht. Auch im Bezirksliga-Derby gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ließ die Elf von Trainer Stephan Stindt nach einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht etwa die Köpfe hängen. Nebst einer gehörigen Portion Glück besaßen die Bassumer auch etliche spielerische Argumente für die drei Punkte - beispielsweise eben durch Jens Nubbemeyer. Der Mittelfeldakteur ist deshalb unser Spieler der Woche.

Der Ball klebt eng am Fuß, nicht selten ist ein Foul vonnöten, um den Angriff zu unterbinden. Jens Nubbemeyer gehört in der Bezirksliga zweifelsohne zu den technisch versierteren Akteuren. Der 19-Jährige hat das jüngst gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst einmal mehr bewiesen. Zunächst bereitete er den Ausgleichstreffer zum 1:1 mustergültig vor, später holte er nicht nur dank seiner quirligen Spielweise einen Strafstoß heraus, sondern versenkte das Leder vom Punkt auch höchstselbst.

Kurzum: Der TSV Bassum hat einen Youngster in den Reihen, der notfalls nochmal ein paar Prozentpunkte drauf legt. 'Ich glaube, dass ich ein Spieler bin, der eine Partie in die Hand nehmen und sie dann entscheiden kann', erzählt Nubbemeyer, wenn er auf seine Stärken angesprochen wird. Sein Coach Stephan Stindt sieht es ähnlich. 'Jens ist technisch 1a, bereits in der Jugend hat er über Jahre hinweg gute Leistungen gebracht. Lediglich konditionell könnte er noch etwas tun und robuster werden.'

Ein Bassum-typischer Lebenslauf

Seit zehn Jahren wirbelt Nubbemeyer mittlerweile in Diensten des TSV den Rasen rauf und runter. Und damit hat er einen dieser Bassum-typischen Lebensläufe. In Jugendzeiten viel gelernt, allerlei vereinseigene Mannschaften durchlaufen und nun den Sprung ins Herrenteam geschafft. Das bringt einige Vorteile mit sich: 'Wir kennen uns alle schon so lange und spielen lange zusammen, da weiß man einfach, wo der andere steht', meint der 19-Jährige, der im kommenden Monat eine Ausbildung bei der Polizei in Oldenburg beginnt. Ein wenig Routine im Team könne, in seinen Augen, aber dennoch nicht schaden. 'In einigen Situationen wäre es sicherlich nicht schlecht, wenn ein erfahrener Leitwolf da wäre, von dem man sich noch etwas abschauen kann.'

Im Moment müssen sich die Akteure da auf dem Spielfeld noch selbst helfen - mit Erfolg. 'Wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen, da wird nicht aufgesteckt', erzählt er. 'Und da wir gegen Seckenhausen in der zweiten Halbzeit zunächst nicht gerade unser Bestes gezeigt haben, mussten wir nochmal nachlegen.' So reichte es zu drei Punkten, die Bassumer stehen auf Rang zwei. 'Ich wusste, dass wir in dieser Liga ganz gut sein werden, auch wenn die Klasse insgesamt schwer einzuschätzen ist', erklärt der Mittelfeldstratege, 'aber da wir eine spielstarke Truppe haben, ist einiges möglich'.

Vielleicht sogar der Aufstieg? 'Insgeheim ist das bei dem ein oder anderen Spieler sicherlich im Kopf drin', glaubt der stellvertretende Mannschaftskapitän. 'Allerdings muss man schon sagen, dass Eilvese fast eine Nummer für sich ist. Aber unter den ersten Dreien oder Vieren wollen wir schon bleiben.' Damit es damit jedoch klappt, wollen die Bassumer Youngster noch eifrig an sich arbeiten - abheben ist jedenfalls nicht angesagt.

'Wir wissen, dass wir in einigen Phasen noch ruhiger bleiben müssen', mahnt Nubbemeyer. 'Wir müssen auch mal ein 2:1, das beispielsweise kurz nach der Pause fällt, über die Runden bringen. Und bei Schiedsrichter-Entscheidungen sollten wir leiser sein. Da ist manchmal zu viel Unruhe drin, zuletzt hat uns das zwei Mal aus dem Konzept gebracht.' Da hilft dann auch die Klasse eines Einzelnen nicht mehr.

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