Ausschuss stimmt der Verordnung eines Landschaftsschutzgebietes zwischen Delmenhorst und Harpstedt zu Einigung über 'Delmetal' erzielt

Wildeshausen. Der Umweltausschuss des Landkreises Oldenburg hat dem Beschlussvorschlag zugestimmt, das Delmetal zwischen Harpstedt und Delmenhorst, zu dem auch ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) gehört, als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen - und zwar im dritten Anlauf. Nur Martin Brinkmann (Die Grünen) stimmte gegen die Verordnung, in die auch jegliche Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung mit eingeflossen sind.
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Einigung über 'Delmetal' erzielt
Von Florian Cordes

Wildeshausen. Der Umweltausschuss des Landkreises Oldenburg hat dem Beschlussvorschlag zugestimmt, das Delmetal zwischen Harpstedt und Delmenhorst, zu dem auch ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) gehört, als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen - und zwar im dritten Anlauf. Nur Martin Brinkmann (Die Grünen) stimmte gegen die Verordnung, in die auch jegliche Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung mit eingeflossen sind.

Während der Sitzung am Dienstagabend im Kreishaus stellte Maria Langfermann, die neue Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, noch einmal die letzten Änderungen vor. Demnach bleiben die Jagd- und Fischereirechte in dem Gebiet unberührt. 'Außerdem wollen der Ochtumverband und der Landkreis Oldenburg durch eine gemeinsame Zusammenarbeit einen Gewässerentwicklungsplan aufstellen', erklärte Langfermann.

Zudem wird es in den Waldgebieten weiterhin erlaubt sein Einzelstämme zu entfernen. 'Das stellt für uns kein Problem dar, weil es den Lebensraum in dem Schutzgebiet an sich nicht gefährdet', sagte Langfermann. Laut der Verordnung ist auch die Sanierung der vorhandenen Drainagen, die zur Entwässerung dienen, weiterhin zulässig. 'Allerdings ist eine höhere Entwässerung nicht erlaubt', stellte die Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde klar.

'Wir haben, so weit es möglich war, alle Einwände berücksichtigt', sagte Landrat Frank Eger. Allerdings nicht den Einwand von Heinz Wittgräfe der nördlich von Harpstedt ein Grundstück besitzt, dass sich im geplanten Landschaftsschutzgebiet befindet. Er äußerte während der Einwohnerfragestunde den Wunsch, sein Grundstück aus der Verordnung zu streichen. Dies sei allerdings nicht mehr möglich, da sich Wittgräfes Eigentum im angemeldeten FFH-Gebiet befinde, hieß es.

Ohnehin forderte der Landrat die Ausschussmitglieder vor der Abstimmung nochmals dazu auf, den jetzigen Gegebenheiten ein positives Votum zu verpassen. 'Wir können das FFH-Gebiet nicht noch weiter verkleinern. Ansonsten würde vielleicht jemand klagen und dann könnte man die ganze Planung für null und nichtig erklären', warnte er. Bis auf Brinkmann folgten alle stimmberechtigten Ausschussmitglieder Egers Rat. Die Christdemokratin Christa Plate war erleichtert, dass der Beschlussvorschlag nach monatelanger Diskussion verabschiedet wurde. 'Die Verordnung eines FFH-Gebiets ist ein großer Eingriff. Deshalb ist es auch verständlich, dass es bis zur Einigung gedauert hat', sagte sie. 'Wir haben aber bewiesen, dass es immer besser ist sich an einen Tisch zu setzen, anstatt Krieg zu führen. Alle Seiten haben sehr gut zusammen gearbeitet', lobte Plate das Verhalten der Beteiligten. Sie erinnerte aber auch daran, dass sich die betroffenen Landwirte erst einmal mit den neuen Umständen anfreunden

müssten.

Der Kreislandvolkverband - im Umweltausschuss durch Franz-Josef Dasenbrock vertreten - kann mit der jetzigen Situation gut leben. 'Bei den Landwirten gibt es zwar noch einige Wünsche, aber alle mussten halt Abstriche machen. Unsere Bauern müssen sich allerdings auch im Klaren darüber sein, dass sie eine Verantwortung haben', meinte er und dankte der Verwaltung noch einmal für die jetzige Lösung.

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